Darum gibt die RBI mit 8 weiteren Banken einen Stablecoin heraus

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Es soll ein großer Schritt für die Finanzwelt und den Payment-Bereich in Europa werden: Ein Konsortium aus neun europäischen Banken wird einen Euro-Stablecoin herausgeben. Mit dabei ist auch die Raiffeisen Bank International (RBI). Christian Wolf, Head of Strategic Partnerships & Ecosystems bei der RBI, erläutert im brutkasten-Video-Talk die Hintergründe.

Wolf spricht über die strategischen Ziele hinter der Initiative, die als europäische Antwort auf die US-dominierte Stablecoin-Landschaft dienen soll: Hauptziele sind die Stärkung der Unabhängigkeit Europas von US-Dollar-basierten Zahlungssystemen sowie die Nutzung der MiCA-Regulierung als Enabler für hochregulierte Banken in diesem neuen Technologiebereich. Wolf erläutert zudem Anwendungsfälle des Stablecoins, insbesondere im Corporate- und Institutional-Geschäft. Außerdem spricht der RBI-Manager über die technologische Umsetzung und den Zeitplan bis zur geplanten Markteinführung Mitte des nächsten Jahres.


Um diese Themen geht es im Studio-Talk:

1. Die europäische Stablecoin-Initiative

  • Neun europäische Banken, darunter die Raiffeisenbank International (RBI), haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um gemeinschaftlich einen Euro-Stablecoin herauszubringen.
  • Der Euro Stablecoin soll laut Christian Wolf als „digitalisiertes Cash auf einer Blockchain Technologie“ fungieren.

2. Strategische und geopolitische Motivation

  • Das Konsortium will der Dominanz der US-dominierten Stablecoin-Landschaft und von US-basierten Paymentanbietern in Europa „etwas entgegensetzen“.
  • Europa soll zunehmend unabhängiger von US-Dollar basierten Zahlungssystemen werden, wobei der Euro-Stablecoin eine sinnvolle Alternative darstellen soll.

3. Regulatorischer Rahmen und Vertrauen

  • Die MiCA-Regulierung soll dabei ein entscheidender „Enabler“ sein, da sie hochregulierten Banken einen sicheren, einheitlichen europäischen Rahmen für den Einstieg in diese neuen Technologien bietet.
  • Der Stablecoin stützt sich auf die Pfeiler Vertrauen und Sicherheit und ist so konzipiert, dass er stabil bleibt, indem er eine 1:1-Bindung an den Euro mit hochliquiden, hochqualitativen Assets (z.B. hochliquide Staatsanleihen) hinterlegt.

4. Anwendungsfälle und Wachstumspotenzial

  • Das größte Wachstumspotenzial liegt momentan im Corporate- und Institutionen-Geschäft, wo der Stablecoin für Anwendungsfälle wie grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und die effiziente Abwicklung von Settlements genutzt werden soll.
  • Die zugrundeliegende Technologie ermöglicht die „Programmability of Money“ (Programmierbarkeit von Geld) in Kombination mit Smart Contracts, wodurch Geldflüsse automatisiert werden können (z.B. bei Zahlungsbedingungen im International Trade Business).

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