fonio.ai holt 14,6 Mio. Euro ohne Pitch Deck – CEO Keinrath und CCO Brix im Talk

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Eigentlich wollte fonio.ai den nächsten Fundraise noch hinauszögern. Dann kam 20VC – ohne offiziellen Prozess und ohne Pitch Deck. Am Ende steht eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro, angeführt vom Londoner Fonds 20VC, bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro. „Sie haben uns pre-emptet“, beschreibt Co-Founder und CEO Daniel Keinrath die Runde selbst.

Warum das so kam – und wie das Wiener KI-Startup in weniger als zwei Jahren auf über 7.000 Kund:innen und die Marktführerschaft im DACH-Raum gewachsen ist – erklären Keinrath und CCO Alexander Brix im brutkasten-Talk. Aus dem KI-Telefonassistenten soll nun eine vollständige Omnichannel-Plattform für die Kundenkommunikation werden.

Im Gespräch außerdem: die Technologie hinter natürlich klingenden KI-Anrufen, die internationale Expansion mit neuen Büros unter anderem in New York und Paris, warum das Headquarter bewusst in Wien bleibt – und warum Keinrath einen Exit ausschließt und stattdessen auf einen Börsengang zielt.


Die Themen des Talks:

  • 14,6 Mio. ohne Pitch Deck: 20VC „pre-emptete“ die Runde – fonio.ai hatte keinen offiziellen Fundraise gestartet und kein Pitch Deck. Beteiligt sind auch Gründer:innen und Führungskräfte von Synthesia, HubSpot und Revolut.
  • Vom Telefonassistenten zur Plattform: fonio.ai wächst vom KI-Telefonassistenten zur Omnichannel-Lösung. Neben Telefonie ist WhatsApp bereits verfügbar, E-Mail, Chat und ein eigenes KI-CRM folgen.
  • Technologie & Turn Detection: Stimme, Latenz und Turn Detection – das Erkennen von Gesprächspausen – waren die drei großen Hürden. Letztere habe man als eines der ersten Unternehmen weltweit gelöst, mit einem eigenen, lokal in der EU gehosteten Modell.
  • Marktführer DACH, jetzt USA: Über 7.000 Kund:innen, rund zwei Millionen automatisierte Anrufe pro Monat – und ein US-Start, der laut Keinrath unspektakulärer ist als gedacht: kein „Boots on the ground“, sondern ein marketinggetriebenes KMU-Playbook.
  • Headquarter bleibt in Wien: Trotz Expansion und Zeit in San Francisco bleibt der Hauptsitz in Wien. Keinrath will zeigen, dass man auch aus Europa einen globalen Tech-Player bauen kann.
  • Kein Exit, sondern IPO: Ein früher Verkauf ist für die Gründer kein Thema. Das Ziel ist der Börsengang: „Wir wollen nicht die Firma sein, die verkauft – wir wollen die Firma sein, die kauft.“
  • Brix‘ Blick von Kaleido AI: CCO Alexander Brix, zuvor bei Kaleido AI (remove.bg) mit Exit an Canva, zieht Parallelen zwischen beiden Companies – und erklärt, warum ein früher Verkauf bei fonio.ai im Gegensatz zu Kaleido „sehr schade“ wäre.

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