19.05.2026
WARNUNG

KI-Scam: NÖ-Kindermöbel-Startup poptop überweist irrtümlicherweise 41.000 Euro an Betrüger

Ein KI-generierter Scam hat das niederösterreichische Startup poptop fast um 41.000 Euro gebracht. Wie CEO John K. Brady gegenüber brutkasten erzählt, wurden interne Zahlungsfreigaben dabei täuschend echt imitiert.
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poptop, KI-Scam
© poptop - John K. Brady, CEO von poptop.

„Letzte Woche haben wir 41.000€ an einen Scammer überwiesen.“ So beginnt der LinkedIn-Post von John K. Brady, CEO des niederösterreichischen Kindermöbel-Startups poptop, das von den ehemaligen woom-Gründern Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld ins Leben gerufen wurde.

poptop-CEO: „Geld ging an dubiose Firma“

Sein Team war einer KI-generierter Scam-Mail zum Opfer gefallen, in der Bradys Signatur und sein Schreibstil perfekt nachgebaut waren, wie er brutkasten erzählt.

„Mir ist aufgefallen, dass 41.000 Euro fehlen, die ich nicht eingeplant hatte“, sagt er. „Ich habe schließlich die Kontobewegungen geprüft und gemerkt, dass das Geld an eine dubiose Firma gegangen war (Anm.: an ein US-Konto), die ich nicht kannte.“

Also kontaktierte er seine Buchhalterin, die die einzige war, die Zugriff auf das eigene Firmenkonto hatte. Die Mitarbeiterin meinte, Brady hätte doch diesen Auftrag freigegeben.

Kein „double-check“

„Ich hab mir dann die Mail mit der Rechnung angesehen und tatsächlich stand da mein Name und dass ich dieser Firma die Zahlung bestätigt habe“, so der CEO weiter. „Alles hat auf den ersten Blick echt ausgesehen, die Bankverbindung und die freigegebene Summe. Wenn man jedoch ein geschultes Auge hat, kann man erkennen, dass es KI war. Da gab es etwa diese ‚Bindestriche‘ drinnen (Anm.: KI-Modelle verwenden oftmals exzessiv Gedankenstriche als Kommaersatz für Einschübe oder Pausen, was im menschlichen Schreibfluss oft unnatürlich wirkt). Bei uns war dieser geschulte Blick leider nicht vorhanden und wir haben dann irrtümlicherweise ohne ‚double-check‘ den Betrag überwiesen.“

Die Überweisung konnte glücklicherweise mit der Bank noch gestoppt werden. „41k sind für ein Startup wie uns die Lifeline. Cashflow ist im Wachstum alles. Das tut weh. Und wäre eine ‚Mega-Katastrophe‘ gewesen“, beschreibt Brady heute den Schockmoment.

Neuer Sicherheits-Prozess

Mittlerweile hat das poptop-Team einen Prozess implementiert, um künftig solche Vorfälle im Vorhinein gleich auszuschließen. „Freigaben für Summen, egal in welcher Höhe müssen nun immer über mich passieren“, erklärt Brady. „Dies geht jetzt ausschließlich über ein passwortgeschütztes Tool, auf das sonst niemand Zugriff hat. Wir haben nun einen soliden Prozess, der auch durch KI nicht gehackt werden kann.“

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07.09.2026

GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten

Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
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Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
E [email protected] | [email protected]

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