„Wir haben jetzt im ersten Quartal fünfzigtausend Euro Profit gemacht“, sagt Thomas Hebenstreit im brutkasten-Talk. Der Gründer startete sein Maßmode-Unternehmen 2022 in Delhi und kehrte 2025 mit der Marke Sartoria Vienna nach Österreich zurück. Das Startup betreibt nach eigenen Angaben derzeit vier Standorte: Geschäfte in Graz und Wien, ein Pop-up in Linz sowie ein Anfang Mai in Graz eröffnetes Damengeschäft mit eigenem Label. Die Expansion soll aus dem laufenden Cashflow finanziert werden, weitere Investments sind laut Hebenstreit nicht geplant. Als Ziel für heuer nennt er einen erstmals siebenstelligen Umsatz. Längerfristig will er ein „House of Brands“ im Made-to-measure-Bereich aufbauen, das er gemeinsam mit Operating Partnern betreibt.
Im Talk geht es außerdem um die Technologie-Roadmap des Unternehmens: Nach einem Hemdenkonfigurator soll ein 3D-Anzugkonfigurator folgen, zudem arbeitet das Startup an einer KI-gestützten Vermessung. Deren Grenzen benennt Hebenstreit selbst: „Wenn du ein Produkt kaufst, das über tausend Euro kostet, dann bist du nicht mehr bereit, das rein online zu kaufen.“ Weitere Themen sind der Ausstieg seines Co-Founders, die vertraglichen Regelungen rund um die Trennung sowie Hebenstreits Schlussfolgerungen für Gründungsteams. Das Tagesgeschäft führt der Gründer derzeit selbst – bei einer Arbeitswoche von nach eigenen Angaben 100 bis 120 Stunden.
Um diese Themen geht’s im Talk:
- Profitabilität: 50.000 Euro Profit im ersten Quartal laut Hebenstreit, Finanzierung über Kundenzahlungen statt gebundenes Working Capital – und die geplante Expansion ohne weiteres Investorenkapital.
- Vier Standorte und ein neues Damenlabel: Die Überlegungen hinter Graz, Wien, dem Linzer Pop-up und dem Aufbau eines „House of Brands“ im Made-to-measure-Bereich.
- Technologie-Roadmap: 3D-Anzugkonfigurator, KI-gestützte Vermessung – und die Rolle der persönlichen Beratung im Hochpreissegment.
- Der Co-Founder-Exit: Wie sich die Trennung entwickelte, welche Rolle der Vertrag spielte und welche Fehler Hebenstreit bei Erstgründer:innen beobachtet.
- 100 bis 120 Stunden pro Woche: Personalsuche an allen Standorten, Founder-Gesundheit und die Frage, wie lange dieses Pensum tragbar ist.








