16.11.2020

“Stopp Corona”: Neuerlicher Appell zur Installation der Covid-App

Angesichts des zweiten Lockdowns appelliert das Gesundheitsministerium erneut an die Bevölkerung, die "Stopp Corona"-App zu installieren. So soll eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden.
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Stopp Corona-App - Rotes Kreuz uniqa Accenture
(c) Rotes Kreuz: "Stopp Corona"-App

Am Montag haben Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Gerry Foitik, der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, und Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres erneut an die Bvölkerung appelliert die Tracing-App “Stopp Corona” zu installieren und zu verwenden. Damit sollen alle Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag gegen die Überlastung des Gesundheitssystems leisten.

“Stopp Corona”-App meldet Fälle bei Kontakten

Die App dokumentiert den Kontakt mit anderen Nutzern und meldet, wenn eine der Kontakte positiv auf das Coronavirus getestet wurde oder ein Verdacht besteht. Ebenso erfolgt eine Entwarnung, wenn der entsprechende Test der Kontaktperson negativ ausgefallen ist. Foitik betont in diesem Kontext auch die einfache Nutzbarkeit der App: Es sei ein “wesentlicher, aber sehr einfacher Beitrag, Menschen zu schützen”, sagt er.

Gesundheitsministerium übernimmt Finanzierung

Laut Anschober hat das Gesundheitsministerium nun die Finanzierung der “Stopp Corona”-App übernommen. Es werden knapp eine Million Euro für den Weiterbetrieb und den Ausbau zur Verfügung gestellt.

Ab 14. Dezember soll es auch möglich sein, dass die heimische App mit den nationalen Apps anderer EU-Staaten kommunizieren kann, heißt es weiter. Zuletzt war unter anderem kritisiert worden, dass jeder Staat hier seine eigene Lösung forciert – was bei Auslandsreisen die App des eigenen Landes dementsprechend nutzlos macht.

App bleibt weiterhin freiwillig

Trotz des Appells wird seitens des Gesundheitsministeriums betont, dass die Nutzung der App freiwillig bleiben soll. Die entsprechende Diskussion rund um eine mögliche verpflichtende Nutzung der App hatte im Frühsommer für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Über das Bekenntnis zur Freiwilligkeit sei man sich auch innerhalb der Regierung einig, betont Anschober.

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Digitale Exporte
(c) Viktor Stojkoski, Philipp Koch, Eva Coll, & César A. Hidalgo

“Die Entwicklung von Österreichs Exportwirtschaft ist eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht” – so lautet der erste Satz im aktuellen Bericht “Österreichische Exportwirtschaft 2024/2025” der Wirtschaftskammer-Unterorganisation Außenwirtschaft Austria. Mit 201 Milliarden Euro Gesamtvolumen wurde 2023 ein neuer Rekord erzielt. Bei den Pro-Kopf-Exporten der Waren liegt Österreich auf Platz 8 in der Weltrangliste, innerhalb der EU sogar auf Platz 6.

EU weit hinter USA und China bei digitalen Exporten

Es besteht also kein Zweifel an der Stärke von Österreichs Exportwirtschaft. Doch die Sache hat einen Haken. Das legt eine diese Woche in “Nature Communications” publizierte Studie nahe, die von einem Forscher:innen-Team rund um EcoAustria Researcher Philipp Koch erstellt wurde. Die Kernaussage: Bei digitalen Exporten liegt die EU weit hinter den USA und China. Doch dieses Segment wächst schneller als der klassische Waren-Exportsektor.

Konkret übertrafen die digitalen Exporte der USA im Jahr 2021 laut Studie jene der EU-27 um mehr als das Zehnfache. 672 Milliarden US-Dollar stehen 48 Milliarden US-Dollar gegenüber. Auch China hat die EU-27 im selben Zeitraum um mehr als das Doppelte übertroffen (107 Mrd. US-Dollar). Forscher Philipp Koch nennt weitere Zahlen: “Österreich exportierte im Jahr 2021 weniger als 290 Millionen US-Dollar an digitalen Produkten. Das entspricht lediglich rund 1,1 Prozent der gesamten österreichischen Waren- und Dienstleistungsexporte”. Global betrachtet zeichnete im Jahr 2021 der digitale Handel mit knapp einer Billion US-Dollar für rund 3,5 Prozent des insgesamten Welthandels verantwortlich.

Digitale Exporte USA EU China
(c) Viktor Stojkoski, Philipp Koch, Eva Coll, & César A. Hidalgo 

Ökonomische und ökologische Vorteile

Die digitalen Exporte hätten jedoch sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile, führen die Studien-Autor:innen aus: “Länder, die Wirtschaftswachstum von Treibhausgasemissionen entkoppelt haben, tendieren zu höheren digitalen Exporten, was darauf hindeutet, dass der digitale Handel nachhaltigere Formen der wirtschaftlichen Entwicklung unterstützen kann.” Zudem seien digitale Produkte tendenziell von höherer wirtschaftlicher Komplexität als physische Produkte, was darauf hindeute, dass digitale Produkt-Exporte wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung einer Wirtschaft leisten.

Koch kommentiert: “Insgesamt sind gesteigerte digitale Exporte ein Schlüsselelement für das langfristige wirtschaftliche Wohlergehen von Österreich und Europa im globalen Markt. Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit für Europa, den digitalen Sektor zu stärken und in digitale Infrastruktur zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben”.

Tochterunternehmen erschweren Datenerfassung

Belastbare Daten zu den digitalen Exporten zu bekommen, gestaltete sich für die Studienautor:innen übrigens gar nicht so einfach. “Wenn jemand in Österreich beispielsweise ein Videostreaming-Abonnement des US-amerikanischen Anbieters Netflix kauft, ist dies eine internationale Handelstransaktion. Da Technologieunternehmen allerdings häufig lokale Tochtergesellschaften besitzen, die ihre Auslandstransaktionen verschleiern [Anm. siehe Vergleich in der Grafik], und der Handel von Dienstleistungen nicht sehr granular erfasst wird, gestaltete sich die Erfassung des internationalen Handels mit digitalen Produkten bislang schwierig”, heißt es von ihnen.

Durch den Einsatz von Machine Learning kombiniert mit Umsatzstatistiken von mehr als 15.000 Unternehmen sei es aber gelungen, bilaterale Handelsschätzungen für 31 Sektoren, 189 Länder und alle Jahre von 2016 bis 2021 zu erstellen.

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AI Summaries

“Stopp Corona”: Neuerlicher Appell zur Installation der Covid-App

  • Die App dokumentiert den Kontakt mit anderen Nutzern und meldet, wenn eine der Kontakte positiv auf das Coronavirus getestet wurde oder ein Verdacht besteht.
  • Foitik betont in diesem Kontext auch die einfache Nutzbarkeit der App: Es sei ein “wesentlicher, aber sehr einfacher Beitrag, Menschen zu schützen”, sagt er.
  • Laut Anschober hat das Gesundheitsministerium nun die Finanzierung der “Stopp Corona”-App übernommen. Es werden knapp eine Million Euro für den Weiterbetrieb und den Ausbau zur Verfügung gestellt.
  • Ab 14. Dezember soll es auch möglich sein, dass die heimische App mit den nationalen Apps anderer EU-Staaten kommunizieren kann, heißt es weiter.
  • Zuletzt war unter anderem kritisiert worden, dass jeder Staat hier seine eigene Lösung forciert – was bei Auslandsreisen die App des eigenen Landes dementsprechend nutzlos macht.
  • Trotz des Appells wird seitens des Gesundheitsministeriums betont, dass die Nutzung der App freiwillig bleiben soll.

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