20.02.2026
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Österreich unterzeichnet KI-Deklaration – zur Stärkung des europäischen Ökosystems

Mit der Unterzeichnung der „AI Leaders Declaration“ bekennt sich Österreich zu einem ganzheitlichen Ansatz, um Künstliche Intelligenz (KI) zum Wohle der Menschheit zu nutzen.
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KI-Deklaration
© BKA/Christopher Dunker

Die Deklaration wurde im Rahmen der Indien-Reise beim „India AI Impact Summit 2026“ in Neu-Delhi von Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) unterzeichnet. Der Digitalisierungsstaatssekretär nahm in Vertretung des Bundeskanzlers und auf Einladung von Premierminister Narendra Modi teil. Insgesamt waren 20 Staatsoberhäupter, 50 Fachminister und 118 Länder vertreten. Ziel der Erklärung ist, durch Kooperation, Wissensaustausch und Kapazitätsaufbau gemeinsame Ambitionen in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

KI Deklaration soll verantwortungsvollen Einsatz von KI unterstützen

Hervorgehoben werden dabei freiwillige Initiativen, Plattformen und Leitprinzipien, die Innovation fördern, nationale Souveränität respektieren und den verantwortungsvollen Einsatz von KI unterstützen sollen.

„Österreich bekräftigt beim ‚AI Impact Summit‘ in Indien sein klares Bekenntnis zu einer menschenzentrierten, sicheren und verantwortungsvollen Entwicklung Künstlicher Intelligenz. KI bietet große Chancen für nachhaltiges Wachstum, Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt – zugleich erfordert sie klare Regeln und internationales Vertrauen. Als Forschungs- und Innovationsstandort sowie als Teil der Europäischen Union setzt sich Österreich für transparente Standards und eine enge globale Zusammenarbeit ein“, so der Staatssekretär im Zuge des Summits in Neu-Delhi.

„Nicht nur eine Frage von Technologie und wirtschaftlichem Potential“

Für Nikolaus Pelinka, „Director EU AI Champions Initiative“, habe vor allem der gesamte „AI Impact Summit“ in Indien erneut gezeigt, dass ein erfolgreiches europäisches KI-Ökosystem nicht nur eine Frage von Technologie und wirtschaftlichem Potential sei, wie er per LinkedIn-Post beschreibt. „Es ist entscheidend für Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Europas künftige Fähigkeit, in einer sich rasant verändernden Welt eine relevante Rolle zu spielen.“

Für Europa bedeute das in seinen Worten: „Wir müssen unser eigenes Ökosystem stärken und zugleich resiliente internationale Partnerschaften aufbauen – wobei Indien eine große Chance für Zusammenarbeit, Austausch, Talente und Marktzugang bietet. Diese entstehende Brücke zwischen den beiden Ökosystemen werden wir im Rahmen unserer ‚EU AI Champions Initiative‘ strategisch weiterentwickeln und stärken.“

KI-Deklaration: „Umfassender Rahmen essentiell“

Die KI-Deklaration soll konkret die internationale Zusammenarbeit entlang zentraler Handlungsfelder stärken, die da wären: Humankapital (Skills), Inklusion für soziale Teilhabe, sichere und vertrauenswürdige KI, Resilienz, Innovation und Effizienz, Wissenschaft, Demokratisierung von KI-Ressourcen, KI für wirtschaftliches Wachstum und Gemeinwohl.

„Ein globales Verständnis und ein umfassender Rahmen sind essentiell für die zukünftige internationale Zusammenarbeit“, betont Pröll. „Die ‚Declaration‘ ist ein wichtiger Schritt hin zu abgestimmten Vorgehensweisen und gemeinsamen Initiativen bei Künstlicher Intelligenz.“

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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