30.05.2025
ÜBERBLICK

Das waren die Startup-Investments in Österreich im Mai

Die Startup-Investment-Statistik sah für Österreich bekanntlich zuletzt nicht besonders gut aus. Der Mai 2025 zeigte sich dennoch als investmentstarker Monat.
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vlonru.: ecop, Flasher, Avancell und Kickscale zählen zu den Startups, die im Mai ein Investment verkündeten | (c) ecop / Flasher / Avancell / Michael Stabentheiner
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Einen Rückgang sowohl beim Volumen als auch bei der Anzahl der Investmentrunden vermeldete EY in seinem letzten „Startup Barometer“ für Österreich Ende des Vorjahrs. Schon davor hatte es Rückgänge gegeben, konkret seit Mitte 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der darauf folgenden multiplen Krise. Bekanntlich steckt Österreich auch – als Wachstums-Schlusslicht der EU – im dritten Jahr in der Rezession fest. Dennoch: Zumindest europaweit verbesserte sich die Stimmung der Startup-Investor:innen zuletzt wieder, wie der im April erschienene letzte „Venture Sentiment Index“ von Venionaire Capital zeigt.

Wie sich das auf die große Statistik auswirkt, wird erst die nächste Analyse am Ende des Halbjahres zeigen. Schon jetzt kann aber gesagt werden: Was die Anzahl der Investmentrunden österreichischer Startups angeht, über die brutkasten berichtete (hier zum Investment-Ticker), war der nun ablaufende Mai wieder durchaus stark. Hier ein Überblick:

10,5 Millionen Euro für ecop

Das größte Investment mit bekanntem Betrag holte sich das Wiener CleanTech-Scaleup ecop Technologies. Der Milliardenkonzern KSB stieg mit 10,5 Millionen Euro beim Unternehmen ein und sicherte sich damit 20 Prozent der Anteile. Ecop hat eine Rotationswärmepumpe entwickelt, die eine energieeffiziente Wärmerückgewinnung in der Industrie ermöglicht. 2022 hat sich das Startup schon einmal zehn Millionen Euro Investment geholt.

ecop
(c) Ecop

2,1 Millionen Euro für Kickscale

Wie der oben zitierte „Startup Barometer“ von EY bereits deutlich zeigte, gab es trotz allgemeinen Rückgangs ein Feld, in dem Startups mehr Kapital holen konnten: natürlich Künstliche Intelligenz. Eines der heimischen KI-Startups ist Kickscale. In seiner im Mai verkündeten Seed-Runde holte es sich 2,1 Millionen Euro. Den Lead übernahm dabei der aws Gründungsfonds. Zudem dabei waren der VC āltitude, Calm/Storm Ventures, der Carinthian Venture Fonds sowie einige Bestandsinvestoren dabei.

Die Kickscale Gründer (links nach rechts): Herwig Gangl (Berater), Markus Jenul (CMO), Gerald Zankl (CEO) und Fabian Riedlsperger (CTO) © Michael Stabentheiner
Die Kickscale Gründer (links nach rechts): Herwig Gangl (Berater), Markus Jenul (CMO), Gerald Zankl (CEO) und Fabian Riedlsperger (CTO) © Michael Stabentheiner

Siebenstellige Runde für Hydrosolid

Mit seinem neuartigen Wasserstoff-Speichersystem will Hydrosolid aus Niederösterreich eines der zentralen Probleme der Branche gelöst haben. Mit einem nicht genau bezifferten siebenstelligen „Pre-Seed-Investment“ (das Startup ist bereits vier Jahre alt) löste es nun wohl auch seinen aktuellen Kapitalbedarf. Das Geld kam von Erich Erber, Gründer der San Group.

Gründer von Hydrosolid (v.l.n.r.): Clemens Regehr, Lukas Renz, Merkur Smajlaj und Michael Renz © Hydrosolid

Zusage über eine Million Euro für SimVenture

Flugsimulatoren für Flugzeuge und Hubschrauber sind allgemein bekannt. SimVenture aus Grieskirchen in Oberösterreich baut einen Flugsimulator für Menschen. Eine aufwändige Aparatur in Kombination mit einer VR-Brille soll ein besonderes Erlebnis bieten. Damit überzeugte das Team in der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ die Juroren Matthias Muther und Andreas Jäger, jeweils 500.000 Euro Investment zuzusagen. Wie immer in der Show gilt jedoch: Zugesagt ist noch nicht investiert.

SimVenture: CEO Georg Schmiedl und Gründer Norman Eisenköck
SimVenture: CEO Georg Schmiedl und Gründer Norman Eisenköck | Foto: SimVenture

500.000 Euro für Ownerchip

Haustiere werden zwecks sicherer Identifikation schon lange gechippt. Das Wiener Startup OwnerChip setzt das Prinzip auf Kunst‑ und Luxusgüter um und legt mit einer manipulationssicheren blockchainbasierten Software noch eins drauf. Dafür gab es nun 500.000 Euro von Angels United als Wandeldarlehen.

(c) OwnerChip

225.000 Euro Zusage für Secubix

Geparkte Vespa kaputt – kein Hinweis auf den Verursacher. Dieses Problem veranlasste Secubix-Gründer Florian Gebauer ein System zu entwickeln, das genau diesem Fall vorbeugt. Im Fall von Erschütterung aktivieren sich Kameras, die Fahrerflüchtigen keine Chance lassen sollen. Alexander Schütz und Mathias Muther sagten dafür in der Show „2 Minuten 2 Millionen“ 225.000 Euro zu. Auch hier gilt: Fix ist das Investment erst, wenn es auch eingetragen ist.

Die Secubix-Gründer Elmas Libohova und Florian Gebauer
Die Secubix-Gründer Elmas Libohova und Florian Gebauer | Fotos: Secubix

Sechsstelliges Investment für Flasher

Von der Sicherheit des Eigentums zur Sicherheit von Personen. Das Grazer Startup Flasher will mit seinen Leuchtarmbändern die Sicherheit von Radfahrer:innen im Straßenverkehr erhöhen. Damit holte sich das Unternehmen nun ein sechsstelliges Investment durch die Zamani GmbH. 2023 hatte Flasher in der deutschen Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ bereits zwei bekannte Investoren an Bord holen können: Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel.

Das Flasher-Founder-Duo Alexander Rech und Ines Wöckl
Das Flasher-Founder-Duo Alexander Rech und Ines Wöckl | (c) Flasher

Sechsstelliges Investment für Everleaf

Auch das Wiener Startup Everleaf hat mit seinem vertikalen Indoor-Garten-System bereits einmal in einer Startup-Show überzeugt. Bei „2 Minuten 2 Millionen“ stieg damals Michael Grabner ein. Dieser beteiligte sich nun an einer weiteren Finanzierungsrunde in nicht genau bezifferter sechsstelliger Höhe.

Everleaf-Gründer Christophe Vermeersch | (c) Everleaf
Everleaf-Gründer Christophe Vermeersch | (c) Everleaf

Strategisches Investment für Avancell

Darüber, wie hoch das Investment für Avancell ist, ließ das auf Stammzellentherapie spezialisierte Wiener HealthTech-Startup die Öffentlichkeit im Unklaren. Das deutsche Unternehmen Meidrix Biomedical sicherte sich jedenfalls fünf Prozent der Anteile. Betont wurde bei dem Deal die strategische Partnerschaft, die die beiden Unternehmen miteinander eingehen.

2 der Gründer:innen: Dr. Angelika Reich und Doz. Dr. Patrick Weninger (c) Avancell
2 der Gründer:innen: Angelika Reich und Patrick Weninger |
(c) Avancell

Außer Konkurrenz I: Achtstelliges Investment für Mavie Next

Einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ mit der Aussicht auf rund 100 Millionen Euro bis 2030 gab es von der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien für Mavie Next. Es ist somit die größte Investmentrunde in Österreich im Mai. Bei Mavie Next handelt es sich allerdings um ein Corporate Startup von Uniqa – es wird in dieser Liste also außer Konkurrenz geführt.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit durch Mavie Next: Michael Höllerer, Generaldirektor Raiffeisen NÖ-Wien und Andreas Brandstetter, UNIQA Insurance Group AG
Michael Höllerer, Generaldirektor Raiffeisen NÖ-Wien und Andreas Brandstetter, UNIQA Insurance Group AG | Foto: Niklas Stadler

Außer Konkurrenz II: Weitere 12 Millionen Euro für OroraTech

Und noch ein Startup, das hier außer Konkurrenz geführt wird: OroraTech mit Sitz in München erweiterte seine Series-B-Runde aus dem Herbst um zusätzliche 12 Millionen Euro auf 37 Millionen Euro. Das Unternehmen, das mittels Satellitenbeobachtung Waldbrände frühzeitig erkennen kann, wurde vom Österreicher Thomas Grübler mitgegründet und hat mit Martin Langer einen weiteren Österreicher als CEO und CTO.

Das OroraTech-Führungsteam mit dem Kärntner Co-Founder Thomas Grübler (3.v.l.) | (c) OroraTech
Das OroraTech-Führungsteam mit dem Kärntner Co-Founder Thomas Grübler (3.v.l.) und CEO und CTO Martin Langer (m.) | (c) OroraTech
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Der US-amerikanische Audiokonzern Bose Corporation hat die vollständige Übernahme der Wiener StreamUnlimited Engineering GmbH bekannt gegeben. Das 2005 gegründete Technologieunternehmen hat sich auf die Entwicklung von Streaming-Softwareplattformen und Hardwaremodulen für vernetzte Audio- und Smart-Home-Produkte spezialisiert. Nun übernimmt Bose das Wiener Unternehmen, das bereits im Jahr 2017 41,07% seiner Anteile an Google verkauft hatte – brutkasten berichtete. Über die finanziellen Details der aktuellen Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Ausbau des B2B-Geschäfts

Durch den Zukauf will Bose laut Aussendung seine eigenen Audiotechnologien tiefer in Geräten von Drittanbietern und fremden Ökosystemen verankern. Die Softwarelösungen der Wiener Schmiede kommen herstellerübergreifend in Consumer-Produkten wie Smartphones, Wearables und Multiroom-Systemen zum Einsatz. Nick Smith, Chief Strategy Officer bei Bose, betont die strategische Rolle des Zukaufs: „StreamUnlimited hat eine vertrauenswürdige Position im Zentrum der Koordinationsschicht aufgebaut, in der Interaktionen zwischen Geräten definiert und orchestriert werden.“

Unabhängigkeit und Expansion

Trotz der Übernahme soll StreamUnlimited als eigenständige Einheit weitergeführt werden. Das Unternehmen beschäftigt aktuell mehr als 100 Mitarbeitende an den Standorten Wien, Bratislava, Shenzhen und Osaka. Das bestehende Kundengeschäft wird laut Angaben der Beteiligten unverändert fortgeführt. Zudem soll die Plattform auch in Zukunft offen und interoperabel für die Integration von Technologien anderer Anbieter bleiben.

Frits Wittgrefe, CEO von StreamUnlimited, sieht durch die Partnerschaft neue Möglichkeiten zur Skalierung: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Bose, um das Angebot von StreamUnlimited zu erweitern.“ CTO Markus Rutz ergänzt, dass das Hauptpotenzial in der Weiterentwicklung der System-Orchestrierung und in KI-gesteuerten Audio-Ökosystemen liege.

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