21.02.2018

Green Rocket: Wiener App Snics erkennt Kalorien auf Food-Fotos

Man macht ein Foto vom Essen und die App sagt einem die Kalorien-Anzahl - das verspricht das Wiener Startup Snics. Nun wurde eine Green Rocket-Kampagne gestartet.
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snics - 360factory-Geschäftsführer Gerd Sumah
(c) Sascha van der Werf: 360factory-Geschäftsführer Gerd Sumah

„Ernährungstracking war bisher sehr aufwendig und komplex – obwohl bewusste, ausgewogene Ernährung sehr vielen Menschen am Herzen liegt“, schreibt das Wiener Startup 360factory, das die App snics betreibt, in einer Aussendung. Die Lösung will man mithilfe künstlicher Intelligenz bieten. Die App erkennt demnach über ihren Algorithmus den Kaloriengehalt von Mahlzeiten auf hochgeladenen Fotos. „So können User mit dem minimalen Aufwand von nur drei Minuten pro Tag ihre Ernährungsgewohnheiten tracken und dadurch verbessern“, heißt es weiter.

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Integration mit Bewegungs-Apps und Wearables

Konkret erkenne snics, um welche Mahlzeit es sich handelt und ermittle, anhand zugeordneter Rezepte, Kalorien und Nährwerte. Daraus erstellt die App ein detailliertes Protokoll. Die User haben zusätzlich die Möglichkeit, die ermittelten Angaben anzupassen und zu ergänzen. snics ermöglicht zudem die Integration von Bewegungsdaten aus mehreren Apps und Wearables. So liefere die App ein umfassenderes Bild zur eigenen Gesundheit, schreiben die Founder.

32 Mio. e-Health-App-User im DACH-Raum

Während man im B2B-Bereich bereits einige namhafte Kunden habe, stehe der Eintritt in den Endkonsumenten-Markt 2018 noch bevor. Und von dem erwartet man sich viel: „Das Bedürfnis, die eigene Gesundheit im Blick zu haben, ist definitiv gegeben: Allein im DACH-Raum nutzen 32 Mio. Menschen e-Health Apps“, sagt 360factory-Geschäftsführer Gerd Sumah.

snics auf Green Rocket

Nun soll über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Green Rocket zusätzliches Kapital hereinkommen. Sie startet am 21. Februar um 12:00 Uhr. Für qualifizierte partiarische Nachrangdarlehen erwartet Crowd-Investoren bis 7. März ein fixer Zinssatz in Höhe von 7 Prozent p.a.. Auf spätere Investments wird ein Zinssatz von 6 Prozent p.a. angewandt. Zusätzlich zu den fixen Zinsen sind die Anleger am Erfolg und einem möglichen Exit beteiligt. Vertragspartner ist die 360factory Gmbh, die Laufzeit beträgt fünfeinhalb Jahre.

+++ 250.000 Euro in vier Tagen: Crowdfunding für SONNENERDE auf GREEN ROCKET beendet +++


⇒ Zur Kampagne auf Green Rocket

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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