31.03.2021

Auch LinkedIn baut einen Clubhouse-Klon

Der Audio-Spaces-Trend reißt nicht ab. Nun machte auch LinkedIn-Pläne für ein eigenes Clubhouse-artiges Feature publik.
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Mockup der neuen Audio-Funktion (c) LinkedIn
Mockup der neuen Audio-Funktion (c) LinkedIn

Der Hype um die Audio-App Clubhouse ist schon seit ein paar Wochen spürbar abgeflaut. Doch die Welle an Nachahmern nimmt kein Ende. Nicht nur eigenständige Teams, wie die Wiener Entwickler der Open Source Audio-Spaces-Anwendung Jam, werfen sich ins Rennen. Auffällig ist vor allem, dass die Social Media-Riesen sich dieses Kundensegment nicht entgehen lassen wollen. Nach Twitter, das mit Twitter Spaces bereits eine Beta-Version online hat, nahmen auch Facebook, Telegram und Discord die Arbeit an Audio-Features auf. Nun gab es von der Microsoft-Tochter LinkedIn ebenfalls erste Insights zu einem eigenen Clubhouse-Klon. Derzeit laufen demnach „frühe Tests“.

LinkedIn will mit Klientel punkten

Von der mittlerweile großen Konkurrenz will man sich vor allem durch die Zielgruppe bzw. die zu erwartende Klientel abheben. Der Ausrichtung der gesamten Plattform folgend sollen User im Audio-Feature von LinkedIn als ihre „professionellen Identität“ agieren. Zudem sollen bereits für andere Features entwickelte Moderations-Mechanismen Missbrauch verhindern. „Unsere Priorität ist es, eine vertrauenswürdige Community aufzubauen, in der sich Menschen sicher fühlen und produktiv sein können“, sagt LinkedIn-Pressesprecherin Suzi Owens gegenüber dem US-Magazin TechCrunch. „Unsere Mitglieder kommen zu LinkedIn, um respektvolle und konstruktive Gespräche mit echten Menschen zu führen, und wir konzentrieren uns darauf sicherzustellen, dass sie eine sichere Umgebung haben, um genau das zu tun“.

LinkedIn: Mockup des neuen Audio-Features
(c) LinkedIn: Mockup des neuen Audio-Features

Im Hintergrund stehe der Wunsch aus der rund 740 Millionen User umfassenden Community noch weitere Möglichkeiten zur Kommunikation innerhalb der Plattform zu haben. „Wir sehen ein fast 50-prozentiges Wachstum der Konversationen auf LinkedIn, das sich in Stories, Video-Shares und Posts auf der Plattform widerspiegelt“, so Owens. „Wir prüfen, wie wir Audio in andere Bereiche von LinkedIn wie Events und Gruppen bringen können, um unseren Mitgliedern noch mehr Möglichkeiten zu geben, sich mit ihrer Community zu verbinden“. In der Handhabung dürfte das Feature dann sehr ähnlich sein, wie die bekannten Audio-Anwendungen, wie ein erstes Mockup (siehe oben) nahelegt. Demnach kann man Räumen beitreten, sie verlassen, auf Kommentare reagieren und sich zu Wort melden.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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