21.10.2025
WELTALL

Space-Lock aus Brunn am Gebirge entwickelt internationale Schlüsseltechnologien

Die Raumfahrt entwickelt sich zunehmend zu einem stabilen Wirtschaftsfeld – auch für heimische Unternehmen. Space-Lock aus Brunn am Gebirge liefert spezialisierte Komponenten für Satelliten und positioniert sich damit in einem wachsenden internationalen Markt. Das Unternehmen erweitert derzeit seine Produktionskapazitäten und setzt auf europäische Lieferketten sowie technologische Unabhängigkeit.
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Space-Lock
© Space-Lock

Wenn man die unendlichen Weiten etwas enger fasst, merkt man spätestens seit Elon Musk mit SpaceX oder Jeff Bezos mit Blue Origin, dass das All längst ein umkämpfter Wirtschaftsraum ist. Über 10.000 Satelliten kreisen bereits um die Erde – und es werden stetig mehr. Sie liefern Daten für Kommunikation, Navigation, Wetterdienste und Forschung. „Die Zahl der Satelliten steigt rasant. Damit wächst der Bedarf an verlässlichen und zugleich kosteneffizienten Komponenten – genau in diesem Segment positionieren wir uns“, sagt Florian Günther, Gründer und Geschäftsführer von Space-Lock aus Brunn am Gebirge.

Space-Lock: Miniaturantriebe, Scharniere und Freigabemechanismen

Das 2018 gegründete Unternehmen steuert Schlüsseltechnologien bei, die im Orbit essenziell sind: Miniaturantriebe, Scharniere und Freigabemechanismen, die unter extremen Bedingungen zuverlässig arbeiten müssen. „Unsere Systeme funktionieren in Vakuum-Umgebung, bei Temperaturen zwischen minus 150 und plus 150 Grad Celsius und unter massiven Vibrationen. Eine Nachbesserung im All ist unmöglich – das Bauteil muss sofort und dauerhaft halten“, so Günther weiter.

Entwickelt werden aktuell drei Kernprodukte, die bei jedem Satelliteneinsatz eine entscheidende Rolle spielen: Freigabesysteme für Antennen und Messinstrumente, Rotationsantriebe zur präzisen Ausrichtung sowie spezielle Scharniere für stabile Bewegungen. Die Nachfrage ist hoch, pro Jahr verarbeitet das Team mehrere zehntausend Einzelteile für Kunden.

Um welche es sich dabei handelt, bleibt aufgrund von NDA-Klauseln firmenintern und wird nicht nach Außen kommuniziert, wie brutkasten erfährt. Jedoch: „Wir beliefern ausschließlich internationale Kunden. Unser Geschäft ist von Anfang an auf den Export ausgerichtet“, so der Geschäftsführer dazu. Dass es sich jedoch um keine unbekannten Namen der Space-Branche handelt, davon darf ausgegangen werden; zumal Space-Lock bereits vor zwei Jahren von der ESA portraitiert wurde.

Allgemein und abgesehen davon wächst der Space-Bereich auch in Krisenzeiten. Und das habe Gründe, wie Günther ausführt: „Raumfahrt ist strategische Infrastruktur. Staaten und Unternehmen sehen hier klare Business Cases – von Erdbeobachtung über Internetanwendungen bis hin zu sicherheitspolitischen Interessen. Das macht die Industrie stabiler als viele andere Sektoren.“

Space-Lock wächst

Aufgrund dieses Erfolgs hat Space-Lock nun seine Betriebsfläche in Niederösterreich auf 650 Quadratmeter erweitert, um Platz für zusätzliche Produktionslinien, Inspektion und Qualitätskontrolle zu schaffen. Investiert wurde in Reinräume sowie Mess- und Prüftechnik. Parallel dazu sucht das Unternehmen weiteres Personal – vom Entwicklungsingenieur bis zum Facharbeiter in der Montage.

Ein Grund dieses Wachstums liegt wohl auch im aktuellen Trend zu mehr (europäischer) Eigenständigkeit begraben. Immer mehr Staaten und Unternehmen würden sicherstellen wollen, dass sie über strategisch relevante Technologien und Infrastruktur selbst verfügen – zusätzlich zu bestehenden Kooperationen, wie Günther präzisiert: „Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit wächst. Raumfahrt wird dadurch nicht nur technologisch, sondern auch politisch zur Schlüsselindustrie.“ Kunden würden daher auch verstärkt auf europäische Lieferketten und nach verlässlichen Partnern innerhalb der EU suchen. „Wir spüren, dass sich Beschaffungsstrategien ändern. Nähe, Sicherheit und Zertifizierungen in Europa werden wichtiger. Davon profitieren auch wir.“

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Instahelp, Mental Health
© Instahelp/Leaders 21 - Bernadette Frech, CEO Instahelp und Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Hoher Druck, lange Arbeitstage, finanzielle Unsicherheit und große Verantwortung: Die psychische Belastung in Startups ist hoch. Gleichzeitig nehmen viele Gründer:innen und Mitarbeitende professionelle Unterstützung gar nicht oder erst sehr spät in Anspruch.

Instahelp adressiert Startups

„Als Gründer redest du nicht über Erschöpfung, du funktionierst. Dabei ist mentale Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – darüber wird in der Startup-Welt noch immer viel zu wenig offen gesprochen“, mahnt Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Deshalb richtet sich das Grazer Mental-Health-Unternehmen Instahelp mit einem neuen Konzept konkret an Startups, für die klassische betriebliche Gesundheitsangebote oft zu aufwändig oder zu teuer sind. Als Alternative bietet die Plattform eine psychologische Online-Beratung an, die sich eigenständig buchen lässt und kein traditionelles Onboarding erfordert. Im Jahr 2026 fällt dafür keine Grundgebühr an. Stattdessen funktioniert das Modell über ein Guthabensystem mit einer Mindestabnahme von zehn Beratungseinheiten. Mitarbeitende können die vertraulichen Termine ortsunabhängig wahrnehmen, was auch Randzeiten wie Abende und Wochenenden einschließt.

Enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko

Die Belastung in jungen österreichischen Unternehmen ist häufig strukturell bedingt. Was stellvertretend für den gesamten DACH-Raum in einer Studie des deutschen Startup-Bundesverbands und der Techniker Krankenkasse in Zahlen gegossen wurde, lässt sich nahezu eins zu eins auf die heimische Szene umlegen: 68 % der Gründer:innen sehen die enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko, 62 % nennen die ständige berufliche Unsicherheit als wesentlichen Stressfaktor.

Auch im heimischen Ökosystem kommen eine Kultur der ständigen Erreichbarkeit, der oftmals zermürbende Finanzierungsdruck und die Tatsache hinzu, dass in den meist kleinen Teams österreichischer Startups der Ausfall einer einzigen Person oft direkte und weitreichende Konsequenzen für das gesamte Unternehmen hat.

Instahelp-CEO: „Gesundheit kein Luxus“

„Mentale Gesundheitsförderung darf kein Luxus sein, den sich nur große, etablierte Unternehmen leisten können. Gerade in der Gründungsphase, wo viel auf dem Spiel steht und Ressourcen knapp sind, brauchen Menschen Unterstützung“, sagt Bernadette Frech, CEO von Instahelp. „Genau hier wollen wir mit einem Angebot ansetzen, das sich an die Realität junger Unternehmen anpasst und nicht umgekehrt.“

Neben Startups richtet sich das Angebot auch an Vereine, NGOs und KMUs. „In der Startup-Welt reden wir viel über Resilienz, aber noch zu wenig darüber, was Menschen wirklich brauchen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben“, sagt René Berger, Mercedes AMG Board Member, Investor und Co-Founder von Instahelp. „Niedrigschwellige psychologische Unterstützung ist ein essenzielles Investment in die wichtigste Ressource jedes Unternehmens: die Menschen dahinter.“

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