17.12.2021

Voting: brutkasten „Innovator of the Year“ 2021 – Kategorie Corporate Innovation

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Innovationen haben den größten Impact, wenn sie am Markt relevant sind. Dementsprechend sitzen etablierte Unternehmen an einem großen Hebel, wenn es um die Umsetzung innovativer Ideen und Konzepte geht.

Der brutkasten ist als Leitmedium für Startups und Innovation in Österreich in ständigem Austausch mit jenen Menschen, die Innovationsprojekte in Unternehmen vorantreiben, Corporates und Startups vernetzen und Role Models sind für eine innovative Unternehmenskultur. “Deshalb haben wir uns entschieden, die Innovator:innen in Corporates vor den Vorhang zu holen und im Rahmen von ‘Innovator of the Year’ auszuzeichnen”, sagt Dejan Jovicevic, CEO und Co-Founder des brutkastens. “Innovation ist für etablierte Unternehmen zur Überlebensfrage geworden. Sie entscheidet nicht nur über die Relevanz am Markt, sie ist auch entscheidend im ‘War for Talents’”.

Vote bis 14. Jänner für deine:n Favorit:in

Die brutkasten-Redaktion hat in mehreren Jurysitzungen eine Shortlist jener Köpfe erstellt, die Corporate Innovation 2021 in Österreich besonders stark vorangetrieben haben. Jetzt bist du am Drücker: Wähle bis 14. Jänner deine Favoritin oder deinen Favoriten zum brutkasten Innovator of the Year in der Kategorie “Corporate Innovation”! Jede:r User:in hat drei Stimmen und kann einmal pro Woche abstimmen.

Die Siegerin oder den Sieger porträtieren wir mit einem großen brutkasten-Interview – die Preise für die ersten drei Plätze umfassen außerdem unter anderem brutkasten PRO Jahresabos, Pakete unserer brutkasten Jobplattform und eine Auswahl an Startup-Produkten von unserem Partner 42things (bislang Shöpy).

Alle Nominierten zum brutkasten „Innovator of the Year“ im Überblick – Kategorie Corporate Innovation

Sabine Herlitschka | Infineon Austria

Sabine Herlitschka ist stellvertretende Vorsitzende des Rats für Forschung und Technologieentwicklung © RFTE/Johannes Zinner
Sabine Herlitschka ist stellvertretende Vorsitzende des Rats für Forschung und Technologieentwicklung © RFTE/Johannes Zinner

Sabine Herlitschka ist nicht nur Chefin eines der innovativsten Unternehmen Österreichs – Infineon Technologies Austria. Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende des österreichischen Forschungsrats, der die Regierung in Sachen Forschung und Innovation berät. Infineon arbeitet in Österreich in vielen Bereichen eng mit Startups zusammen, um mit neuen Einsatzgebieten für Halbleiter zu experimentieren. Gleichzeitig ist Herlitschka eine Kämpferin für den Technologiestandort Europa und Österreich.

Hannes Meixner | RLB Steiermark

Hannes Meixner © RLB
Hannes Meixner © RLB

Hannes Meixner ist Chief Intrapreneur aka ZukunftsBauer der Raiffeisen TATEN-Bank (RLB Steiermark). Er hält gern mal bewusst „schlechte Pitches“, um die Nervosität nachfolgender Gründer zu reduzieren und ist mit der Regionalbank stark mit der Startup-Szene verwoben. Er unterstützt mittels seines Programms Founder mit dem Aufbau von einem Investorennetzwerk, von Sales-Strukturen, schafft Verbindungen zu ‚Corporates‘, gibt Pitch-Trainings und vermittelt betriebswirtschaftliches Basiswissen. Zudem ermöglicht das Programm in Kooperation mit Techhouse achtmonatige Wohnmöglichkeiten für Gründer und arbeitet daran, potentielle Use-Cases aufzuspüren.

Peter Schindlecker | ÖBB

Peter Schindlecker, ÖBB © Valerie Voithofer
Peter Schindlecker, ÖBB © Valerie Voithofer

Peter Schindlecker ist Head of Open Innovation bei den ÖBB und verantwortet als solcher ein Projekt, das für Corporates ungewöhnlich ist: “Community Creates Mobility” ist eine wachsende Community, in der die ÖBB als ein Player auftritt, sich aber nie in den Vordergrund spielt. Entstehen soll ein offener Austausch zwischen allen Menschen, Organisationen, Startups und Unternehmen, die sich Gedanken darüber machen, wie die Zukunft der Mobilität aussehen soll. Dazu gibt es immer wieder Treffen oder virtuelle Events, bei denen es meist Impuls-Vorträge oder Podiumsdiskussionen gibt – im Zentrum steht aber der Austausch und so hat sich bereits so manches innovatives (Forschungs-)Projekt aus Community Creates Mobility ergeben. Die ÖBB schenken der Community kommendes Jahr sogar einen physischen Space, der in dem Gebäude unterkommen wird, das die ÖBB gerade nahe des Wiener Pratersterns entwickeln.

Christoph Schmidt | Flughafen Wien

Christoph Schmidt © Flughafen Wien
Christoph Schmidt © Flughafen Wien

Der Flughafen Wien ist nicht nur Österreichs Tor zur Welt, sondern in den letzten Jahren auch eine gefragte Business-Location für zahlreiche nationale und internationale Firmen geworden. Herzstück bildet dabei der sogenannte AirportCity Space im Office Park 4, der im Herbst diesen Jahres feierlich eröffnet wurde. Als Location bietet der AirportCity Space etablierten Unternehmen, Startups und Freelancern Büroräumlichkeiten und Co-Working-Spaces. Doch nicht nur das: Im Zentrum steht die Vernetzung innovativer Köpfe mit den Partnern des AirportCity Space. So hat sich beispielsweise die bekannte kalifornische Startup-Schmiede Plug and Play am Flughafen Wien niedergelassen und bringt internationales Know-How nach Österreich. Im engen Austausch mit dem Flughafen Wien werden so Innovationen vorangetrieben, die unter anderem auch am Flughafen Wien zur Anwendung kommen.

Leonhard Schitter | Salzburg AG

Leonhard Schitter, Salzburg AG © Neumayr/Leo
Leonhard Schitter, Salzburg AG © Neumayr/Leo

“Wachstum durch Innovation” lautet das Credo der Salzburg AG, die sich in den letzten Jahren von einem Energieversorger hin zu einem Technologie-Unternehmen entwickelte. In ihrem Selbstbild sieht sich die Salzburg AG als Green Tech Company, die mit Innovation und Technologie Lösungen für die Megatrends des 21. Jahrhunderts schaffen möchte. Im Zentrum stehen dabei Digitalisierung und Nachhaltigkeit. 2021 investierte die Salzburg AG 212 Millionen Euro, um die Transformation des Unternehmens voranzutreiben.

Neben dem Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung beschäftigte sich das Unternehmen dabei intensiv mit der digitalen Produktentwicklung. Entstehen soll eine ganzheitliche Plattform, die Produkte und Services wie Energy Communities, E-Commerce sowie Digital Payment bereitstellt. Mit der one2zero GmbH hat die Salzburg AG zudem eine 100-Prozent-Tochter, die als Komplettanbieter B2B-Kunden auf ihrem Weg zur CO2-Neutralität begleitet. Um Innovationen für ihre Kunden in den eben genannten Gebieten voranzutreiben, setzt die Salzburg AG darüber hinaus auf die enge Zusammenarbeit mit Startups, die in Innovation Challenge bereits seit Jahren erfolgreich gescoutet werden.

Hannes Möseneder | Greiner AG

Greiner Innovation
Hannes Möseneder (AT) ist Managing Director of Greiner Technology & Innovation | (c) Hannes Möseneder / Greiner Technology & Innovation

Die Greiner AG ist ein weltweit führender Kunst- und Schaumstoffhersteller mit Sitz im österreichischen Kremsmünster. Anfang Dezember diesen Jahres wurde bekannt, dass sich die Greiner AG am neu gegründeten Climate & Industry Opportunity-Fonds von Speedinvest beteiligt. Das Engagement am jüngsten Fonds von Speedinvest ist dabei eng verknüpft mit der unternehmensinternen Innovationsstrategie, die maßgeblich von Hannes Möseneder, Head of Greiner Innoventures, vorangetrieben wird. Zudem arbeitet Greiner im Rahmen seiner Innovationsstrategie eng mit Startups zusammen. Als Best-Practice kann dabei die Beteiligung am Wiener Startup temprify herangezogen werden, das eine umweltfreundliche Transport-Kühlboxen entwickelt hat und damit eine ressourcenschonende Lösung für die sogenannte “Letzte Meile” anbietet. Greiner setzt so einen wichtigen strategischen Schritt im Bereich ClimateTech und zeigt die Bereitschaft, neue Ideen an Bord zu holen.

Katharina Muskat | Wien Energie

Innovation Managerin Katharina Muskat  © Wien Energie
Innovation Managerin Katharina Muskat © Wien Energie

Zuletzt fiel Wien Energie im Innovationsbereich über ein Joint Venture mit dem Blockchain-Unternehmen Riddle&Code auf. Seit Jahren spannend für die Startup-Welt ist die “Innovation Challenge”, über die Wien Energie systematisch Innovationsprojekte aufbaut. Sie hatte dieses Jahr bereits ihre sechste Auflage. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Projekte zur Marktreife gebracht bzw. sind in den Regelbetrieb übergegangen, viele davon in Kooperation mit Startups. Seit mehreren Jahren arbeitet Innovation Managerin Katharina Muskat an vorderster Front bei der Challenge, ist Haupt-Ansprechpartnerin für die Projektteams und hat damit großen Anteil am Erfolg des Programms.

Andreas Nemeth | Uniqa

UNIQA Ventures CEO Andreas Nemeth über HealthTech und Wien
(c) der brutkasten/Marko’s Photography: UNIQA Ventures CEO Andreas Nemeth

2016 begann der heimische Versicherungsriese Uniqa in Startups zu investieren. 2018 wurde Uniqa Ventures als eigener Corporate VC ausgegründet. Die zunächst 25 Millionen Euro Budget wurden bald erheblich aufgestockt – auf inzwischen 150 Millionen Euro. Dieses Jahr verkündete Uniqa Ventures, insgesamt bereits mehr als 50 Millionen Euro investiert zu haben. Ein besonderer Fokus liegt dabei neben InsureTech und FinTech auf dem HealthTech-Bereich. Inzwischen ist die Beteiligungsgesellschaft unter der Leitung von CEO Andreas Nemeth nicht mehr nur der aktivste Corporate VC, sondern sogar der aktivste VC des Landes.

Christian Wolf | Raiffeisen Bank International

Christian Wolf, Raiffeisen Bank International AG © RBI
Christian Wolf, Raiffeisen Bank International AG © RBI

Dass die mehrschienige Innovationsstrategie der Raiffeisenbank International (RBI) aufgeht bewies zuletzt die Exit-Erfolgsgeschichte des Wiener RegTech-Startups kompany. Dieses war als Sieger des ersten Durchgangangs des RBI-FinTech-Accelerators Elevator Lab – übrigens der größte seiner Art in Mitteleuropa – seit Jahren Kooperationspartner. Und der Corporate VC der RBI, Elevator Ventures, war am Unternehmen beteiligt und stieg nun mit hohem Multiple wieder aus. Auch im Blockchain-Bereich zeigte die RBI mit der Blockchain Night auf, dass sie technologisch vorne mit dabei ist. Hauptverantwortung über die Startup- und Blockchain-Aktivitäten sowie den Bereich Open API hat Christian Wolf. Er sorgt dafür, dass die drei Innovations-Sektoren Synergien optimal nutzen.

Xavier Plotitza | Metro Österreich

Xavier Plotitza © Metro

Inzwischen haben mehrere große Player im Handel den Reiz einer Listung von Startup-Produkten für sich entdeckt. Bereits seit 2018 macht das in Österreich Großhändler Metro über sein Programm NX Food. Ebenfalls seit 2018 ist Xavier Plotitza CEO von Metro Österreich. In der Zeit hat er das Programm, dass Startups über ein Sonderregal die Chance gibt, Kundschaft für ihr Produkt aufzubauen, damit es dauerhaft gelistet wird, weiter ausgebaut.

Maimuna Mosser | Ikea Österreich

Maimuna Mosser
Maimuna Mosser ist neue Country Commercial Managerin bei Ikea Österreich © Ikea/Johannes Brunnbauer

Kaum ein Bauprojekt in Österreich hat 2021 international für so viel (positive) Aufmerksamkeit gesorgt wie die neue Ikea-Filiale am Wiener Westbahnhof. Das Gebäude ist ein Lehrstück für Nachhaltigkeit und damit sind nicht nur die vielen Bäume gemeint, die an der Fassade und auf dem Dach wachsen. Es ist der wohl erste Ikea, der ohne eigene Garage oder Kundenparkplatz auskommt. Für das Projekt, das stark von CCO Maimuna Mosser vorangetrieben wurde, hat Ikea Österreich auch mit einigen Startups aus Österreich zusammengearbeitet: GreenPass und neoom haben beispielsweise für klimafreundliche Maßnahmen gesorgt und mit Storebox hat Ikea Österreich ein Click&Collect-Konzept umgesetzt, das ein eigenes Parkhaus überflüssig macht.

Klemens Haselsteiner | Strabag

Klemens Haselsteiner © Strabag
Klemens Haselsteiner © Strabag

Mit Klemens Haselsteiner hat die Strabag einen Chief Innovation Officer, der aktiv Innovationsprojekte auf den Boden bringt, die für viel Aufsehen sorgen. Ein Beispiel war 2021 Österreichs erstes Bürogebäude aus einem Beton-3D-Drucker. Mit dem neuen Verfahren dauerte es in Summe 45 Stunden, bis das Bauwerk “ausgedruckt” war.

Ralf Kunzmann | Erste Private Capital

Ralf Kunzmann leitet die Erste Private Capital © Erste Group
Ralf Kunzmann leitet die Erste Private Capital © Erste Group

Ralf Kunzmann war in der Startup-Szene in Österreich lange als das Gesicht des aws Gründerfonds bekannt, den er mitaufgebaut hat. Nach acht Jahren hat er die Austria Wirtschaftsservice nun verlassen und wechselte zur Erste Group. Dort leitet er mit der Erste Private Capital einen neuen Private-Equity-Arm, der mit einem Fondsvolumen von 100 Millionen Euro unter anderem für Anschlussfinanzierungen für schnell wachsende Scaleups sorgen will. Während Österreich bei Frühphasen-Finanzierungen vergleichsweise gut aufgestellt ist, fehlt es in der Growth Stage und Later Stage häufig an entsprechendem Kapital aus Österreich.

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GoStudent-Gründer Felix Ohswald: „Das sind die fünf Lern-Trends für 2022“

Bildung im Jahr 2022 - GoStudent-Co-Founder Felix Ohswald über fünf Trends, die das Lernen von Kindern 2022 und darüber hinaus verändern werden.
/gostudent-gruender-felix-ohswald-das-sind-die-fuenf-lern-trends-fuer-2022/
GoStudent, Ohswald, Lern Trends, Lerntrends, Lernen 2022
(c) GoStudent - GoStudent-Co-Founder Felix Ohswald: "Nur 18 Prozent der Schulen nutzen KI im Unterricht."

1. Die kontroversen Ansichten zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildung

Durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildung wird der Unterricht messbarer. Daraus ergibt sich ein enormes Optimierungspotenzial: Lerninhalte und Lehrmethoden können so viel genauer auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes zugeschnitten und Lernerfolge nachvollziehbar gemacht werden. Auf Basis der Erkenntnisse, die KI-basierte Bildungsprogramme bieten, ist es möglich Lernpläne individuell und effektiv anzupassen.

Das in San Francisco ansässige EdTech Unternehmen ELSA beispielsweise nutzt Spracherkennung und Aussprache-Analyse, um präzise Verbesserungsbereiche identifizieren zu können. Memrise ist eine Online-Lernplattform aus London, die maschinelles Lernen einsetzt, um Lektionen auf der Grundlage der Vorkenntnisse des Nutzers zu personalisieren und dem Lernenden dabei hilft, sich neue Vokabeln, Phrasen und Schriftsysteme einzuprägen.

Laut dem am 30. November 2021 veröffentlichten GoStudent-Bildungsreport steckt der Einsatz von künstlicher Intelligenz jedoch noch in den Kinderschuhen. Nur 18 Prozent der Schulen nutzen KI im Unterricht und nur fünf Prozent der Eltern unterstützen ihre Kinder mit KI-basierten Lernmethoden außerhalb des Klassenzimmers. In Europa sehen spanische Eltern den Einsatz von KI im Klassenzimmer am positivsten (50 Prozent Befürworter), während die Eltern in Frankreich und Großbritannien mit nur einem Drittel Zustimmung das Schlusslicht bilden.

Die Eltern sind dabei der Meinung, dass KI verstärkt eingesetzt werden sollte, um eine Lernumgebung zu schaffen, die auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist (62 Prozent). Wir sehen, dass immer mehr Startups diesem Trend folgen, und so wurden in letzter Zeit verschiedene EdTech-Unternehmen gegründet, die KI-basierte Lernlösungen anbieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Trend im kommenden Jahr weiter zunehmen wird.

Auch wir bei GoStudent werden weiterhin erforschen, wie wir KI einsetzen können, um die Lernerfahrung für Kinder in der Einzelnachhilfe stetig zu verbessern. Dazu setzen wir zum Beispiel Techniken des Emotiontracking ein, um mehr darüber zu erfahren, wie Gefühle und Engagement beim Online-Lernen zusammenhängen.

2. Digitale Innovation demokratisiert die Bildung

Obwohl 85 Prozent der Kinder den Wert von Nachhilfe sehen, erhielten laut dem GoStudent Bildungsbericht im letzten Schuljahr nur 16 Prozent von ihnen Nachhilfe. Diese Zahl war für mich sehr überraschend, da wir gleichzeitig wissen, dass acht von zehn Kindern in ganz Europa mit bildungsbezogenen Herausforderungen konfrontiert sind, während sie in einer pandemischen Welt lernen. Wie in vielen anderen Bereichen wird die Digitalisierung im Bildungssektor dazu führen, dass Bildungsdienstleistungen leichter und erschwinglicher zugänglich werden.

Online-Nachhilfeanbieter wie GoStudent können 30 Prozent niedrigere Preise anbieten als traditionelle Offline-Nachhilfeanbieter. In unserer repräsentativen Studie wurde festgestellt, dass Eltern in ganz Europa die Vorteile der Online-Nachhilfe bereits erkannt haben und angeben, dass sie kostengünstig ist, Zeit spart und ihren Kindern eine flexible und interaktive Lernerfahrung bietet.

Laut dem von GoStudent veröffentlichten Bildungsbericht liegt der durchschnittliche Preis für eine Nachhilfestunde europaweit bei 25 Euro, wobei die Inanspruchnahme eines Nachhilfelehrers im Vereinigten Königreich am teuersten ist (33,5 Euro). Um Kindern auf der ganzen Welt eine Lernerfahrung zu ermöglichen, die ihnen hilft, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, ist es wichtig, den Zugang zu individueller Nachhilfe zu erleichtern.

Durch technologische Innovationen im Bildungsbereich können personalisierte Online-Lerndienste nicht nur zu geringeren Kosten angeboten werden, sondern auch in geografischen Gebieten, in denen solche Nachhilfedienste ‚offline‘ nicht existieren. Ein Vorbild in diesem Bereich ist die Khan Academy, eine Non-Profit-Organisation, die derzeit rund vierzehntausend Lernvideos kostenlos online anbietet.

3. Metaversum zur Verbesserung der Lernerfahrungen

Pioniere aus der Tech-Welt haben bereits eine Vision davon, wie das Metaversum, das meist als Verschmelzung der physischen und virtuellen Welt definiert wird, unser Leben in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Auch wenn es im nächsten Jahr wahrscheinlich noch zu früh sein wird, um abzuschätzen, inwieweit dieser Trend auch die Bildung beeinflussen kann, ist es offensichtlich, dass einige Trends recht bald umgesetzt werden: Erweiterte Realität als wichtiger Bestandteil der Metaversum-Idee wird Bildung noch erlebbarer machen, indem sie Lehrer:innen erlaubt, Theorie anschaulich zu vermitteln. Statt ein Video abzuspielen, um den Kindern beispielsweise zu zeigen, wie es in der Steinzeit war, können sie mit einer VR-Brille digital in die Welt eintauchen. Die Kinder können durch die Landschaft wandern und steinzeitliche Tiere beobachten, als wären sie wirklich auf einer Zeitreise.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, warum das Metaversum, meiner Meinung nach, seinen Weg in die Bildung finden wird, ist das Erlernen des Umgangs mit dem Metaversum selbst. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass wir es bei der Entwicklung der sozialen Medien versäumt haben, den Kindern beizubringen, wie sie diese verantwortungsvoll und sicher nutzen können.

In einem kürzlich von der EdTech-Bloggerin und Englischlehrerin Raquel Ribeiro für den Cambridge-Blog geschriebenen Artikel erkennt sie die wachsende Notwendigkeit an, die neuesten digitalen Fortschritte in den Lernkontext der Schülerinnen einzubauen. Sie können zu dem Lernfortschritt von Kindern beitragen – nicht nur bei dem Erlernen einer Sprache, sondern auch bei der Fähigkeit, die Herausforderungen einer immer kompetitiveren Welt außerhalb des Klassenzimmers zu bewältigen.

4. Schulunterricht am Vormittag und Nachhilfeunterricht am Nachmittag wachsen immer mehr zusammen

Ein weiterer Trend im Bildungswesen, für den sich GoStudent aktiv einsetzt, ist die zunehmende Verschmelzung von regulärem Schulunterricht mit zusätzlichen Lernangeboten am Nachmittag. Im Klassenzimmer steht meist nur eine Lehrkraft für 20 bis 30 Kinder zur Verfügung, was die Möglichkeit einschränkt, auf individuelle Lernschwierigkeiten oder besondere Bedürfnisse der Kinder einzugehen.

In unserem GoStudent Bildungsbericht haben wir Kinder gefragt, wo sie die Vorteile der Nachhilfe sehen. Fast die Hälfte der befragten Kinder antwortete, dass die Nachhilfe ihnen die Möglichkeit gibt, in einem ’sicheren Raum‘ Fragen zu stellen, um den Schulstoff besser zu verstehen. Um dieses grundlegende Problem zu lösen, müssen Schulen und private Nachhilfeanbieter verstärkt zusammenarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass durch eine verbesserte Kommunikation und Koordination, die sich voll und ganz auf die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder konzentrieren, die Lernerfahrung der Schüler verbessert und somit der Lernerfolg der Schüler gesteigert werden kann.

5. Gamification bietet eine spielerische Lernmöglichkeit für Kinder

Heutzutage sind Kinder schon von klein auf mit Technologie und digitalen Unterhaltungsangeboten konfrontiert. Laut dem GoStudent-Bildungsreport werden die Hobbys der ‚Gen Z‘ zunehmend digitaler. Die ‚Top 3‘ Hobbys von Kindern und Jugendlichen in Österreich sind: Freunde treffen (59 Prozent), YouTube-Videos schauen (52 Prozent) und Videospiele spielen (49 Prozent).

Mit zunehmendem Alter wird dies zusätzlich verstärkt. Lediglich 16 Prozent der 16- bis 18-Jährigen sind noch gerne draußen aktiv. Viel lieber schauen sie Filme und Serien (55 Prozent) oder sind auf sozialen Medien unterwegs (41 Prozent). Warum sollte man diesen Trend jedoch nicht auf spielerische Weise mit Lerninhalten kombinieren, die das Kind unterhalten, aber gleichzeitig Inhalte vermitteln, von denen Kinder lernen können?

Da Kinder positive Emotionen erleben, wird ihr Engagement und ihre Aufmerksamkeit erhöht, was wiederum zu einem besseren Lernerfolg führt. Wenn das Lernen Kindern schon in jungen Jahren Spaß macht, trägt das unterhaltsame Material dazu bei, dass sie eine positive Einstellung zum Lernen entwickeln.

Junge EdTEch-Gründer:innen können sich von der Erfolgsgeschichte von Duolingo inspirieren lassen. Duolingo ist eine bereits etablierte Freemium-Sprachlern-App, die verschiedene Gamification-Elemente einsetzt, um ihren Nutzern eine spannende Lernerfahrung zu bieten: Die Nutzer können nicht nur eine interne Währung für das Absolvieren verschiedener Aktivitäten verdienen und verwenden, sondern auch mit Freunden zusammenarbeiten, über die besten Übersetzungen abstimmen und Abzeichen für Erfolge, wie das Erlernen einer bestimmten Anzahl von Fähigkeiten, erhalten.

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