10.08.2020

Auch wegen TikTok-Konflikt: Zuckerberg nun dritt-reichster Mensch der Welt

Laut dem aktuellen Bloomberg-Ranking ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun der dritt-reichste Mensch der Welt und in den Club der dreistelligen Milliardäre aufgestiegen. Dabei profitierte er auch vom Konflikt rund um die chinesische Video-Plattform TikTok.
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(c) FB - Facebook-CEO Mark Zuckerberg

Die drei reichsten Menschen der Welt kommen laut dem aktuellen „Bloomberg Billionaires Index“ alle aus den USA und im weiteren Sinne aus der gleichen Branche: Es sind die Tech-Riesen-Gründer Jeff Bezos (Amazon / Vermögen: 187 Milliarden US-Dollar), Bill Gates (Microsoft / Vermögen: 121 Milliarden US-Dollar) und Mark Zuckerberg (Facebook / Vermögen: 102 Milliarden US-Dollar). Der letztgenannte ist damit zu ersten Mal unter den Top 3 der Welt und unter jenen Personen, die ein Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe (US-Dollar) angehäuft haben.

Der „Bloomberg Billionaires Index“ wird laufend aktualisiert und errechnet sich primär aus dem aktuellen Börsenwert der Unternehmensanteile der angeführten Personen. Im Laufe dieses Jahrs stieg das Vermögen des Facebook-Gründers laut Bloomberg bereits um 23,3 Milliarden US-Dollar. An Ranking-Spitzenreiter Bezos mit einem Zuwachs von 72,1 Milliarden US-Dollar allein im Jahr 2020 kommt Zuckerberg dann aber doch bei weitem nicht heran. Und unter anderem auch an die Nummer 10 der Welt, Tesla-Gründer Elon Musk, nicht. Dem Bescherte die Steigerung des Börsenwerts seines Unternehmens in diesem Jahr mit einem Plus von 41,1 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 68,7 Milliarden US-Dollar mehr als eine Verdopplung seines Vermögens.

Launch von TikTok-Clon Reels beschert Zuckerberg Geldsegen

Doch gerade zuletzt erlebten Zuckerbergs Aktien einen neuerlichen Push. Die Facebook-Tochter Instagram hatte mit dem Launch von „Reels“, einem Clon der chinesischen Video-Plattform TikTok, nämlich ein perfektes Timing, das von den Anlegern belohnt wurde.

Denn TikTok steht derzeit unter enormem politischen Druck durch US-Präsident Donald Trump – zuletzt wurden US-Bürgern Geschäfte mit der TikTok-Mutter Bytedance verboten. Im Raum steht daher entweder das Aus für die chinesische Plattform in den USA, oder einer Übernahme durch einen US-Konzern – Angebote liegen von Microsoft und Twitter am Tisch. Einstweilen könnte Reels viel Raum gut machen und Zuckerberg sein Vermögen so weiter vergrößern.

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Mistral.
© LinkedIn/Canva - Arthur Mensch, Co-Founder und CEO Mistral AI.

Drei Milliarden Euro. Das ist die Summe, die der französische Anthropic- und OpenAI-Herausforderer Mistral in seiner heute verkündeten Series-D-Finanzierungsrunde aufnahm. Es ist die größte VC-Runde für ein Tech-Unternehmen in der europäischen Geschichte – und das für ein gerade einmal drei Jahre altes Unternehmen.

Den Lead in der Runde übernahm mit Samsung – wenig überraschend – ein außereuropäischer Player. Dazu kommen große US-Investoren wie PSG Equity als Co-Lead, a16z und Nvidia, aber auch eine ganze Reihe europäischer Kapitalgeber, darunter der Scaleup Europe Fund der schwedischen EQT als weiterer Co-Lead.

Keine normalen Umstände

Drei Milliarden Euro. Eine Bewertung von 21 Milliarden Euro. Das sollte unter normalen Umständen ein Garant für den großen Durchbruch sein. Zum Vergleich: Meta (damals Facebook) genügten vor seinem Börsengang insgesamt 2,27 Milliarden US-Dollar VC-Kapital, um sich im Social-Media-Wettlauf klar an die Spitze zu setzen und zum Tech-Giganten zu werden.

Doch die Umstände sind nicht normal. Der KI-Wettlauf hat die Volumina an VC-Kapital vor allem in den USA auf ein nie dagewesenes Level gehievt. Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, hat allein in seiner Series-H-Runde im Mai dieses Jahres 65 Milliarden US-Dollar aufgenommen und steht bei einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat diesen März in seiner Finanzierungsrunde sogar 122 Milliarden US-Dollar eingesammelt und steht bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar.

Beim insgesamt aufgenommenen Kapital steht Mistral (ca. 6 Mrd. Euro inklusive Kredite) in einem Verhältnis von etwa 1:19 zu Anthropic (mindestens 130 Mrd. US-Dollar) und 1:26 zu OpenAI (mindestens 180 Mrd. US-Dollar). Das wird im beinharten internationalen Tech-Wettlauf vermutlich nicht ausreichen.

Digitale Souveränität als Verkaufsargument

Und das weiß man auch beim französischen Scaleup. Der größte Trumpf, den es in der Hand hat, ist, dass es aus Europa kommt. Punkten kann das Unternehmen vor allem bei den Themen Digitale Souveränität und Datensicherheit. Und das wiederum sind Fragen, die im B2B- und vor allem im öffentlichen Bereich deutlich schwerer wiegen als im B2C-Bereich, den aktuell Anthropic, OpenAI und Google dominieren.

„Während der ersten Welle der generativen KI lautete die zentrale Frage: Wer kann das leistungsstärkste Modell entwickeln? Unternehmen und Regierungen stellen sich nun eine andere Frage: „Wie können sie die Leistungsfähigkeit der KI für ihre geschäftskritischen Anforderungen nutzen, ohne die Kontrolle über die Infrastruktur und den Informationskreislauf abzugeben?“, heißt es von Mistral in der Presseaussendung zur aktuellen Kapitalrunde.

Die Frage will man freilich mit dem eigenen Produkt beantworten. „Die Nachfrage nach dieser Kombination aus Leistung, Kontrolle, Auswahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit nimmt weltweit zu“, ist man sich sicher. Und Mistral sei das weltweit einzige KI-Unternehmen, das den gesamten Stack entwickle, der dafür erforderlich ist: „Open-Weight-Modelle, die Infrastruktur und die Rechenkapazität, auf der sie laufen, und die Produkte, mit denen sie in den Unternehmen wirksam werden“.

Ausstehender Beweis

Dass diese Argumente angesichts des europäischen Diskurses durchaus valide sind, liegt auf der Hand. Ob die Rechnung am Ende auch betriebswirtschaftlich aufgeht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Mistral bekommt durch die Mega-Runde genug Luft, um sich innerhalb Europas weiterhin im öffentlichen und im Unternehmenssegment zu etablieren. Doch dass das ausreicht, um das eingesetzte Kapital (mehrfach) zurückzuspielen, muss erst bewiesen werden.

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Auch wegen TikTok-Konflikt: Zuckerberg nun dritt-reichster Mensch der Welt

  • Die drei reichsten Menschen der Welt kommen laut dem aktuellen „Bloomberg Billionaires Index“ alle aus den USA und im weiteren Sinne aus der gleichen Branche: Es sind die Tech-Riesen-Gründer Jeff Bezos, Bill Gates und Mark Zuckerberg.
  • Der letztgenannte ist damit zu ersten Mal unter den Top 3 der Welt und unter jenen Personen, die ein Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe angehäuft haben.
  • Im Laufe dieses Jahrs stieg das Vermögen des Facebook-Gründers laut Bloomberg bereits um 23,3 Milliarden US-Dollar.
  • Die Facebook-Tochter Instagram hatte mit dem Launch von „Reels“, einem Clon der chinesischen Video-Plattform TikTok, nämlich ein perfektes Timing, das von den Anlegern belohnt wurde.

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  • Im Laufe dieses Jahrs stieg das Vermögen des Facebook-Gründers laut Bloomberg bereits um 23,3 Milliarden US-Dollar.
  • Die Facebook-Tochter Instagram hatte mit dem Launch von „Reels“, einem Clon der chinesischen Video-Plattform TikTok, nämlich ein perfektes Timing, das von den Anlegern belohnt wurde.

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  • Der letztgenannte ist damit zu ersten Mal unter den Top 3 der Welt und unter jenen Personen, die ein Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe angehäuft haben.
  • Im Laufe dieses Jahrs stieg das Vermögen des Facebook-Gründers laut Bloomberg bereits um 23,3 Milliarden US-Dollar.
  • Die Facebook-Tochter Instagram hatte mit dem Launch von „Reels“, einem Clon der chinesischen Video-Plattform TikTok, nämlich ein perfektes Timing, das von den Anlegern belohnt wurde.

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  • Die drei reichsten Menschen der Welt kommen laut dem aktuellen „Bloomberg Billionaires Index“ alle aus den USA und im weiteren Sinne aus der gleichen Branche: Es sind die Tech-Riesen-Gründer Jeff Bezos, Bill Gates und Mark Zuckerberg.
  • Der letztgenannte ist damit zu ersten Mal unter den Top 3 der Welt und unter jenen Personen, die ein Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe angehäuft haben.
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