28.09.2020

Höhle der Löwen: Smarter Straßenbelag, Leihschalen und fitte Schwangere

In der heutigen Folge von "Die Höhle der Löwen" ging es um Fruchtbälle, neuartige Knetmasse für kleine wie große Kunst und einen smarten Straßenbelag. Zudem versuchte ein Serienstar Kapital für ihr "Mama-Fitness-Projekt" zu ergattern.
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(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Schauspielerin Birte Glang hat mit "Move it Mama" ein Fitnessprogramm für Schwangere kreiert.
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Am Anfang der „Höhle der Löwen“ – die immer Montags um 20.15 Uhr bei VOX sowie jederzeit auf Abruf über TVNOW.at zu sehen ist – trat Birte Glang auf. Die Schauspielerin, die aus „Unter Uns“ oder „Alarm für Cobra 11“ bekannt ist, hat mit Move it Mama ein Startup gegründet, das ein Fitnessprogramm für werdende und frischgebackene Mütter anbietet, welches genau an die einzelnen Schwangerschaftsphasen angepasst ist.

Unsicher welche Übungen erlaubt sind

„Es war mir immer wichtig, körperlich fit zu sein. Und das war auch nicht anders, als ich im Jahr 2017 schwanger war“, erklärt Birte den Ursprung ihrer Idee. „Ich war in der Schwangerschaft allerdings total unsicher, welche Fitnessübungen ich überhaupt machen dürfte.“

Dreharbeiten in LA

Alle Workouts hat die Gründerin während ihrer eigenen Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt in Los Angeles/Kalifornien gedreht. Immer an ihrer Seite: Ihr Ehemann, Erfolgsproduzent und DJ André Tegeler, in der Musikszene besser bekannt als „Moguai“.

300.000 Euro ins Startup gesteckt

Gemeinsam hat das Paar bereits knapp 300.000 Euro in das Startup investiert. Mit ihrem Unternehmen bietet die Schauspielerin und Fitnessexpertin eine App mit persönlichem Trainingsplan und insgesamt über 720 Minuten Trainingsmaterial für Mütter ab dem ersten Tag der Schwangerschaft bis zu drei Jahre nach der Geburt an. Mit Hilfe der Expertise eines Löwen erhofft sich Birte den großen Durchbruch für ihr Startup und ein Investment von 200.000 Euro. Dafür bietet sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

Keine Konkurrenz?

Nach einer Demonstration mit Modell Stefanie, die sich in der 24. Schwangerschaftswoche befand, erklärte Glang, dass es bisher keine ähnliche ganzheitliche Trainings-App für schwangere Frauen gebe.

Zwei Löwen steigen aus

Konzernchef Nils Glagau empfand den Auftritt der Gründerin authentisch, ihm fehlte jedoch der „nächste Schritt“ und er stieg aus. Familien-Investorin Dagmar Wöhrl erkannte, dass die Gründerin am Anfang stand und meinte daher, dass ihre Forderung zu hoch sei. Auch sie wollte kein Angebot abgeben.

Kein Abo-Modell-Experte

Handelsexperte Ralf Dümmel meinte, dass Abo-Modelle wie ihres das Problem hätten, die Leute zu halten. Es sei auch nicht sein Geschäftsmodell. Damit war der dritte Löwe draußen.

Höhle der Löwen, Move it Mama
TVNOW / Bernd-Michael Maurer – „Alarm für Cobra 11“-Star Birte Glang (r.) präsentierte mit Model Stephanie „Move it Mama“ ein Fitnessprogramm für Schwangere.

Millionen benötigt

In der Zwischenzeit hatten sich Kofler und Beauty-Queen Judith Williams beraten. Während die Löwin ausstieg, meinte der Medien-Investor, dass der Aufbau eines Abo-Unternehmens eine riesige Vorleistung brauche und man mehrere Millionen investieren müsse. Er stieg aus. Kein Deal für Move it Mama

Digitales Mehrwegsystem bei Höhle der Löwen

Die nächsten auf der „Höhle der Löwen-Bühne“ waren Sven Witthöft (31) und Tim Breker (33). Mit Vytal haben die beiden Unternehmensberater ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen entwickelt – ohne Pfand.

Verpackungsmüll reicht siebenmal um die Erde

Damit sagen sie dem Verpackungsmüll den Kampf an, denn wie Sven erklärt: „Nimmt man alle Einwegverpackungen, die in Deutschland jährlich verbraucht werden, reichen diese sieben Mal um die Erde.“

Bis zu 200 benutzbar

Die Vytal-Essensverpackungen sind auslaufsicher, BPA-frei (Bisphenol A), sollen nach zehn Benutzungen ökologischer als Einwegverpackungen sein und eine Lebensdauer von mindestens 200 Befüllungen haben. Um neue Verpackungen für weitere Gerichte zu entwickeln und ihr System deutschlandweit in Kantinen und Restaurants zu etablieren, sowie international zu expandieren, benötigen die beiden Gründer einen Investor. Ihr Kapitalbedarf liegt bei 450.000 Euro, dafür bieten Sven und Tim zehn Prozent ihrer Anteile.

Vytal
TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Tim Breker (l.) und Sven Witthöft haben mit „Vytal“ Verpackungssharing für Take Away und Lieferessen entwickelt.

Das Bewertungsproblem

Über eine App ist es möglich per QR-Code sich in Partner-Betrieben seine Speisen in der Bowle mitzunehmen und sie danach auch zurückzubringen. Glagau merkte an, dass es für den Kunden umständlich sein könnte und ihn die Bewertung störe. Er war raus.

1000 Euro Umsatz

Dümmel fand Gefallen an dem Thema, stieß allerdings ins selbe Horn wie Glagau und stieg ebenso aus. Kofler hingegen errechnete bei bisherigen 6000 Transaktionen im Raum Köln einen Umsatz von 1000 Euro, die ihn und auch Wöhrl große Kritik an der Bewertung äußern ließen.

„Zu viel Risiko“

Nachdem die Familienunternehmerin ausgestiegen war und die Gründer nochmal für ihr umweltfreundliches System warben, ging auch Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Er sah zu viel Risiko für die geforderte Summe.

Mit oder ohne Rosberg?

Kofler indes zeigte sich begeistert von der Argumentationsart der Gründer, hakte hier und da nach, nannte Vytal einen potentiellen „Global Player“ und zögerte dann einen plötzlich wiederkehrenden Rosberg als Partner mitzunehmen. Weil er es allein machen wollte.

Unterschiedliche Firmenbewertungen bei „Die Höhle der Löwen“

Schlussendlich berieten sich beide Löwen, boten 450.000 Euro und wollten 25 Prozent Beteiligung. Die Gründer kamen mit einem Gegenangebot zurück: 12,5 Prozent für die geforderte Summe.

Das Nachdenkgesicht

Rosberg erklärte, er würde gerne mitmachen, meinte aber, weniger als 20 Prozent würde sich nicht rechnen. Es kam erneut zu einer Beratungsrunde, die damit endete, dass die Gründer beim Angebot blieben. Rosberg war draußen. Kofler hatte sein Nachdenkgesicht aufgesetzt und hörte sich die Versprechen der Gründer an, die ihn drängten ins Team zu kommen.

Unter den besten Gründern der Show

Er nannte die jungen Männer die „zwei, drei besten Gründer“, die er in der Show erlebt habe und nahm das Angebot an: 12,5 Prozent für 450.000 Euro.

Fruchtbälle in der Höhle der Löwen

Als Dritte präsentierten Julian Berhang (40) und seine Frau Elena Sarri-Berhang (36) in der „Höhle der Löwen“ ihre Yammbits Fruitballs, kleine Kugeln aus getrockneten Biofrüchten. Die Anfänge ihres Produkts liegen in Elenas Heimat Griechenland.

Schlechte Ernährung

„Nach der Geburt unserer Zwillinge haben wir unsere Elternzeit dort verbracht, erklärt die Gründerin. „Schlaf war Mangelware und auch die gesunde Ernährung blieb auf der Strecke“, erinnert sich auch Julian an diese Zeit.

Höhle der Löwen, Yammbits
TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Das Startup von Julian Berhang und Elena Sarri-Berhang namens „Yammbits“ produziert Fruchtbällchen aus Bio-Obst.

Drei Sorten

Die Lösung entwickelten sie gemeinsam mit einem Lebensmitteltechniker: Einen transportablen und gesunden Fruchtsnack. Aktuell gibt es Yammbits in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango“, „Coole Cocos-Aronia“ und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere“. Alle sind vegan, laktosefrei, ohne Zucker und statt Palmöl wird Cashewmus verwendet. Damit ihr Unternehmen wächst, benötigt das Paar 100.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile.

Elf Monate haltbar

Das Gründer-Paar beeindruckte die Jury mit der weichen Konsistenz und der Frische ihres Produkts. Auch damit, dass Yammbits elf Monate haltbar sind. Allerdings meinte Glagau, dass ihm ihr USP nicht klar sei. Er war raus.

Zuviel Fruchtzucker

Auch für Williams war es kein Investment-Case und sie verabschiedete sich als potentielle Investorin. Maschmeyer hingegen störte sich an der Menge des Fruchtzuckers im Produkt und sagte ebenfalls ein Investment ab.

Der Markenaufbau-Mensch bei „Höhle der Löwen“

Dagmar Wöhrl bezeichnete sich als Markenaufbau-Mensch, erzählte davon, dass sie am liebsten in langjährige Projekte investiere. Sie bot 100.000 Euro für 20 Prozent Anteile.

Zweites Angebot

Dümmel startete seinen Dialog mit etwas Negativem. Die Konkurrenz im Markt sei sehr groß, auch die Firmenbewertung zu hoch. Danach jedoch lobte er den Slogan des Startups „Iss nur Natur“ und bot 100.000 Euro für 25 Prozent. Die Gründer kamen mit einem Gegenangebot zurück: 100.000 Euro für 22 Prozent für Dümmel.

Wöhrl macht Rückzieher

Dies ließ Wöhrl ihr Angebot zurückziehen, da sie meinte, die Gründer hätten kein Vertrauen in sie. Dümmel dagegen sagte, er nehme 20 Prozent. Wenn er aber dafür sorge, dass Yammbits in 10.000 Filialen käme und er mehr als 50 Millionen Handzettel besorge, dann bekomme er automatisch die gewünschten 25 Prozent Anteile. Die Gründer stimmten zu und beglücktwünschten sich mit dem Investor, der gerne Deals mit Umarmungen besiegelt, coronagerecht aus der Ferne.

Liebe zur Masse

Der vierte Pitcher in der „Höhle der Löwen“ war Miled Ben Dhiaf (42), der beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist. Während eines Tunesienurlaubes 1999 hat Miled beobachtet, wie Bauarbeiter eine Fassade mit Beton besonders kunstvoll verkleidet haben. Er verliebte sich in die Materie und machte sich wenig wissend in Deutschland auf die experimentelle Suche nach modellierbarem Beton.

Knetbeton in der „Höhle der Löwen“

Inzwischen hat Miled sein Hobby zum Beruf gemacht und im Jahr 2012 „Knetbeton“ auf den Markt gebracht: Eine Modelliermasse, die zwar wie Beton aussieht, sich aber wie Knete ein- und ausrollen lässt, kaum schmiert, keine Risse bei der Bearbeitung und Biegung hinterlässt und ohne Brennofen aushärtet.

Knetmasse
TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Miled Ben Dhiaf hat mit Knetbeton 2.0 Soft Art“ eine neuartige Knetmasse erfunden.

150.000 Euro für ein Viertel der Firma

Die entstandenen Skulpturen und Kunstwerke sind witterungsfest und können im Garten aufgestellt werden. Seitdem hat Miled seine Erfindung konsequent weiterentwickelt: „Man kann kneten, modellieren, schnitzen. Von kleinen filigranen Rosen bis hin zu großen Gartenskulpturen kann man alles gestalten“, erklärt der 42-Jährige seinen elastischen „Knetbeton 2.0 Soft Art“. Für das Wachstum seines Unternehmens benötigt Miled 150.000 Euro und bietet dafür 25 Prozent Firmenanteile.

Blackout während Pitch

Der Gründer hatte während des Pitches einen kurzen Blackout, den er aber mit seinem Charme wieder wett machte und meinte, sein Produkt sei die „zarteste Versuchung, seit es Knettmasse gibt“.

Filigran und hart

Die Live-Vorführung im Studio erhellte die Gesichter der Löwen und sorgte für Verwunderung, als sich Ben Dhiaf mit ganzem Gewicht auf eine filigrane, geknetete Rosenfigur stellte. Danach durften die Löwen selbst Hand anlegen und ihre Fertigkeiten präsentieren, was aber mehr oder weniger bloß Dagmar Wöhrl gelang.

Sinkende Umsätze seit 2016

Die Stimmung kippte etwas, als der Gründer erklärte, dass sein Umsatz seit 2016 von über 140.000 Euro auf 19.000 Euro bis 2019 sukzessive gesunken sei. Die Erklärung dafür: Er habe damals einer Person die Führung des Unternehmens anvertraut, was er heute als „Lehrgeld bezahlen“ bezeichnet. Auch die Konkurrenz hätte das Ihrige dazu beigetragen, als Kopien in die Märkte und Online-Shops drängten.

Maschmeyer hatte viel Lob über, jedoch sei das kopierbare Produkt ein Problem. Auch die fallenden Umsätze sprachen nicht für ein Investment. Er war raus.

100.000 Euro Schulden

Der Gründer zeigte sich extrem ehrlich und gab zu, dass er mit 100.000 Euro verschuldet sei. Georg Kofler gefiel, dass Beton weich und kreativ werde. Er glaubte allerdings nachhaltig nicht ans Produkt und stieg aus.

„Ein Nischenprodukt“

Dümmel ging ebenfalls mit hohem Lob. Auch Wöhrl nannte die Knetmasse ein Nischenprodukt und war als vorletzte Investorin raus. Nils Glagau dachte auch, dass es mit dem Knetbeton schwierig sei, Geld zu verdienen. Kein Deal für Miled Ben Dhiaf.

Smarter Straßenbelag

Den letzen Auftritt der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ hatte Donald Müller-Judex (57). Der Produkt- und Softwareentwickler wurde bereits mit mehreren Awards ausgezeichnet. Mit seiner aktuellen Erfindung sollen aus grauen Straßen grüne werden: Hinter Solmove steckt ein smarter Straßenbelag: Ein flexibles Glasmodul mit Solarzellen, die Strom erzeugen, der sodann eingespeist werden kann.

„Die Straße verdient Geld“

So können ganze Straßen, Parkplätze oder Gehwege zu Solaranlagen werden. „Die Straße, die normalerweise nur kostet, verdient auf einmal Geld“, verspricht Müller-Judex. Doch Solmove könne noch mehr: „Wir werden in den Modulen Sensorik integrieren. So können wir feststellen, ob ein Parkplatz freigeworden ist oder Autos zählen, um Ampelschaltungen zu optimieren. Wir werden außerdem Licht in die Module integrieren, um Flächen illuminieren zu können und etwa auf einer Rennbahn zu zeigen, welches Auto am schnellsten um die Kurve gefahren ist“, erläutert der 57-Jährige.

Höhle der Löwen, Solmove
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Donald Müller-Judex konnte mit „Solmove“, smarte Solarstrassen so einige Löwen begeistern.

Hohe Bewertung

Um die Produktion vorzubereiten und Solmovel auf den Markt zu bringen, benötigt Donald Müller-Judex ein Investment von 500.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

„If I had a Hammer“

Nach dem Pitch ging es um den Bremsweg und die Abreibung der Reifen auf dem Straßenbelag, der keinen Unterschied zum normalen Straßenbelag aufweise. Auch die Haltbarkeit von Solmove kam auf den Prüfstand, als Nico Rosberg einen Hammer in die Hand nahm und fest auf die Solarzelle drauf drosch. „Der Hammer kaputt, die Platte hat gehalten“, war sein Kommentar nach dieser Aktion.

Ein Smartup in der „Höhle der Löwen“

Maschmeyer sagte daraufhin, dass Solmove kein „Startup“ sei, sondern ein „Smartup“. Bis man auf die „Marge“ zu sprechen kam. Ein Quadratmeter des smarten Belags kostet in der Produktion 220 Euro, der Verkaufspreis liegt bei 250 Euro pro Quadratmeter.

Viele neue Geschäftsmodelle

Der Gründer argumentierte daraufhin mit der Möglichkeit des Verkaufs von gesammelten Daten, und dass in Zukunft viele neue Geschäftsmodelle entstehen könnten, wenn etwa E-Autos über seinen Straßenbelag den Strom beziehen und damit die Frage der Reichweite beendet werde.

Langsam starten

Kofler war begeistert, nannte Solmove ein großes Infrastrukturprojekt, wurde aber dann vom Gründer etwas gebremst. Müller-Judex erklärte, dass die ganze Entwicklung nicht mit der flächendeckenden Bebauung einer Stadt beginnen könne, sondern erstmal langsam mit einem Induktionsparkplatz, inklusive App. „Es braucht Jahre“, sagte er.

Kofler weg

Daraufhin meinte der Medienprofi sein Investmenthorizont betrage drei bis fünf Jahre, für Solmove brauche man für Profite bis zu zehn oder mehr. Das sei ihm zu weit weg. Er war raus.

Wann verdient man Geld?

Danach wollte Rosberg vom Gründer wissen, wann er als Investor mit seinem Startup Geld verdienen könne. Müller-Judex zog den Vergleich mit dem Smartphone, das 2007 keiner wollte oder dachte, dass er es brauche. Solmove werde einen großen Weltmarkt haben und in zehn Jahren konservativ geschätzt, so der Gründer, einen Umsatz von 100 Millionen Euro machen.

Das innovativste seit Höhle der Löwen-Start

Wöhrl nahm sich den Formel 1 Weltmeister mit nach hinten, als sich Dümmel äußerte und meinte, Solmove wäre das Innovativste, was er in der Sendung gesehen habe. Als der LEH-Profi ausstieg, ging Maschmeyer nach hinten und gesellte sich zu Rosberg und Wöhrl.

Wette für die Zukunft in der Höhle der Löwen

Das Trio kam mit einem Angebot zurück. Sie nannten Solmove „eine Wette für die Zukunft“ und boten die halbe Million auf zwei Teile. Die ersten gleich, den Rest bei Patenterteilung. Zudem wollten sie 25 Prozent des Unternehmens haben.

Gegenangebot des Gründers

Nach dem Telefonat mit einem Gesellschafter kehrte Müller-Judex mit einer Gegenidee zurück ins Studio. Er forderte für die 25 Prozent Anteile nochmal 200.000 Euro als „working capital“, oder 21 Prozent für die halbe Million.

Extra „working capital“

Die Löwen berieten sich erneut und versprachen das Extra-Kapital mit ihren Bankverbindungen zu besorgen. Es kam zum Deal: 25 Prozent für eine halbe Millionen plus 200.000 Euro „working capital“.

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(c) Ruiz Cruz
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Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

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Höhle der Löwen: Smarter Straßenbelag, Leihschalen und fitte Schwangere

  • Am Anfang der „Höhle der Löwen“ – die immer Montags um 20.15 Uhr bei VOX sowie jederzeit auf Abruf über TVNOW.at zu sehen ist – trat Birte Glang auf. Die Schauspielerin, die aus „Unter Uns“ oder „Alarm für Cobra 11“ bekannt ist, hat mit Move it Mama ein Startup gegründet, das ein Fitnessprogramm für werdende und frischgebackene Mütter anbietet, welches genau an die einzelnen Schwangerschaftsphasen angepasst ist.
  • Mit Vytal haben die Gründer ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen entwickelt – ohne Pfand.
  • Aktuell gibt es Yammbits, Fruchtbälle, in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango“, „Coole Cocos-Aronia“ und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere“.
  • Der vierte Pitcher in der „Höhle der Löwen“ war Miled Ben Dhiaf (42), der beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist.
  • Den letzten Auftritt der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ hatte Donald Müller-Judex (57) mit Solmove.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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  • Aktuell gibt es Yammbits, Fruchtbälle, in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango“, „Coole Cocos-Aronia“ und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere“.
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Höhle der Löwen: Smarter Straßenbelag, Leihschalen und fitte Schwangere

  • Am Anfang der „Höhle der Löwen“ – die immer Montags um 20.15 Uhr bei VOX sowie jederzeit auf Abruf über TVNOW.at zu sehen ist – trat Birte Glang auf. Die Schauspielerin, die aus „Unter Uns“ oder „Alarm für Cobra 11“ bekannt ist, hat mit Move it Mama ein Startup gegründet, das ein Fitnessprogramm für werdende und frischgebackene Mütter anbietet, welches genau an die einzelnen Schwangerschaftsphasen angepasst ist.
  • Mit Vytal haben die Gründer ein digitales Mehrwegsystem mit eigenen Leihschalen für Take-Away- und Lieferessen entwickelt – ohne Pfand.
  • Aktuell gibt es Yammbits, Fruchtbälle, in den drei Sorten „Aufregende Aprikose-Mango“, „Coole Cocos-Aronia“ und „Galaktische Granatapfel-Cassis-Himbeere“.
  • Der vierte Pitcher in der „Höhle der Löwen“ war Miled Ben Dhiaf (42), der beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist.
  • Den letzten Auftritt der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ hatte Donald Müller-Judex (57) mit Solmove.

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  • Der vierte Pitcher in der „Höhle der Löwen“ war Miled Ben Dhiaf (42), der beruflich in der Tourismusbranche beheimatet ist.
  • Den letzten Auftritt der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ hatte Donald Müller-Judex (57) mit Solmove.