07.09.2018

Tag der Innovation im Burgenland: Finale der Start Up Your Idea Challenge 2018

Am 13. September lädt die Wirtschaft Burgenland zum Tag der Innovation in Eisenstadt ein. Diese Veranstaltung besteht aus zwei Startup-Events, der #woschechtinnovativ Lounge und dem Start Up Your Idea Challenge 2018 Finale.
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Start Up Your Idea Challenge 2018
Start Up Your Idea Challenge 2018

Am 13. September lädt die Wirtschaft Burgenland innovative Personen zu zwei Veranstaltungen in Eisenstadt ein. Um 16:30 startet die #woschechtinnovativ Lounge mit allem rund ums Thema Innovation im Burgenland, starke Marken und den Innovationspreis Burgenland. Und das Finale der Start Up Your Idea Challenge 2018 mit den besten jungen Ideen aus dem Burgenland ab 18:30 rundet den Abend ab. Mit ausreichend Chance zum Networken mit den innovativsten Köpfen aus dem Burgenland.

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#woschechtinnovativ Lounge

„Der Sprung von der Idee zur #woschechten Innovation und starken Marke: Das ist schon vielen Burgenländerinnen und Burgenländern gelungen. Am 13. September holen wir Erfolgsgeschichten vor den Vorhang und reden übers mutig sein, innovativ sein, ja auch über das Fehler machen. Wir freuen uns, die kreativen Geister aus dem Burgenland bei der ersten #woschechtinnovativ Lounge zu begrüßen“, sagt Harald Zagiczek, Geschäftsführer Wirtschaft Burgenland, über das neue Networking-Event.

Für ausreichend Diskussionsstoff und Austausch sorgen Cecilia Havmöller, Co-Founderin von Veganista, der ehemalige „Staatspreis Innovation“-Gewinner Stefan Tasch von Lumitech sowie die beiden Preisträger beim Innovationspreis Burgenland 2017, Thomas Braun von braun engineering und Andreas Hirschhofer von BUMAS, die erst kürzlich als einer der Österreich-Vertreter für die „Central European Startup Awards“ nominiert wurden.

Das Rennen um den Innovationspreis Burgenland 2018 ist noch voll im Gange. Darum gibt es auch detaillierte Informationen, worauf es bei der Einreichung ankommt und welche Innovationen von der Jury besonders gern gesehen warden.

⇒ Infos zum Event

⇒ Infos zum Innovationspreis

Start Up Your Idea Challenge 2018 – das Finale

Die Start Up Your Idea Challenge 2018 ist ein Ideenwettbewerb zur Präsentation von Gründungsideen im Burgenland und richtet sich an unternehmerisch denkende, kreative Menschen und Teams mit innovativen Produkt- und/oder Dienstleistungsideen aus allen Bereichen.

Beim Finale am 13. September an der FH Burgenland / Eisenstadt geht es für die 7 Finalisten um Sach- und Geldpreise sowie die große Chance, ihre Idee vor Fachleuten zu präsentieren und Feedback zu bekommen. In der Jury sind mit Lukas Püspök (PushVentures), Hans Waldherr (Stromkind, Spectralmind), Nicole Kus (i2B), Michal Lagan (smavin / Sieger des Vorjahres, MAVOCO) und Michael Gerbavsits (Energie Burgenland) Fachleute aus der Startup- und Unternehmensszene.

Die Energie Burgenland AG stellt 2.000 € für den Gesamtsieger zur Verfügung und prämiert die beste Idee aus dem Energie-Bereich mit dem „future.now! Award“. Die Ideen-Teams wurden im Vorfeld von Pitch-Trainer Florian Kandler (GetFunding.how, Startup Report Austria) noch optimal auf die Präsentation eingestimmt – einer tollen Veranstaltung steht somit nichts mehr im Weg!

Wer die 7 Finalisten sind und was ihre Idee ist, kann man in den Kurz-Videos sehen, die schon jetzt unter www.bvz.at/startup abrufbar sind. Dort besteht auch die Möglichkeit, seine Stimme bzw. Punkte dem Startup seiner/ihrer Wahl zu geben. Jene Idee mit den meisten Punkten erhält beim Final-Event einen Sonderpreis der BVZ – ein Portrait der Startup-Idee in der Zeitung.

Wir laden alle Startup-Interessierten ein, sich die Top Startups des Jahrgangs 2018 genauer anzuschauen und einen interessanten Abend in Eisenstadt zu verbringen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.

⇒ Anmeldung

Die Start Up Your Idea Challenge ist eine Initiative der Wirtschaft Burgenland, FH Burgenland und Wirtschaftskammer Burgenland im Rahmen des Projektes SMART-UP.

⇒ Infos zum Event

⇒ Infos zur Start Up Challenge


Hard Facts:

Was: Tag der Innovation im Burgenland: #woschechtinnovativ Lounge und Finale der Start Up Your Idea Challenge 2018

Wann: 13.09.2018 ab 16:30

Wo: Wirtschaft Burgenland | GmbH – WiBuG Marktstraße 3 | 7000 Eisenstadt

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Schulterschluss in Paris: Macron und Modi warben auf der VivaTech 2026 gemeinsam für eine „verantwortungsvolle KI" als Wertegemeinschaft. | (c) VivaTech

Am 12. Juni erreicht Anthropic ein Brief des US-Handelsministeriums. Drei Tage zuvor war Claude Fable 5 erschienen, das leistungsfähigste allgemein verfügbare Modell des Hauses. Nun ist es für jede Person ohne US-Staatsbürgerschaft zu sperren, im In- wie im Ausland. Weil sich Staatsangehörigkeit nicht in Echtzeit prüfen lässt, schaltet Anthropic beide Modelle weltweit ab, auch für die eigenen US-Kund:innen. Betroffen sind nicht nur einzelne Nutzer:innen: Anwendungen, die das Modell direkt einbinden, stehen über Nacht still, und der Fall führt vor Augen, wie viele Produkte und ganze Geschäftsmodelle auf einem einzigen, von außen abschaltbaren Modell ruhen. Der „kill switch“, über den Europa seit Jahren theoretisch debattiert, ist plötzlich real, und er trifft die fortgeschrittenste KI ihrer Generation. Anthropic kündigte an, den Zugang so rasch wie möglich wiederherzustellen, zum Redaktionsschluss war die Sperre weiter in Kraft.

Fünf Tage später öffnet in Paris die VivaTech, Europas größte Tech-Messe, zum zehnten Mal. 15.000 Startups, Jeff Bezos als Stargast, und doch reibt sich die KI-Euphorie an der Angst vor der eigenen technologischen Abhängigkeit. Schon auf der Eröffnungsbühne nimmt Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure direkt Bezug auf die Anthropic-Sperre: Es gehe nicht länger um eine Zugangsdebatte, Regeln könnten sich über Nacht ändern, und Souveränität heiße, dann noch handlungsfähig zu sein. Tags zuvor hatte Premier Lecornu verkündet, der französische Inlandsgeheimdienst trenne sich vom US-Konzern Palantir zugunsten des heimischen Anbieters ChapsVision. Die Kulisse ist gesetzt.

Souveränität, messbar gemacht

Ausnahmsweise lässt sich Souveränität hier auch messen. Nvidia hatte auf der VivaTech 2025 mehr als 20 KI-Fabriken für Europa versprochen und Mistral zum souveränen Compute-Champion erklärt. Und anders als im Vorjahr liefert die Messe Konkretes: Mistral Compute geht als europäische GPU-Cloud teilweise in Betrieb, Foxconn und Bull kündigen eine Serverfertigung im französischen Angers an. Aus Ankündigung wird Auslieferung. Nur ist selbst das Souveräne es nur halb: Mistral Compute läuft auf 18.000 Nvidia-Chips. Die ganze europäische KI ruht auf einem nicht-europäischen Silizium-Sockel. Doch genau hier liegt Europas einziger echter Trumpf: Ohne die EUV-Lithografie des niederländischen Konzerns ASML, dessen Chef Christophe Fouquet ebenfalls in Paris war und der inzwischen Europas wertvollstes Unternehmen ist, kann weltweit niemand Spitzenchips fertigen. Abhängig auf der einen Ebene, unverzichtbar auf der anderen. Souveränität als Baustelle, nicht als Zustand.

„Tech for humanity“: Narendra Modi positionierte Indien auf der VivaTech 2026 als KI-Länderpartner Frankreichs. (c) VivaTech

Und Österreich?

Und Österreich? Steht in dieser Debatte überraschend weit vorn. Die „Declaration on European Digital Sovereignty“, die inzwischen alle 27 EU-Staaten mittragen, geht auf eine österreichische Initiative rund um Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll zurück. Wien als Anstoßgeber dessen, worüber Paris nun diskutiert. Und das Bundesheer hat seine 2020 begonnene Migration von rund 16.000 Arbeitsplätzen auf LibreOffice 2025 abgeschlossen, bewusst ohne Cloud, also ohne fremden Schalter. Die unbequeme Frage für die heimische Szene lautet, ob aus solchen Verwaltungsentscheidungen auch ein Markt für österreichische Anbieter wird, oder ob Souveränität Behördensache bleibt.

Verhandeln aus der Schwäche

Den wahren Lackmustest liefert nicht die Bühne, sondern eine Frage am Rande. Auf die Fable-5-Sperre angesprochen, fordert Emmanuel Macron keine Unabhängigkeit. Er appelliert an die USA, ihre Spitzentechnologie zu teilen, und kündigt zugleich mehr Geld für die französische KI-Industrie an. Zuerst die Bitte um Zugang, dann, hilfsweise, die eigene Souveränität. Das kann man als Schwäche lesen. Man kann es auch als nüchterne Arbeitsteilung verstehen: das Beste nutzen, das es gibt, und parallel absichern, falls es wegbricht. Dass Macron sich die politische Bühne mit Indiens Premier Narendra Modi teilte, der für eine menschenzentrierte KI jenseits von Washington und Peking wirbt, unterstreicht denselben Reflex: Souveränität wird als Wertegemeinschaft inszeniert, die offene Frage nach Compute, Kapital und Chips bleibt.

Joe Tsai Chairman at Alibaba Group bei der VivaTech | (c) brutkasten / Martin Pacher

„Souveränität ist keine Isolation, sie ist Offenheit aus einer Position der Stärke“, sagt Deutschlands Digitalminister Karsten Wildberger. Schön gesagt, nur verhandelte Europa diese Woche aus Abhängigkeit, nicht aus Stärke. Alibabas Joe Tsai formulierte es zynisch ehrlicher: Europa solle seine Eier in zwei Körbe legen. Ein zweiter Lieferant ist keine Unabhängigkeit. Und doch, hier wird es unbequem, ist Diversifizierung für eine Region, die den ganzen Stack realistisch nie allein bauen wird, womöglich nicht die feige, sondern die rationale Antwort. Die ehrliche Variante von Souveränität wäre dann nicht Autarkie, sondern die Fähigkeit, den Lieferanten zu wechseln, wenn einer den Schalter umlegt, ohne dass das eigene Geschäft mit ihm stillsteht.

Der Preis der Autonomie

Bleibt die Frage, die diese Ausgabe aufwirft. Dass Europa Souveränität will, bestreitet niemand. Die eigentliche Frage ist der Preis: höhere Kosten, langsamere Verfügbarkeit, weniger Zugriff auf das jeweils beste Modell. Und ob das Geld dafür da ist. Auf die USA entfallen rund 50 Prozent des globalen Risikokapitals, auf China 40, auf Europa fünf. Solange sich daran nichts ändert, bleibt Souveränität das würdevollere Wort für eine gut gemanagte Abhängigkeit. Die Fable-5-Woche hat Europa beides gegeben, den Schreck und die Ausrede. Welche Lehre hängen bleibt, entscheidet sich nicht in den Hallen von Porte de Versailles, sondern in den Beschaffungsabteilungen, die nächsten Monat wieder eine Lizenz verlängern müssen.

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