06.05.2025
TOMORROW SHAPERS

Österreicherin mit Young Inventors Prize 2025 ausgezeichnet

Junge Erfinder:innen zeigen, wie Technik die Welt besser macht – mit Ideen gegen Elektroschrott, CO₂-Ausstoß und Lebensmittelverschwendung. Für die besten Ideen der Welt bekommen sie den Young Inventors Prize 2025.
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Industriedesignerin Franziska Kerber wurde im Rahmen des Young Inventors Prize 2025 als
Industriedesignerin Franziska Kerber | Foto: Epo

Ein Router, der sich in Wasser auflöst. Eine Frucht, die länger frisch bleibt. Ein Flugzeug, das mit Pflanzenharz abhebt. Was klingt wie Science-Fiction, ist heute Realität – geschaffen von jungen Erfinder:innen, die nicht älter als 30 sind. Sie entwickeln Technik, die nicht nur funktioniert, sondern hilft: gegen Müll, Hunger, Emissionen und Verschwendung. Dafür haben sie nun den Young Inventors Prize 2025 erhalten. Unter den Preisträger:innen ist die Österreicherin Franziska Kerber. Sie zählt zu den Top 10 der globalen Innovator:innen, wie das Europäische Patentamt heute bekannt gibt.

Franziska Kerber entwickelt papierbasierte Bauteile

Die österreichische Industriedesignerin will das Problem von Elektroschrott an der Wurzel packen – mit papierbasierten Bauteilen, die sich auflösen lassen. Sie hat PAPE – Paper Electronics – entwickelt, eine Produktfamilie, in denen Papier als Gehäuse oder Bauteil funktioniert.

Das Ergebnis: Router und Rauchmelder, die sich wie Löschpapier im Wasser auflösen – nur dass dabei kostbare Metalle zurückbleiben, die wiederverwendet werden können. „Die meisten elektronischen Produkte werden nicht so designt, dass sie recycelt werden können“, sagt Kerber. Dass die Teile wasserlöslich sind, vereinfacht nicht nur das Recycling, sondern leistet auch einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Kerbers Idee zeigt, wie Design zur Waffe gegen Umweltzerstörung werden kann.

Franziska Kerber, Tomorrow Shaper des Young Inventors Award, mit ihrem Produkt PAPE.
Franziska Kerber, Tomorrow Shaper des Young Inventors Award, mit ihrem Produkt PAPE | Foto: Epo

Young Inventors Prize wird im Juni verliehen

Eine unabhängige Jury hat die Preisträger:innen aus 450 Kandidat:innen ausgewählt. Die offizielle Preisverleihung findet am 18. Juni in Reykjavik statt und wird live weltweit übertragen. Die Jury vergibt im Rahmen dieser Veranstaltung auch drei Sonderpreise: den World Builders Preis für Innovationen rund um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, den Community Healers Preis für Projekte, die den Zugang zu wichtigen Ressourcen verbessern, und den Nature Guardians Preis für den Schutz von Natur und Ökosystemen. Außerdem kann das Publikum über eine öffentliche Online-Abstimmung den People’s Choice Prize verleihen. Alle Tomorrow Shapers erhalten 5.000 Euro, die drei Sonderpreisträger erhalten jeweils zusätzlich 15.000 Euro.

Andere Preisträger:innen

Neben Franziska Kerber bekamen neun weitere junge Talente aus aller Welt eine Auszeichnung – sie kommen unter anderem aus Uganda, Kolumbien, Frankreich und den USA. Ihre Innovationen reichen von CO₂-Speicherung über nachhaltige Flugzeugbauteile bis hin zu smarten Etiketten gegen Lebensmittelverschwendung.

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Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft
Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft

Während man sich im Individualverkehr in den vergangenen Jahren tendenziell von der Idee verabschiedet hat, bleibt Wasserstoff vor allem für Schwerverkehr, Flugverkehr und Industrie eine zentrale Wette in der Energiewende. Konkret grüner Wasserstoff, der mittels Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Mit einer 140-Megawatt-Anlage im niederösterreichischen Bruck an der Leitha will der heimische Energieriese OMV im Joint Venture mit Masdar aus Abu Dhabi eine der größten Anlagen Europas bauen (brutkasten berichtete zuletzt über eine Förderzusage durch die aws über 123 Mio. Euro).

Direkte Pipeline zur Raffinerie Schwechat

Ab Ende 2027 soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und diesen direkt über eine 22 Kilometer lange Pipeline in die OMV-Raffinerie Schwechat liefern. Dort wird dieser dann in der Produktion von Kraftstoffen und chemischen Produkten eingesetzt und soll die direkten Emissionen um zehn Prozent bzw. 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. „Die Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich ermöglicht es uns, den Einsatz nachhaltigerer Energie in unserer Produktion sowie für unsere innovativen Produkte zu erhöhen. Der Bau einer der größten Anlagen für grünen Wasserstoff in Europa ist ein wichtiger Meilenstein bei der Dekarbonisierung unserer industriellen Prozesse“, meint dazu Reinhard Florey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO von OMV.

EIB-Darlehen: Nehammer betont Bedeutung für Souveränität

Die Kosten für den Bau der Anlage in Bruck an der Leitha sind mit insgesamt 600 Millionen Euro veranschlagt. Nach der genannten Förderung durch die aws holt sich die OMV nun den größten Brocken des notwendigen Budgets – 450 Millionen Euro – in Form eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB). „Die Darlehenszusage der Europäischen Investitionsbank ist ein starkes Signal für das Vertrauen in die Transformationsstrategie von OMV und unsere Fähigkeit, Großprojekte umzusetzen, die zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen“, kommentiert Florey.

Reinhard Florey und Karl Nehammer beim Signing | (c) OMV Aktiengesellschaft

EIB-Vizepräsident und Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer betont in einem Statement die Relevanz für die europäische Souveränität. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein des Übergangs zu einem wettbewerbsfähigen, klimaneutralen und sicheren Energiesystem für Europa“, so Nehammer. „Diese Investition legt zudem den Grundstein für die künftige Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und unterstützt damit die Klima- und Energiesicherheitsziele der EU.“

OMV: „Netto-Null-Emissionen“-Ziel für 2050

Im Rahmen ihrer „Strategie 2030“ strebt die OMV bis Ende des Jahrzehnts eine Wasserstoff-Produktionskapazität von rund 900.000 Tonnen an. Dazu sind bereits kleinere Anlagen an verschiedenen europäischen Standorten in Betrieb. Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel) und hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil) befinden sich in Umsetzung. Bis 2050 hat sich der Konzern das Ziel „Netto-Null-Emissionen“ gesetzt.

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