27.03.2023

character.ai: AI-Chatbot-Startup wird trotz bislang null Umsatz Unicorn

Character.ai funktioniert wie ChatGPT, bloß, dass man aus einer Vielzahl an bekannten lebenden, historischen oder fiktiven Gesprächspartner:innen auswählen kann.
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Eine Konversation mit der Elon Musk AI | Screenshot: character.ai
Eine Konversation mit der Elon Musk AI | Screenshot: character.ai

Ein Chat mit Sokrates, Albert Einstein oder Napoleon Bonarparte? Oder lieber mit Billie Eilish, Taylor Swift oder Ariana Grande? Vielleicht doch mit Elon Musk, Jeff Bezos oder Bill Gates? Oder was ganz anderes: Tony Stark, Wednesday Adams oder gar Super Mario? Alles kein Problem! Die Conversational AI des US-Startups character.ai macht es möglich. Die Beta-Version ist ohne Login zugänglich: einfach eine:n Chatparter:in auswählen und im ChatGPT-Stil loslegen.

Selbst entwickelter AI-Algorithmus – Gründer sind Ex-Google-Developer

Dergleichen hat man seit Beginn des Booms rund um ChatGPT natürlich schon zur Genüge gesehen. Doch character.ai sticht heraus. Erstens nutzt das Startup nämlich nicht, wie die meisten anderen, den GPT-Algorithmus von Open AI, sondern hat eine eigene KI entwickelt. Die Gründer, Noam Shazeer und Daniel De Freitas, sind ehemalige Google-Entwickler. Zweitens konnte das 2021 gegründete Unternehmen eine sogar für AI-Boom-Verhältnisse beachtliche Seed-Finanzierungsrunde aufstellen.

Andreessen Horowitz macht character.ai zum (umsatzlosen) Unicorn

Character.ai holte nicht weniger als 150 Millionen US-Dollar zu einer Unicorn-Bewertung von einer Milliarde US-Dollar, wie unter anderem Reuters berichtete. Und das, obwohl das Unternehmen bislang keinen einzigen Cent Umsatz gemacht hat. Den Investoren kann man dabei gewiss keine mangelnde Professionalität vorwerfen: Den Lead übernahm mit Andreessen Horowitz einer der bekanntesten und erfolgreichsten VCs des Planeten.

Abo-Modell geplant

Natürlich gab es das Kapital nur, weil die Gründer einen Plan zur künftigen Umsatzgenerierung darlegten. „In naher Zukunft“ soll ein Abo-Modell angeboten werden, die character.ai-Gratis-Version soll aber weiterlaufen. Ein andres AI-Chatbot-Startup macht bereits genau das vor: Replika konnte mit einem Abo-Modell um 70 Dollar pro Jahr nach eigenen Angaben bislang 250.000 zahlende Kund:innen gewinnen.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
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Das Doppel-Budget für 2027 und 2028 wurde gestern vom Ministerrat vorgelegt und mit ihm gab es auch Neuigkeiten zum geplanten Dachfonds. Dieser scheint als „Start-up & Scale-up Dachfonds“ in den Bundesfinanzgesetzen 2027 und 2028 auf, bei einem nicht unwesentlichen Detail schaffen die Gesetzestexte und ihre Beilagen aber keine Klarheit, wie brutkasten berichtete.

Begleitend zum Budget-Entwurf erneuerte Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nämlich die Ansage, dass „bis zu 100 Millionen Euro“ Ankerinvestment durch den Bund für den Fonds vorgesehen sind. Als Budget-Posten scheinen diese aber nicht auf. Auch der Zusatz „bis zu“ schafft einen gewissen Spielraum.

„Aus Rückflüssen aus aws-Mitteln finanziert“

Wo also kommen die geplanten 100 Millionen Euro her und wovon hängt es ab, ob der gesamte Betrag zustande kommt? Brutkasten fragte im Rahmen einer Presseveranstaltung bei Staatssekretärin Zehetner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer nach.

Die Antwort: „Das Ankerinvestment wird aus Rückflüssen aus aws-Mitteln über die nächsten vier Jahre finanziert“, so Zehetner. Die Mittel für die aws werden im aktuellen Doppel-Budget auch erhöht, ergänzt Hattmannsdorfer.

Höhe des Ankerinvestments von aufgestelltem Kapital abhängig

100 Millionen Euro Ankerinvestment werden es nur dann, wenn das noch zu ermittelnde Fondsmanagement, mit dessen Ausschreibung die aws aktuell betraut ist, ausreichend Mittel für den Dachfonds aufstellt, erklärt Zehetner weiter: „Wir haben immer gesagt, dass wir nicht mehr als 20 Prozent hineinstecken.“ Sprich: Je mehr Kapital von Limited Partners in den Fonds fließt, umso mehr legt der Bund nach. Werden die gesamten anvisierten 400 externen Millionen aufgestellt, wächst auch das Ankerinvestment auf die vollen 100 Millionen Euro – so der Plan.

In Sachen Zeithorizont ist bislang klar: Bis Ende 2027 soll das erste Closing des „Start-up & Scale-up Dachfonds“ abgeschlossen sein, sodass dieser zu investieren beginnen kann. Mit der Aufteilung der Bundesmittel auf geplante vier Jahre scheint auch die anvisierte Deadline für das finale Closing zu stehen.

„Auch so auf einem guten Weg zu einem weiteren Einhorn“

Ein weiteres spannendes Detail im Gesetzestext, über das brutkasten gestern berichtete: Als quantitatives Ziel wurde auch die Steigerung der Unicorn-Zahl in Österreich gesetzlich festgeschrieben. 2027 und 2028 soll jeweils eines hinzukommen. Doch wie kann der Dachfonds bereits kommendes Jahr für ein weiteres Einhorn sorgen, wenn er erst an dessen Ende zu investieren beginnt? „Wir sind auch so auf einem guten Weg zu einem weiteren Einhorn“, so die Staatssekretärin. Der Dachfonds soll diese Entwicklung später beschleunigen.

Öbag-Strategie: OMV und Co sollen Startup-Ökosysteme aufbauen

Doch dieser sei nicht die einzige Maßnahme, hakt Hattmannsdorfer ein. Er verweist auf die Industriestrategie. „Hier sind auch eigene Förderungen zur Entstehung von Startups und Scaleups im Umfeld von Leitbetrieben vorgesehen“, so der Minister. Auch in der Öbag-Strategie (brutkasten berichtete) habe man entsprechende Zielsetzungen verankert: „Die Öbag-Betriebe haben den Auftrag, Ökosysteme für Startups und Scaleups zu schaffen“, so Hattmannsdorfer. So wie es Verbund mit Verbund X bereits umgesetzt habe, sollen zukünftig etwa auch die OMV und andere entsprechende Programme umsetzen.

Und Zehetner führt noch weitere Punkte an. Auch in der öffentlichen Beschaffung setze man Maßnahmen, von denen Startups und Scaleups profitieren sollen. „Und das schon im Regierungsprogramm verankerte Commitment zur Gleichstellung immaterieller Vermögensgüter in der Bilanz ist ebenfalls ein wichtiger Schritt“, so die Staatssekretärin. Das wiederum soll auch beim Erlangen höherer Unternehmensbewertungen helfen.

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