01.06.2023

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

Nicht einmal zehn Prozent der Milliardäre weltweit sind unter 50. Das und mehr zeigt eine aktuelle Auswertung.
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Milliardär - Mit seinen 92 Jahren ist Warren Buffet das Sinnbild eines alten weißen Milliardärs | (c) White House
Mit seinen 92 Jahren ist Warren Buffet das Sinnbild eines alten weißen Milliardärs | (c) White House

„28-jähriger Selfmade-Milliardär kauft Forbes“ – so lautete eine brutkasten-Headline Mitte Mai. Statistisch gesehen ist der besagte Unternehmer, Luminar-Gründer Austin Russell, eine Ausnahme – wie auch andere vergleichsweise junge Superreiche, etwa Mark Zuckerberg. Denn laut einer aktuellen statistischen Auswertung (Daten Stand Ende 2022) des US-Unternehmens Altrata, über die CNBC berichtet, beträgt das Durchschnittsalter der Milliardär:innen der Welt nicht gerade knusprige 67 Jahre. Weniger als zehn Prozent davon sind unter 50, aber 42 Prozent über 70. In einer anderen Hinsicht ist Russell dagegen ein denkbar gewöhnlicher Milliardär: Wie er sind 87,5 Prozent davon Männer. Bei den Frauen ist der Anteil der unter 50-Jährigen mit 18 Prozent deutlich höher als bei den Männern.

Wer nicht erbt, braucht für gewöhnlich sehr lange

Das in Medien gezeichnete Bild sei trügerisch, wird in der Studie ausgeführt. Während (verhältnismäßig) junge Tech-Milliardär:innen die Berichterstattung dominieren, ist das Median-Alter der Milliardär:innen in den vergangenen fünf Jahren sogar etwas gestiegen. Dazu Altrata-Expertin Maya Imberg gegenüber CNBC: „Viele der jüngeren Milliardär:innen haben ihren Reichtum in der Tech-Branche erworben, die einen schnellen Vermögensaufbau ermöglicht und viel Aufmerksamkeit in den Medien erhält. Aber die meisten brauchen eine lange Zeit, um Reichtum aufzubauen, es sei denn, er wird geerbt. Die überwiegende Mehrheit der Menschen braucht ein ganzes Geschäftsleben, um ein solches Vermögen zu schaffen“.

Finance über alle Altersgruppen hinweg dominierende Branche

Die Branchen-Unterschiede zwischen jungen und alten Milliardär:innen sind auch in der Statistik klar ablesbar, obgleich eine Branche in allen Altersgruppen dominiert: Von den unter 50-Jährigen sind 21 Prozent dem Finance- und 20 Prozent dem Tech-Bereich zuzuordnen. Bei den Milliardär:innen zwischen 50 und 70 Jahren dominieren Finance (24 Prozent) und Industrie (8,3 Prozent). Bei den über 70-Jährigen sind es Finance (18 Prozent), Misch-Konzerne (11 Prozent) und Immobilien (8,3 Prozent).

USA in Milliardär-Statistik weit vorne, China auf Platz 2

Zuletzt ging die weltweite Anzahl der Milliardär:innen erstmals seit 2018 leicht zurück. Geografisch dominieren nach wie vor klar die USA mit 955 Superreichen vor China mit 357. Im Städte-Ranking führt New York mit 136 Milliardär:innen vor Hongkong (112), San Francisco (84), Moskau (76) und London (75). Dazu Expertin Imberg: „Vor zehn Jahren hat die Städteliste noch anders ausgesehen. Inzwischen sind einige chinesische Städte und Städte außerhalb der USA darauf.“

Aktuelle Forbes Top 10 Milliardäre (ohne „:innen“) mit Alter:

PlatzNameAlterLandVermögen
1.Bernard Arnault74Frankreich220,6 Mrd. Dollar
2.Elon Musk51USA187,5 Mrd. Dollar
3.Jeff Bezos59USA137,8 Mrd. Dollar
4.Larry Ellison78USA129,5 Mrd. Dollar
5.Bill Gates67USA114,0 Mrd. Dollar
6.Warren Buffett92USA111,0 Mrd. Dollar
7.Larry Page50USA105,0 Mrd. Dollar
8.Steve Ballmer67USA100,3 Mrd. Dollar
9.Sergey Brin49USA99,7 Mrd. Dollar
10.Carlos Slim Helu und Familie83Mexiko96,6 Mrd. Dollar
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30.10.2026

Zwischen „Tagespresse-Meldung“ und „großer Chance“: Das sagt die Szene zum geplanten KI-Zentrum in Wien

Die Pläne der Bundesregierung für ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der UNO in Wien stoßen in der heimischen Tech- und Startup-Szene auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige darin eine Chance sehen, Österreich als internationalen Standort für KI-Governance und Innovation zu stärken, hinterfragen andere den konkreten Nutzen und kritisieren die politischen Prioritäten. Ein Überblick.
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30.10.2026

Zwischen „Tagespresse-Meldung“ und „großer Chance“: Das sagt die Szene zum geplanten KI-Zentrum in Wien

Die Pläne der Bundesregierung für ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der UNO in Wien stoßen in der heimischen Tech- und Startup-Szene auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige darin eine Chance sehen, Österreich als internationalen Standort für KI-Governance und Innovation zu stärken, hinterfragen andere den konkreten Nutzen und kritisieren die politischen Prioritäten. Ein Überblick.
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KI-Rechenzentrum Wien, UNO, UNO-Rechenzentrum
(v.l.o.) Manuel Mofidian, Mic Hirschbrich, Julia Eisner, Alexandra Ciarnau, (v.l.u.) Carina Zehetmaier, Jeanette Gorzala und Clemens Wasner. © Canva/Armin Hubner, zVg/ Women in AI/LinkedIn/paiper.one/Enlite.AI

Am Mittwoch schlug die Bundesregierung ein internationales KI-Zentrum in Wien vor. Es soll unter dem Dach der UNO angesiedelt werden und Staaten, Wissenschaft sowie Wirtschaft zusammenbringen, um das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu erforschen und gemeinsame Standards zu entwickeln – brutkasten berichtete.


Wir haben uns in der heimischen Startup-Szene zu diesem Vorhaben umgehört und gemerkt, dass die Meinungen variieren: Es fallen Begriffe wie „Virtue Signalling“, globale KI-Governance, Antwort auf eine zentrale Machtfrage, Mehrwert und „Capacity-Building“.

Zehetmaier: „KI-Governance global denken“

Als ehemalige Vertreterin Österreichs und der EU bei der UNO in Genf weiß Carina Zehetmaier aus eigener Erfahrung, wie wichtig ein gemeinsamer Ort für die globale Zusammenarbeit zwischen Staaten sei.

„Die UNO hat mit dem Independent International Scientific Panel on AI und dem Global Dialogue on AI Governance bereits zwei wichtige Mechanismen für die globale KI-Governance geschaffen. Der erste ‚Global Dialogue‘ fand im Juli 2026 in Genf statt, womit die Stadt wichtige Vorarbeit geleistet hat. Wien besitzt nun die besten Voraussetzungen, um diese internationale Zusammenarbeit weiterzuentwickeln“, sagt die Vorsitzende der „Arbeitsgruppe 42“ bei Austrian Standards.

KI-Governance müsse ihr zufolge global gedacht werden – nicht nur aus der Perspektive einer einzelnen Region: „Gerade bei den leistungsfähigsten KI-Modellen brauchen wir internationale Zusammenarbeit, unabhängige Prüfungen und klare Verantwortlichkeiten. Als Gründerin von Humably – einem Startup, das Organisationen bei der verantwortungsvollen Entwicklung sowie beim Einsatz von KI unterstützt und Ausbildungsformate zur Stärkung menschlicher Aufsicht entwickelt – sehe ich sehr deutlich, wie wichtig es ist, Governance von Anfang an mitzudenken.“

Metriken und Evaluierungsmethoden

Dementsprechend bleibe es entscheidend, dass ein solches Zentrum — wie in Wien angedacht — nicht nur den globalen Dialog ermögliche, sondern konkrete Wirkung entfalte: durch unabhängige Prüfungen leistungsfähiger KI-Modelle sowie die systematische Erfassung und Untersuchung schwerwiegender Vorfälle, betont Zehetmaier.

„Darüber hinaus sollten wir international vergleichbare Metriken und Evaluierungsmethoden entwickeln, um auch die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI systematisch zu untersuchen – etwa auf Grundrechte, Chancengerechtigkeit, Diskriminierung, Umwelt, Arbeitsmarkt und demokratische Prozesse. Denn wir müssen nicht nur wissen, ob ein KI-Modell sicher funktioniert, sondern auch, welche Folgen sein Einsatz für Menschen und Gesellschaften hat.“

Für Österreich sieht sie in einem solchen Zentrum einen enormen Gewinn – volkswirtschaftlich, für den Innovationsstandort und für die internationale Rolle der Republik. „Es könnte hochqualifizierte Talente aus aller Welt nach Wien bringen, internationale Expertise bündeln und Österreich als Standort für die Gestaltung globaler KI-Governance stärken“, meint die KI-Expertin.

Wien als vielfältiges Ökosystem

Die Hauptstadt hätte dafür bereits ein vielfältiges Ökosystem aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen: Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA), die EU-Agentur für Grundrechte (FRA) oder das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers).

Dazu kämen Forschungsprojekte wie FAIR-AI, Vereine wie Women in AI Austria und AI Austria und politisch gestützte Initiativen wie ShegoesAI, die Diversität und gesellschaftliche Teilhabe in der KI vorantrieben: „Wir haben somit ein Ökosystem, in dem Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Standardisierung und Zivilgesellschaft bereits heute an der verantwortungsvollen Gestaltung von KI arbeiten.“

Digitaler Humanismus

Was Wien darüber hinaus besonders auszeichne, sei seine Tradition des Digitalen Humanismus.

„Ein Beispiel dafür ist das von Prof. Sarah Spiekermann-Hoff an der WU Wien entwickelte ‚Value-based Engineering‘, welches Werte systematisch in die Technologieentwicklung integriert. Damit existiert hierzulande ein starkes Fundament, um technologische Innovation mit Grundrechten und demokratischen Werten zusammenzudenken. Genau diese Perspektive sollte auch in der globalen KI-Governance eine zentrale Rolle spielen“, sagt Zehetmaier.

Wasner: „Schlechtes Timing“

Eine abweichende Meinung zu diesem Thema hat Clemens Wasner, Gründer von enlite.ai. Er sieht diesen Vorschlag als „typisch österreichisches Virtue Signalling“, also das öffentliche Zurschaustellen moralischer Werte.

„Im ersten Moment dachte ich, es handelt sich dabei um eine Tagespresse-Meldung“, sagt er. „Man hat das Gefühl, dass das Land den Bedeutungsverlust seit der Ära Kreisky nie ganz verwunden hat und deshalb immer wieder nach internationaler Bühne sucht. Wie schon beim Sitz im UN-Sicherheitsrat oder den täglichen Erasmus-Meldungen aus dem Außenministerium zeigt sich, dass die Regierung Schwierigkeiten hat, ihre Prioritäten richtig zu setzen. Dabei liegen diese auf der Hand: Budget und Wirtschaft fixen, ‚Ease of Doing Business‘ verbessern, Forschung und Innovation fördern. ‚Virtue Signalling‘ ist keine Standortpolitik. Ein UN-Kooperationszentrum bringt weder Investitionen noch Rechenkapazität noch Gründungen ins Land.“

Wasner sieht zudem vor allem das Timing dieses Vorschlags als „besonders unglücklich“ an: „Nur eine Woche nach der Ankündigung drastischer Kürzungen bei den Universitätsbudgets wirkt das ziemlich realitätsfern. Man fragt sich, ob die Regierung die richtigen Berater hat, wenn sie sich ausgerechnet bei jener Community Pluspunkte holen will, die sie künftig unterfinanzieren wird. Die Zeit wäre besser investiert in Themen, für die die Menschen diese Regierung tatsächlich gewählt haben. Die Niederlande haben gestern angekündigt mithilfe von KI 25.000 Beamte einzusparen zu wollen, Österreich will Brownie-Points (Anm.: zynischer Ausdruck, um sich bei Autoritäten einzuschmeicheln) sammeln.“

Gorzala: „Strategische Antwort auf zentrale Machtfrage unserer Zeit“

CEO und Founderin von Act AI Now und stellvertretende Vorsitzende des KI-Beirats der österreichischen Bundesregierung Jeannette Gorzala meint, dass die Skalierung exponentieller Technologien schlicht nach einer neuen geopolitischen Architektur verlange.

„Der Vorstoß, ein UN-Zentrum für KI-Kooperation in Wien anzusiedeln, ist eine strategische Antwort auf die zentrale Machtfrage unserer Zeit: Wie sichern wir Kontrolle, wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit unsere Institutionen längst herausfordert?“

Wien bringe hierzu entscheidende Assets mit: „Etwa die etablierte multilaterale Infrastruktur eines UN-Sitzes, diplomatische Reichweite und die Tradition des digitalen Humanismus. Das Fundament ist da. Jetzt geht es darum, daraus einen globalen Hub für KI-Sicherheit und verantwortungsvolle Innovation zu formen“, sagt sie.

Diplomatie dürfe jedoch nicht zum Synonym für Langsamkeit werden. „Im Zeitalter immer leistungsfähigerer KI-Modelle ist ein institutioneller Debattierclub ohne operative Wirkung keine Lösung. Die Zukunft von KI-Technologie ist global. Ihre Sicherheit auch. Wien kann der Ort sein, an dem aus globaler Konkurrenz gemeinsame Verantwortung wird.“

Women in AI: „Mehrwert in internationaler Koordination“

Alexandra Ciarnau, Präsidentin, und Julia Eisner, Vizepräsidentin Women in AI, stehen dem Vorschlag der Regierung grundsätzlich positiv gegenüber. „Wenn es ein KI-Zentrum unter dem Dach der UNO wird, könnte der Mehrwert vor allem in internationaler Koordination, wissenschaftlicher Zusammenarbeit, Governance und ‚Capacity Building‘ liegen“, sagen sie. „Ein reines KI-Rechenzentrum wäre zu wenig und da stellt sich die Kosten-Nutzen-Frage. Das beginnt beim Infrastruktur-Ausbau und geht bis hin zu höheren Energiepreisen für Haushalte.“

Österreichs Pläne für ein internationales KI-Zentrum sollten ihrer Ansicht nach nicht allein als technische Sicherheitsfrage gesehen werden. Ebenso wichtig sei der Blick auf vertrauenswürdige und verantwortungsvolle KI.

„Außerdem ist fraglich, welche Aufgaben, Ressourcen und Entscheidungsbefugnisse das Zentrum tatsächlich erhalten soll. Wichtig wäre, dass es bestehende internationale Initiativen sinnvoll ergänzt und nicht lediglich eine zusätzliche institutionelle Ebene schafft“, sagen sie. „Ebenso braucht es transparente Entscheidungsprozesse, wissenschaftliche Unabhängigkeit und eine breite Beteiligung unterschiedlicher Akteur:innen.“

„Zivilgesellschaft einbinden“

Dabei müsse Österreich nicht bei null beginnen. Das Land verfüge über eine vielfältige Forschungslandschaft, europäisch vernetzte KI-Infrastrukturen und Initiativen wie die AI Factory Austria.

Diese Strukturen sollten der Women-in-AI-Führung nach von Anfang an strategisch eingebunden werden. Ein internationales Zentrum müsste dabei auf vorhandenen Stärken aufbauen und sie miteinander verbinden, raten sie.

„KI-Governance darf nicht ausschließlich von Regierungen, großen Technologieunternehmen und technischen Expert:innen geprägt werden“, so ihr Appell. „Auch die Zivilgesellschaft, unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und insbesondere bisher unterrepräsentierte Gruppen müssen eingebunden werden. Diversität ist dabei nicht nur eine Frage der Repräsentation, sondern auch der Qualität von Entscheidungen: Unterschiedliche Perspektiven helfen, gesellschaftliche Risiken, Diskriminierung und ungleiche Auswirkungen von KI frühzeitig zu erkennen.“

Hirschbrich: „Verankerung im diplomatischen Gefüge“

Mic Hirschbrich, Co-Founder von Apollo.ai sieht in diesem Vorhaben den Vorteil zusätzlicher Sichtbarkeit und eines breiteren Zugangs zu einem zentralen Thema unserer Zeit. „Es ist eine weitere Absicherung der Verankerung unseres Landes im diplomatischen Gefüge“, sagt er.

„Dazu werden wir im KI-Bereich die kommenden Jahre sehr viel Anstrengung brauchen. Ein Grundset globaler Spielregeln scheint mir fast noch bedeutender zu sein, als nationale oder kontinentale Alleingänge bei der KI-Regulierung. Als Land haben wir nach IAEO und Co. sicher die notwendige Glaubwürdigkeit und hätten damit dauerhaft wichtige KI-Player im Land, was sich auch auf den Standort positiv auswirken wird.“

Mofidian: „Einfluss nehmen“

Wirtschafts- und Tech-Anwalt Manuel Mofidian glaubt, dass Wien für die Entwicklung neuer Ansätze globaler KI-Governance eine „außergewöhnlich gute Ausgangsposition“ hat.

„Wir sind einer von vier großen Amtssitzen der Vereinten Nationen weltweit und der einzige innerhalb der Europäischen Union“, sagt er. „Hier treffen internationale Diplomatie, jahrzehntelange europäische Erfahrung mit Supranationalität und die österreichische Tradition der Neutralität aufeinander. Dazu kommt, dass Wien bereits ein international anerkannter Standort für die Bewältigung globaler technologischer Risiken ist. Denken wir nur an die Internationale Atomenergie-Organisation, die IAEA, die hier internationale Standards für nukleare Sicherheit entwickelt. Österreich hat bereits bewiesen, dass es durch Diplomatie, internationale Institutionen und politische Initiative weit über seine Größe hinaus Einfluss nehmen kann.“

Neutralität als Stärke für Glaubwürdigkeit

Auch sollte man Österreichs Neutralität wieder stärker als außenpolitische Stärke begreifen.

„Wenn die Neutralität, derzeit teils heiß diskutiert, weiterhin dem politischen Willen der österreichischen Bevölkerung entspricht, sollten wir sie nicht als eine Art politisches Sorglos-Paket verstehen, das uns vor den Konflikten der Welt bewahrt“, sagt er. Vielmehr könne sie dem Land bei globalen Herausforderungen helfen, als glaubwürdiger Initiator und Vermittler ernst genommen zu werden.

„Gerade bei Künstlicher Intelligenz sehe ich hier eine große Chance. Wir sprechen über ein potenziell wesentlich umfassenderes globales Risikofeld als etwa in der internationalen Luftfahrt. KI kann praktisch sämtliche digitalisierten Bereiche unserer Gesellschaft betreffen“, mahnt Mofidian.

Und er ergänzt: „Gleichzeitig zeigen uns die vergangenen Jahre, wie schnell klassische internationale Kooperationsmechanismen an ihre Grenzen stoßen, wenn fundamentale nationale Interessen aufeinanderprallen. Mein Ansatz wäre deshalb, die globale Erfahrung und den Kooperationsanspruch der Vereinten Nationen mit der europäischen Erfahrung aus der Supranationalität zu verbinden.“

Die EU habe seiner Ansicht nach über Jahrzehnte gezeigt, wie souveräne Staaten bestimmte Kompetenzen gemeinsam ausüben und verbindliche überstaatliche Entscheidungen ermöglichen können. „Warum sollten wir diese Erfahrung nicht nutzen, um für ausgewählte, besonders wichtige Fragen der globalen KI-Governance neue institutionelle Modelle zu entwickeln?“

Keine Weltregierung

Dabei gehe es ihm ausdrücklich nicht um eine Weltregierung oder um Überregulierung, sondern um verhältnismäßige Regeln und wirksame gemeinsame Strukturen zur Bewältigung globaler Risiken. „Vielleicht bietet uns Künstliche Intelligenz die Gelegenheit, an Österreichs internationale Tradition anzuknüpfen und Wien zu einem Ort zu machen, an dem nicht nur über globale KI-Herausforderungen gesprochen, sondern auch an neuen Modellen verbindlicher internationaler KI-Zusammenarbeit gearbeitet wird.“

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AI Summaries

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt des Artikels zeigt, dass die Mehrheit der Milliardäre in der Welt ältere Männer sind und dass Frauen sowie junge Menschen in dieser Gruppe unterrepräsentiert sind. Dies verdeutlicht eine Ungleichheit in der Verteilung von Reichtum und Macht, die gesellschaftspolitische Auswirkungen hat und Fragen in Bezug auf Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit aufwirft. Außerdem zeigt der Artikel, dass die meisten Milliardäre nicht durch alleinige persönliche Leistung, sondern auch durch Erbschaften oder langjährige Geschäftstätigkeit zu ihrem Vermögen gelangt sind. Dies könnte Fragen zur wirtschaftlichen Chancengleichheit aufwerfen.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Artikel liefert einen Einblick in die Demografie der Milliardäre weltweit und zeigt, dass das Vermögen für die meisten Menschen eine lebenslange Herausforderung darstellt. Zudem hebt der Artikel hervor, dass die Finanzbranche in allen Altersgruppen das dominierende Feld der Milliardäre ist und dass die USA in der Milliardär-Statistik weltweit an erster Stelle stehen. Die Wirtschaft hat somit eine ungleiche Verteilung von Vermögen innerhalb spezifischer Branchen und Länder.

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in können Sie aus dieser Statistik über Milliardäre ableiten, dass der schnelle Aufbau von großem Vermögen in der Regel Zeit und Ausdauer erfordert und nicht nur auf technologische Disruption beschränkt ist. Branchenübergreifend kann der Finance-Sektor als relevante Branche betrachtet werden, während die Tech-Branche insbesondere bei den jüngeren Milliardären dominiert. Insgesamt kann die Analyse der Verteilung von Superreichtum auch Einblicke darüber geben, welche Industrien und Unternehmen in verschiedenen Märkten und Ländern dominieren und wo es möglicherweise Chancen für Innovationen und Disruptionen gibt.

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Die Statistik zeigt, dass die meisten Milliardäre ältere Männer sind und dass nur wenige unter 50 Jahre alt sind. Außerdem sind die meisten von ihnen im Finance- oder Industriebereich tätig. Für Investoren könnte dies bedeuten, dass es wichtiger ist, langfristig in Unternehmen zu investieren, die in diesen Branchen tätig sind, anstatt auf schnelle Erfolge in der Tech-Branche zu hoffen.

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in können Sie von dieser Statistik lernen, dass ein Großteil der Milliardär:innen erfahrene Geschäftsführer sind, die über Jahre hinweg hart gearbeitet haben und ihren Erfolg nicht über Nacht erreicht haben. Es zeigt auch, dass bestimmte Branchen wie Finanzen und Technologie besonders erfolgreiche Unternehmer hervorgebracht haben. Darüber hinaus können Sie daraus ableiten, dass die Verteilung von Reichtum in der Welt weiterhin stark von den USA dominiert wird.

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Die statistische Auswertung des US-Unternehmens Altrata zeigt, dass Milliardäre weltweit im Durchschnitt 67 Jahre alt sind und dass weniger als zehn Prozent von ihnen unter 50 sind, jedoch 42 Prozent über 70 Jahre alt sind. Obwohl junge Tech-Milliardäre wie Mark Zuckerberg oder Luminar-Gründer Austin Russell in den Medien präsenter sind, haben die meisten Milliardäre für ihr Vermögen lange Zeit benötigt und die überwiegende Mehrheit von ihnen hat ihren Reichtum geerbt. In der Studie werden auch Branchenunterschiede aufgezeigt, und es wird berichtet, dass die USA im Vergleich zu anderen Ländern weltweit die meisten Milliardäre haben.

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Austin Russell
  • Maya Imberg
  • Bernard Arnault
  • Elon Musk
  • Jeff Bezos
  • Larry Ellison
  • Bill Gates
  • Warren Buffett
  • Larry Page
  • Steve Ballmer
  • Sergey Brin
  • Carlos Slim Helu

Milliardär-Statistik: Alte Männer dominieren

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Forbes
  • Luminar
  • Altrata
  • CNBC

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