06.04.2023

Mehr Emissionen als Autos – E-Scooter im Klimacheck

Sind E-Scooter umweltschädlicher als Autos? Diese Frage mit überraschendem Ergebnis beantwortet eine Studie der Universität Bochum.
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hive, e-scooter, Innsbruck
(c) hive - Das E-Sooter-Unternehmen hive strebt eine Partnerschaft mit Innsbruck an.

E-Scooter bleiben in aller Munde. Nachdem Paris die mobilen Tretroller verbannt, ist nun eine Studie öffentlich geworden, die zeigt, dass E-Roller gegebenenfalls mehr CO²-Emmissionen verursachen, als ein PKW.

E-Scooter aus Paris verbannt

Die französische Hauptstadt hat sich jedoch, wie brutkasten berichtete, aus einem anderen Grund für ein Verbot entschieden. Die prekäre Parksituation sowie eine ständige Gefahr für die Verkehrssicherheit in der Metropole waren der Grund dafür.

Dabei argumentieren Anhänger:innen der E-Roller-Kultur oft mit Umweltschutz. Der CO²-Abdruck von den Rollern sei weitaus geringer, als jener von Autos. Wer in Außenbezirken wohnt und mit in die Innenstadt rollt, schütze das Klima – so das Narrativ.

Roller als Klimasünder

Der Standard berichtet aber nun, dass dies wohl nicht der Fall ist. Ohnehin würden nur knapp fünf Prozent der E-Roller-Nutzer:innen ihr Gefährt als Alternative zum Auto sehen. Die meisten würden ansonsten mit dem Rad, zu Fuß oder den Öffis unterwegs sein.

Eine Studie der Universität Bochum hat sich genau angesehen, wie es um die CO²-Emmissionen von E-Rollern im Vergleich zu Autos bestellt ist. Von der Nutzung bis hin zur Verwertung entstehen bei E-Scootern 64 bis 237 Gramm CO² pro Personenkilometer. Bei PKWs mit fossilem Antrieb liegt dieser Wert bei 195 Gramm, bei E-Autos bei ca. 90. Zurückzuführen ist die drastische Klimabilanz auf die Produktion der E-Scooter. Hinzu kommt, dass die öffentlich-ausleihbaren Scooter abends eingesammelt und danach wieder aufgeladen werden – auch der logistische Weg verbraucht also CO².

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Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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