Blockpit bekommt Millioneninvest von Elevator Ventures – Wimmer und Schausberger im Talk

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Warum investiert Elevator Ventures mehrere Millionen Euro in das Linzer Krypto-Start-up Blockpit? Um diese Frage geht es im brutkasten-Talk mit Florian Wimmer, CEO und Co-Founder von Blockpit, und Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures. 

Wimmer spricht über die steigende Nachfrage nach Steuersoftware und Herkunftsnachweisen im Krypto-Bereich sowie die besondere Rolle der europäischen Regulierung. Schausberger erklärt, warum Banken und VC-Fonds gerade jetzt auf solche Lösungen setzen und wie Kooperationen zwischen traditionellen Finanzinstituten und Krypto-Playern funktionieren. Außerdem geht es um die Expansion in weitere Märkte und den möglichen Einfluss politischer Entwicklungen auf den internationalen Kryptosektor.


Um diese Themen geht es im Videotalk:

1. Zustandekommen des Investments

  • Florian Wimmer und Maximilian Schausberger berichten, dass sie sich vor sechs oder sieben Jahren beim Pioneers Festival kennengelernt haben und seitdem in Austausch standen.
  • Beide betonen, dass es für ein Investment zunächst noch keinen passenden Zeitpunkt gab, bis sich Ende des letzten Jahres schnell Synergien ergaben.
  • Die Verhandlungen dauerten laut Wimmer nicht einmal zweieinhalb Monate, obwohl Blockpit „nicht aktiv ein Investment gesucht“ habe.

2. Regulatorische Entwicklungen

  • MiCA (Markets in Crypto-Assets) schafft einen rechtlichen Rahmen, der institutionellen Anlegern den Einstieg in den Kryptobereich erleichtert.
  • In Österreich wird ein Teil der Krypto-Steuern automatisch durch Plattformen wie Bitpanda abgezogen, was jedoch nur bestimmte Assets betrifft und bei gemischten Portfolios zusätzliche Schritte erfordert.
  • Ab 2026 gilt das Crypto Asset Reporting Framework, das Börsen verpflichtet, Transaktions- und KYC-Daten an Behörden zu melden. Blockpit sieht darin einen Anstieg bei Nutzern, die Steuern korrekt abführen.

3. Blockpits Produkt- und Unternehmensfokus

  • Die Software von Blockpit erstellt Steuerreports für Krypto-Transaktionen und soll künftig auch lückenlose Mittelherkunftsnachweise ermöglichen.
  • Wimmer betont, dass sich der Schwerpunkt klar auf Europa richtet; das Unternehmen ist bereits in zehn Ländern aktiv und plant eine stärkere Präsenz in Osteuropa.
  • Blockpit blickt nach eigenen Angaben auf „sieben Jahre mit Ups and Downs“ zurück, sieht sich inzwischen profitabel und will die Investitionssumme nutzen, um Produkt und Märkte weiter auszubauen.

4. Schnittstelle zwischen Bankensektor und Krypto

  • Laut Schausberger suchen Banken und Investoren im Zuge der Regulatorik zunehmend nach sicheren Lösungen für Krypto-Assets.
  • Elevator Ventures, als VC-Arm der Raiffeisenbank International, will den Brückenschlag zwischen traditionellem Finanzsystem und Kryptobranche vorantreiben.
  • Wimmer sieht in dieser Zusammenarbeit einen Vorteil für Blockpit, da die Bankenwelt einen etablierten Zugang zu Großkunden und institutionellen Partnern hat.

5. Internationale Perspektiven

  • In den USA diskutieren politische Akteure über mögliche Steuererleichterungen und eine strategische Bitcoin-Reserve, was für zusätzliche Unsicherheit und häufige Kurswechsel sorgt.
  • Europa verfolgt eine regulierte Linie, die laut Schausberger und Wimmer langfristig Klarheit schafft und institutionellen Beteiligten Sicherheit bietet.
  • Der Markt könnte sich global weiter öffnen, wenn Regierungen Bitcoin und Co. als eigene Reserve oder Anlageklasse anerkennen, was laut Wimmer die Nachfrage nach Compliance-Lösungen weiter steigern würde.

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