15.04.2021

A1: 1000 neue 5G-Standorte seit Anfang des Jahres

Laut dem Mobilfunker haben mit den aktuell rund 1500 Standorten potenziell 3,8 Millionen Menschen in Österreich Zugang zum neuen Standard.
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Die roten Flächen zeigen die vorhandenen 5G-Standorte
Die roten Flächen zeigen die vorhandenen 5G-Standorte | Screenshot: A1

Der Anfang vergangenen Jahres begonnene Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G geht aktuell schnell vonstatten. Allein dieses Jahr habe man bereits rund 1000 weitere 5G-Standorte installiert und komm nun insgesamt auf etwa 1500, heißt es von Mobilfunker A1 in einer aktuellen Aussendung. 3,8 Millionen Menschen in Österreich hätten somit momentan an ihrem Wohnort bereits 5G-Empfang. Versorgt seien „sowohl große Städte als auch ländliche Regionen“. Laut Chip Netztest kommt A1 aktuell auf eine Verfügbarkeit in 74 Prozent der städtischen und 27 Prozent der ländlichen Gebiete. Das Glasfasernetz sei nach dem letzten Ausbau derzeit 61.000 Kilometer lang.

Die 5G-Standorte von A1 in den Gemeinden in Österreich
Screenshot: A1 – Stand 2/2021

5G-Standorte: Flächendeckender Ausbau bis 2023 geplant

Man investiere derzeit allein in Österreich jährlich 450 Millionen Euro in digitale Infrastruktur, sagt A1 Group CEO Thomas Arnoldner. „Wir kommen so unserem Ziel, Österreich 2023 flächendeckend mit 5G auszustatten, in großen Schritten näher“, kommentiert er und merkt in Richtung Politik an: „Das bleibt dennoch ein Kraftakt, und das neue Telekommunikationsgesetz wäre hier eine gute Chance, um einen schnelleren Breitbandausbau noch attraktiver zu machen“. Heuer werde man den 5G-Roll-out weiter „deutlich vorantreiben“.

Mit seinen „5G Campus Netzen“ hat A1 auch ein spezifisches Angebot für eigenständige Netz-Standorte für Unternehmen. Dabei werden die genutzten Netzwerkkapazitäten für den entsprechenden Anwendungsfall reserviert und nicht, wie im öffentlichen Mobilfunknetz, mit anderen Nutzern geteilt. Referenzprojekte für dieses System gibt es etwa am Flughafen Wien, in den Smart Factories von Magna, in SPAR Supermärkten oder im Rahmen der automatisierten Zugsteuerung der ÖBB. Auch das ÖAMTC Fahrtechnik-Zentrum Teesdorf ist als erste Anlage ihrer Art mit 5G-Mobilfunk ausgestattet.

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Howie
© Suchart Wannaset - Ewa Lenart von Howie.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich (11.9.2026) nach Erhalt eines Statements von Gründerin Ewa Lenart ergänzt.

„Ein Unternehmen mit 300 Ingenieurinnen und Ingenieuren gibt im Durchschnitt zwischen 1,8 und 36 Millionen Euro pro Jahr für die manuelle Informationsbeschaffung aus“, erklärt Ewa Lenart, Gründerin des Wiener Startups Howie, vergangenes Jahr. Ihr Unternehmen könne helfen, die Kosten dafür zu halbieren.

„AI Copilot for the Built Environment“

Dazu positionierte Howie sich als „AI Copilot for the Built Environment“. Die KI-gestützte Plattform für die Bau- und Immobilienbranche bereitet unter anderem Texte, Bilder und Konstruktionszeichnungen mit großen Datenvolumina auf. Dabei nutzt sie LLMs, um Muster in den Daten, etwa auch aus Berichten, E-Mails, Bildern und Zeichnungen, zu erkennen.

Zwei Investmentrunden 2025

Mit dem Konzept konnte Howie vergangenes Jahr mehrere Investoren überzeugen. Im März und im November 2025 verkündete das Unternehmen jeweils eine sechsstellige Finanzierungsrunde. Dabei dürfte es sich um Wandeldarlehen gehandelt haben: In den öffentlich einsehbaren Firmenbuch-Daten sind die Finanzierungsrunden nämlich in den Beteiligungsverhältnissen nicht ablesbar. Zudem holte Gründerin Lenart vergangenes Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Startups beim brutkasten „Innovator of the Year“.

Konkursantrag – keine Details von Kreditschutzverbänden

Doch nun brachte das Startup einen Konkursantrag ein, wie die heimischen Kreditschutzverbände übereinstimmend berichten. Konkrete Informationen dazu liegen aktuell bei keinem der Verbände vor. Sollten die Investments tatsächlich in Form von Wandeldarlehen erfolgt sein, würde ihre Summe in die Passiva fallen.

Gründerin Lenart: Zwei Investments nicht rechtzeitig abgeschlossen

Auf brutkasten-Anfrage meldete sich Gründerin Ewa Lenart mit einem Statement zur Insolvenz. Man sei in einem „technisch sehr anspruchsvollen und noch relativ jungen Markt“ tätig, und habe in den vergangenen zwei Jahren ein starkes, wachsendes Interesse von weltweit führenden Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen verzeichnen können. „Gleichzeitig erwiesen sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in der Bau- und Immobilienbranche als länger und kapitalintensiver, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir waren daher auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die nächsten kommerziellen Meilensteine zu erreichen“, so die Gründerin.

Während der jüngsten Finanzierungsrunde habe man zwei Term Sheets mit etablierten Investoren unterzeichnet. „Letztendlich wurde jedoch keine der beiden Transaktionen innerhalb des Zeitrahmens abgeschlossen, den das Unternehmen benötigte“, schreibt Lenart. „Wir haben zudem ein deutlich schlankeres und stärker kundenfinanziertes Betriebsmodell geprüft, konnten die daraus resultierende Liquiditätslücke aber nicht rechtzeitig schließen.“

Weiterführung steht noch im Raum

Doch Lenart fügt an: „Die zugrunde liegende Marktthese ist aus meiner Sicht nach wie vor sehr stark. Als wir Howie gründeten, befanden sich KI-native Workflows für die Baubranche noch in einer sehr frühen Phase. In den letzten zwei Jahren haben sich die Investitionen und die Adaption in diesem Bereich deutlich beschleunigt.“ Man sehe weiterhin Interesse von Kunden und Branchenakteuren an Howie und seiner Technologie. „Ob und in welcher Form Teile des Unternehmens oder des Produkts fortbestehen werden, hängt nun vom Insolvenzverfahren ab“, so die Gründerin.

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