“Sind in einen Zug ohne Sitze und ohne Fenster eingestiegen”: Kompany-Co-Founderin Johanna Konrad

DAS LEBEN NACH DEM EXIT

Ende 2021 verkündete das Wiener RegTech-Startup Kompany seinen Exit an Moody’s Analytics, einem Tochterunternehmen der weltweit bekannten US-Ratingagentur. Geplant war der Verkauf allerdings zunächst nicht, wie Mitgründerin Johanna Konrad erzählt. Ursprünglich wollte das Startup eine weitere Finanzierungsrunde aufnehmen. 

In der neuen Folge von “Das Leben nach dem Exit” erläutert Konrad, warum es doch zum Verkauf kam, was sich für sie und kompany geändert hat, seit das Unternehmen nun Teil von Moody’s ist – und was ihre Learnings aus der Startup-Zeit sind. Außerdem spricht Konrad über ihre eigenen Investments und die Vereinbarkeit von Familie und Startup-Leben.


Um diese Themen geht es im Videotalk:

Entscheidungsprozess zum Exit:

  • Der Exit war nicht geplant; das Unternehmen befand sich in einer Finanzierungsrunde.
  • Erstkontakt und schnelle Fortschritte in Gesprächen mit Moody’s Analytics wegen eines guten strategischen Fits.
  • Entscheidungsfindung beeinflusst durch die Einsicht, das Produktangebot durch den Zusammenschluss signifikant erweitern zu können.

Emotionale und praktische Aspekte des Exit-Prozesses:

  • Emotional war der Entscheidungsprozess kein Rollercoaster, aber es gab Überlegungen über den richtigen Zeitpunkt und Wehmut beim Gedanken an die Übergabe des “Babys”.
  • Unterstützung von einer Investmentbank für den Exit, jedoch blieben viele inhaltliche Aspekte in der Verantwortung des Gründerteams.

Unterschrift und Abschluss des Deals:

  • Das Signing war ein emotional ambivalenter Moment; Erleichterung mischte sich mit dem Gefühl des Abschieds.
  • Der Abschluss (Closing) des Deals war unspektakulär und markierte den Beginn der Integrationsphase in das Käuferunternehmen.

Integration und Arbeit nach dem Exit:

  • Teilweise Unsicherheit, aber dann positives Feedback des Teams zum Exit und Motivation, in einem größeren, stabilen Umfeld zu arbeiten.
  • Der Übergang ins Corporate Leben war eine Anpassung, die aber durch das gemeinsame Weiterbauen am Produkt erleichtert wurde.
  • Die Arbeit ist intensiv geblieben, aber mit einem Gefühl der Unbeschwertheit, da Ressourcen effizienter eingesetzt werden können.

Persönliche Entwicklungen und Investitionen nach dem Exit:

  • Keine existenziellen Sorgen mehr; der Exit bot die Möglichkeit, sich neuen Projekten zu widmen und Erfahrungen weiterzugeben.
  • Engagements als Investorin in Startups, besonders in den Bereichen FinTech und HealthTech, neben der beruflichen Haupttätigkeit.

Lebens- und Arbeitsbalance:

  • Johanna Konrad reflektiert über den Balanceakt zwischen Berufs- und Privatleben, insbesondere im Kontext von Startup-Engagement und Familie.
  • Die flexible Gestaltung der Arbeitszeiten in der Startup-Welt wurde als Vorteil hervorgehoben, der eine bessere Vereinbarkeit ermöglicht.

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