06.07.2020

Republik ehrte Lisa Fassl für „Verdienste um den Wirtschaftsstandort“

Bei ihrer offiziellen Verabschiedung als aaia-Geschäftsführerin gab es für Lisa Fassl auch Anerkennung von offizieller Seite.
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Lisa Fassl (2. vl.) wurde geehrt, Hansi Hansmann (l.) hielt die Laudatio
(c) Johanna Lederer | aaia: Lisa Fassl (2. vl.) wurde geehrt, Hansi Hansmann (l.) hielt die Laudatio daneben v.l.n.r.: Werner Wutscher, Michael Esterl, Niki Futter, Stefanie Zrinyi)

„Es passiert mir wirklich selten, aber ich war einfach nur sprachlos und hab gar nicht richtig realisiert was passiert“, sagt Lisa Fassl. Vier Jahre lang war sie nun Geschäftsführerin des heimischen Business Angel-Verbands aaia gewesen (⇒ zum Einstandsinterview mit dem brutkasten). Davor hatte sie das Grazer Ideentriebwerk mitgegründet. Bevor sie sich nun nach einer letzten Übergangsphase bis Ende Juli (fast) voll auf ihre Tätigkeit bei Female Founders fokussieren will, wo sie ebenfalls Mitgründerin ist, gab es beim offiziellen Abschied bei der aaia im Rahmen des Sommerfestes die oben angedeutete Überraschung.

Lisa Fassl: „Ich war extrem perplex“

Nach einer Laudatio von Business Angel Hansi Hansmann in seiner Tätigkeit als aaia-Präsident übergab Michael Esterl, Generalsekretär im Wirtschaftsministerium, Fassl eine Urkunde für „Verdienste um den Wirtschaftsstandort Österreich“ und bedankte sich für ihren Einsatz für die Startup-Szene. Erwartet habe sie das „absolut nicht“, meint Fassl: „Ich war extrem perplex als Hansi zuerst eine wirklich herzliche und berührende Rede für mich gehalten hat und dann noch Michael Esterl mit der roten Mappe neben ihm gestanden ist“.

+++ aaia: Alle Hintergründe zum Wechsel der Geschäftsführung +++

Die Urkunde zeige einerseits, dass das Thema Startup „endlich in der Politik angekommen ist“ und sogar soweit relevant sei, dass das Startup-Ökosystem als Wirtschaftstreiber wahrgenommen werde, sagt Fassl. Das  stimme sie auch positiv für weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen. „Andererseits geb ich zu, dass ich es schon wirklich schön finde und mich unglaublich drüber freue, dass jahrelange Arbeit nicht nur von so hoher Ebene gesehen, sondern auch honoriert wird. Mir ist bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist und dass sich hier Menschen aktiv für mich eingesetzt haben. Und das freut mich ehrlicherweise am allermeisten“, so die ehemalige aaia-Geschäftsführerin. Sie bedanke sich daher auch bei Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und deren Team. Mit diesem arbeitet sie übrigens seit kurzem auch in anderer Tätigkeit zusammen: Fassl ist Teil des ehrenamtlichen Teams von Michael Altrichter als Startup-Beauftragtem im Ministerium.

„Extrem prägende Zeit“

Die aaia verlasse sie „mit gemischten Gefühlen“, so die Female Founders-Co-Chefin: „Auf der einen Seite freue ich mich schon auf die Abenteuer und Herausforderungen, die mich in den neuen Projekten erwarten, vor allem bei Female Founders. Gleichzeitig war die aaia eine extrem prägende Zeit für mich, die mir unfassbar viele Möglichkeiten eröffnet hat. Und vor allem die Menschen, vom Vorstand bis zu den Mitgliedern, haben diese Erfahrung zu einer ganz besonderen gemacht“.

Besonders stolz sei sie auf die aaia-Initiativen in CEE in Kooperation mit vielen anderen Angel Netzwerken und lokalen VCs und auf den Investors Day als Flagship-Event für die gesamte Region und Early-Stage-Investing in Europa, erzählt Fassl, „Ich bin ja der Meinung, dass es in Europa noch viel mehr Kooperation braucht und freue mich, dass wir mit diesen Aktivitäten einen Beitrag dazu leisten konnten“. Zudem sei sie stolz, wie sich Team und Kultur in der Zeit in der aaia entwickelt hätten, „und darauf, dass wir mit Laura als Geschäftsführerin wieder eine smarte und talentierte junge Frau in die Organisation geholt haben. Und – nicht nur aus gegebenen Anlass – natürlich auf unsere politischen Initiativen, die endlich zu sichtbaren Ergebnissen geführt haben“.

⇒ Zur Page der aaia

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Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar
Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar

Bereits im Juli hatte das Salzburger Unternehmen Biogena rund um Gründer Albert Schmidbauer seinen Börsengang angekündigt, wie brutkasten berichtete. Heute erfolgte das Listing im Direct Market Plus, also im KMU-Segment der Wiener Börse. Gelistet wurde mit der Biogena Good Vibes AG die oberste Holding der Unternehmensgruppe. Wenige Stunden nach Handelsstart lag die Marktkapitalisierung bei knapp über 480 Millionen Euro.

Zwei AGs sollen perspektivisch verschmolzen werden

Bereits seit 2020 ist mit der Beteiligungsgesellschaft Biogena Group Invest AG ein anderer Teil der Unternehmensgruppe dort gelistet. „Perspektivisch sollen die Strukturen zusammengeführt werden; eine Verschmelzung der Biogena Group Invest AG mit der Biogena Good Vibes AG wird derzeit geprüft“, heißt es dazu in einer Aussendung zum heutigen Börsenstart.

Wachstum auf 500 Mio. Euro Umsatz bis 2030 geplant

Die Biogena Group verfolgt einen ambitionierten Wachstumskurs, wie CEO Schmidbauer auch im Juli gegenüber brutkasten darlegte. Bis 2030 will man den Konzernumsatz von zuletzt 156,65 Millionen Euro auf rund 500 Millionen Euro steigern.

„Die bestehenden Fertigungskapazitäten in Koppl und am neuen Spezialproduktionsstandort Liefering reichen bereits für rund 500 Millionen Euro Umsatz. Die Anlage ist aktuell zu weniger als 25 Prozent ausgelastet. Das heißt: Ein wesentlicher Teil der industriellen Basis für das geplante Wachstum ist bereits vorhanden und muss nicht erst vollständig neu aufgebaut werden“, so Schmidbauer damals.

„Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten“

Anlässlich des heutigen Börsenstarts kommentiert der CEO: „Biogena ist aus der Überzeugung entstanden, Gesundheit neu und ganzheitlich zu denken – und aus diesem Anspruch ist über die Jahre eine Unternehmensgruppe mit internationaler Perspektive gewachsen.“ Die Notierung sei „weit mehr als ein finanzieller Meilenstein“, sie sei „der nächste konsequente Schritt“ in der Entwicklung.

„Der Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Ideen schneller in die Welt zu bringen, international weiter zu wachsen und Biogena langfristig als starke österreichische Gesundheitsmarke zu positionieren“, so Schmidbauer

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Republik ehrte Lisa Fassl für „Verdienste um den Wirtschaftsstandort“

  • „Es passiert mir wirklich selten, aber ich war einfach nur sprachlos und hab gar nicht richtig realisiert was passiert“, sagt Lisa Fassl.
  • Vier Jahre lang war sie nun Geschäftsführerin des heimischen Business Angel-Verbands aaia gewesen – nun gab es den offiziellen Abschied.
  • Nach einer Laudatio von Business Angel Hansi Hansmann in seiner Tätigkeit als aaia-Präsident übergab Michael Esterl, Generalsekretär im Wirtschaftsministerium, Fassl eine Urkunde für „Verdienste um den Wirtschaftsstandort Österreich“ und bedankte sich für ihren Einsatz für die Startup-Szene.
  • Erwartet habe sie das „absolut nicht“, meint Fassl: „Ich war extrem perplex als Hansi zuerst eine wirklich herzliche und berührende Rede für mich gehalten hat und dann noch Michael Esterl mit der roten Mappe neben ihm gestanden ist“.
  • Die aaia verlasse sie „mit gemischten Gefühlen“, so die Female Founders-Co-Chefin: „Auf der einen Seite freue ich mich schon auf die Abenteuer und Herausforderungen, die mich in den neuen Projekten erwarten, vor allem bei Female Founders.

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