09.07.2018

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

FreightHub bietet intelligente Logistiklösungen für Unternehmen an. Das Startup mit Sitz in Berlin (Zentrale) und Hamburg bedient sich dabei seiner zentralen Plattform, die den kompletten Logistik-Prozess, etwa Angebotseinholung, Dokumentenmanagement, Echtzeittracking der Fracht, sowie die Supply Chain Datenanalyse abdeckt.
/artikel/interview-freighthub-warum-hat-walmart-nicht-amazon-gemacht
FreightHub
(C) Jennie Schwartz - Das FreightHub-Gründerteam (vlnr.) Erik Muttersbach, Ferry Heilemann und Michael Wax.

FreightHub wurde 2016 von den Brüdern Ferry und Fabian Heilemann, Erik Muttersbach und Michael Wax in Berlin gegründet. Ferry, Fabian und Erik waren bereits gemeinsam für die 2009 gegründete lokale Online-Gutscheinplattform DailyDeal verantwortlich, die 2011 von Google für über 100 Millionen USD gekauft und übernommen wurde. Im Gespräch mit dem Brutkasten spricht Geschäftsführer Ferry Heilemann über die Digitalisierung der Logistikbranche, Nachhaltigkeit im Transportwesen und warum Big Player im Segment es schwerer haben, auf digitale Veränderungen zu reagieren.

+++ DB Schenker-CEO Schweighofer über Digitalisierung in der Logistik +++

Ich würde gerne mit der Frage einsteigen, was FreightHub eigentlich macht. Ich bitte um einen kurzen Pitch.

Ferry Heilemann: FreightHub ist eine digitale Spedition. Das heißt, wir bewegen Container und Paletten über Luft, See und auch Land. Größtenteils auf der Trade Lane zwischen Asien und Europa. Wir arbeiten mit vielen Echtzeit-Prozessen. Das heißt, wir haben eine Real Time-Engine, die Preise innerhalb von wenigen Sekunden generieren kann, womit wir die einzigen auf dem gesamten Markt sind. Wir haben ein Shipment-Management-Bereich, in dem der Kunde auf sein Dokumentenmanagement zugreifen und per Track and Trace permanent online verfolgen kann, wo sich seine Container gerade befinden und wann genau sie ankommen. Das heißt, wir bedienen uns  aktueller Technologie, um das Thema Freight-Forwarding ins 21. Jahrhundert zu heben. Da der bestehende Markt mit den etablierten Playern noch extrem analog ist, bleibt er auch fehleranfällig. Mit einer oftmals schlechten User-Experience.

Das heißt im Usability-Bereich ist es primär eigentlich die höhere Geschwindigkeit, die die Kunden dann zu spüren bekommen?

Ferry Heilemann: Ja, aber nicht nur das. Wir erhöhen die Transparenz für den Kunden und machen auch den Gesamtprozess effizienter. Da wir Technologie nicht nur intern, sondern auch in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern anwenden, sind wir in der Abwicklung verlässlicher als andere Freight-Forwarder. Bei einem Prozess, der sehr viele standardisierte Schritte beinhaltet, macht eine Maschine weniger Fehler als der Mensch. Wir automatisieren alles rund ums Freight-Forwarding, was automatisierbar ist. In der etablierten Welt ist der Digitalisierungsgrad sehr gering und der manuelle Grad an Arbeit sehr hoch. Und das führt natürlich auch zu mehr Fehlern, zu  Ineffizienzen und schlussendlich zu mehr Kosten.

Stichwort Kunden: Sind das tendenziell Unternehmen, die selber im Innovationssektor stärker verankert sind oder ist das ganz bunt gemischt?

Ferry Heilemann: Das ist komplett bunt gemischt. Wir haben Kunden aus dem deutschen Mittelstand, wie etwa Viessmann, aber auch aus der Digital-Szene, wie etwa den Möbel-Versandhändler ‚Home24‘. Der Großteil der Kunden kommt jedoch aus dem Mittelstand, der aus Makro-Sicht auch die meisten Waren bewegt. Etwa 90 Prozent aller Produkte weltweit waren zu einem Zeitpunkt ihrer Produktionskette schon mal in einem Container unterwegs.

Wie seid ihr an diese Kunden gekommen oder was ist da die primäre Marketingstrategie gewesen? Gerade Mittelstandsunternehmen scheinen oft schwer zu erreichen mit einem neuen Produkt.

Ferry Heilemann: Ja, das ist in der Tat nicht ganz leicht. Wir bedienen uns einerseits der gängigen Online-Marketing und Social-Media-Kanäle. Das heißt, wir arbeiten mit Google AdWords, Facebook und LinkedIn. Außerdem nutzen wir auch PR und Content-Marketing. Wir betreiben einen eigenen, mittlerweile in der Logistik-Branche sehr etablierten, Content-Blog. Durch Artikel mit inhaltlicher Relevanz generieren wir Reichweite. Unser Netzwerk hilft außerdem und schlussendlich kommen auch viele Empfehlungen zufriedener Kunden.

Jetzt stellt sich die Frage: Habt ihr euren Sitz eigentlich in Berlin? In der deutschen Hauptstadt gibt es weder einen großen Hafen, noch einen großen Airport. Die Diskussion ist ja bekannt. Wie arbeitet es sich von Berlin aus im Logistik-Bereich?

Ferry Heilemann: Also wir sind keine Logistikfirma im eigentlichen Sinne, sondern ‚first of all‘ sind wir eine Tech-Company. Wir bauen ein Tech-Produkt, das letztendlich einen Logistikservice generiert.  Und deswegen ist Berlin für uns der mit Abstand beste Standort in Gesamteuropa, weil wir hier die Besten Tech-Talente finden. Berlin hat ein extrem starkes Ökosystem mit digitalen Firmen und Leuten, die genau das Wissen haben, das wir benötigen. Daneben haben wir einen zweiten Standort in Hamburg, wo unsere ‚Logistics-Experts‘ sitzen. Das sind Kollegen, die das Logistik-Handwerk von Grund auf gelernt und vorher bei Kuehne & Nagel oder DHL gearbeitet haben. Jetzt kümmern sie sich bei uns darum, dass Shipments, die von unseren Kunden über die Plattform gebucht werden, vollkommen reibungslos abgewickelt werden. So lassen sich die beiden Standorte inhaltlich erklären. Berlin als Hauptquartier und die europäische Hafen-Metropole Hamburg als kleinerer Standort mit höchster Logistik-Expertise.

Immer wieder fallen die Namen der Logistik-Riesen in der Branche. Da bleibt die Frage offen: Warum machen die das nicht selbst? Warum können die Big Player im Segment ihre Systeme nicht ausreichend digitalisieren und, wie erwähnt, ins 21. Jahrhundert heben?

Ferry Heilemann: Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht? Warum ist Kodak nicht die Firma, die digitale Photographie vorangetrieben hat? Weil große Firmen mit einer aus ihrer Historie gewachsenen Komplexität kämpfen, die schier unendlich scheint. Der Versuch, zu digitalisieren und zu automatisieren, ist entsprechend schwer. Das „New Forwarding Environment“-Projekt von DHL ist ein Beispiel für ein Projekt, dass trotz hoher Kraftanstrengung nicht aufgegangen ist. Es ist eben schwerer einen Öltanker zur Luxusyacht umzubauen als sie von Grund auf neu zu errichten.

Zur Finanzierung: Ihr habt Ende 2017 erst 20 Millionen Dollar aufgenommen. Das ist noch nicht lange her. Was passiert mit dem Kapital? Wo geht die Expansion hin oder was macht ihr damit?

Ferry Heilemann: Wir werden zeitnah ein weiteres Büro in Asien eröffnen, was wichtig ist, um Prozesse und Abläufe weiter zu professionalisieren und optimieren. Mittelfristig ist das auch für lokale Kunden relevant. Daneben werden wir unser Software-Development-Team weiter massiv ausbauen.

FreightHub hat aktuell etwas mehr als 100 Mitarbeiter. Zu eurer Zukunftsvision: Werden die traditionellen Speditionen euch nicht überleben? Oder anders: Werdet ihr derzeitige große Player ersetzen?

Der Speditionsmarkt insgesamt ist stark fragmentiert. Es gibt alleine in Deutschland 15.000 gemeldete Spediteure und weltweit sind es noch deutlich mehr. Ich gehe fest davon aus, dass in fünf Jahren weniger Speditionen geben wird als es heute der Fall ist. Digitalisierung ist ein Grund dafür, und wir treiben die Digitalisierung mit voran. Dennoch wird es aus meiner Sicht kein „winner takes it all“-Markt, dafür ist die Industrie zu groß. Die Firmen, die die Digitalisierung nicht mitgehen, werden in Zukunft Schwierigkeiten haben.

Themenwechsel: Nachhaltigkeit und E-Mobility. Vielleicht gibt es heutzutage bei euch auch Kundenanfragen, was zum Beispiel den Co2-Ausstoß der Last betrifft oder auch die Umweltschäden, die durch die Frachtschiffe entstehen, die mit Schweröl betrieben werden. Ihr besitzt selbst keine Frachtschiffe und keine Lastwagenflotte. Ist es dennoch für FreightHub ein Thema, mit entsprechenden Unternehmen zu kooperieren? Wie seht ihr das?

Ferry Heilemann: Ja, das ist in der Tat ein extrem spannendes Thema, das mich privat aber auch beruflich beschäftigt. FreightHub ist komplett Co2-neutral. Wir haben in unserem Office alles so optimiert, dass wir einen minimalen Energieverbrauch haben, Mülltrennung vorantreiben und Wasser sparen. Wir haben zudem myclimate als Partner, weil uns bei FreightHub das Thema Nachhaltigkeit und Co2-Reduktion ein wichtiges Anliegen ist.

Wie sieht es von Seiten der Kunden aus?

Ferry Heilemann: Die tatsächliche Anfrage nach grüner Logistik ist leider relativ gering. In unserem Kundensegment vielleicht zwei, drei Prozent, die das tatsächlich anfragen.

Und wie verhält sich die Kooperation mit myclimate?

Aktuell nutzen wir myclimate, um unsere eigene CO2 Bilanz auszugleichen. Wir überlegen gerade gemeinsam, wie wir auf der Plattform darstellen können, wie viel Co2 durch ein Shipment verursacht wird. Wenn ich einen Container zwischen Shanghai und Wien bewege, macht es zum Beispiel einen großen Unterschied, ob ich den Nachlauf vom europäischen Hafen an den Bestimmungsort per Truck oder Zug mache. Ein Exklusiv-Truck hat auf der Strecke Hamburg-Wien natürlich eine ganz andere Co2-Bilanz als ein Zug, der noch 80 andere Container transportiert.

Als letztes eine Frage, die Off Topic ist. Und zwar eine für unsere Leserinnen und Leser, unter denen sehr viele Early Stage-Gründer sind. Was gibst du diesen Gründerinnen und Gründern für einen Tipp für den Aufbau ihres Unternehmens?

Als erstes empfehle ich, im Vorfeld einmal bei einem anderen Startup zu arbeiten, um zu sehen, wie das Ganze überhaupt funktioniert. Wie muss ich eine Organisation aufbauen? Wie funktioniert Investorenansprache? So lerne ich und kann einige Fehler vermeiden. Potentielle Arbeitgeber gibt es mittlerweile sehr viele in dem Bereich. Für mich unbedingt zu empfehlen, auch um ein Netzwerk aufzubauen. Zweitens würde ich generell dazu raten, im Team zu gründen. Dieses Team sollte komplementär sein. Das heißt, nicht ausschließlich Absolventen von der WU Wien, die alle BWL studiert haben, sondern eben idealerweise nur ein BWLer und unbedingt einen Programmierer. Was Gründer zudem noch haben müssen, ist die Fähigkeit durch dick und dünn gehen zu können. Das ist extrem wichtig. Das Dritte: Der Markt, den sie adressieren wollen, sollte sehr groß sein und viel Potenzial haben. Das vierte ist das Produkt selbst. Was man entwickelt, muss signifikant besser sein, als das, was existiert. In dem Moment, wo es nur ein wenig besser ist, bringt es nichts und die Kunden werden nicht wechseln. Der US-amerikanischen Investor Peter Thiel hat seinen ’10x better-Ansatz‘. Das ist natürlich ein Ideal und praktisch ein Garant für eine erfolgreiche Firma. Klar, dass nicht jede Firma einmal so groß wie PayPal sein wird. Aber es gibt auch viele Gründungen, die kein echtes Problem lösen und entsprechend Schwierigkeiten haben werden zu wachsen.

Kurzum: Erfahrung, Team, Produkt und Marktkenntnisse?

Daneben ist Timing auch noch sehr wichtig. Man kann zu früh oder auch zu spät sein. Zum Beispiel hatten mein Bruder und ich 2009 eine Idee für das Mobile-Ordering in Restaurants. Das war zu diesem Zeitpunkt aber einfach noch zu früh, auch weil die Marktdurchdringung von Smart Phones niedriger war als jetzt. Also erstens, ‚learn from the best‘, zweitens das Team sollte komplementär zusammengestellt sein und unbedingt eine extrem starke Verbindung haben. Drittens das Thema Marktgröße, viertens das Thema ’10x better‘ und fünftens eben – das geht ein Stück weit einher mit Marktgröße und Markt, in dem ich mich bewege: Timing.


⇒ Hier geht’s zur Homepage der digitalen Spedition

Deine ungelesenen Artikel:
10.09.2026

Plug and Play errichtet in Linz sein erstes EU-Zentrum für „Physical and Industrial AI“

Plug and Play errichtet am JKU-Campus sein erstes EU-Exzellenzzentrum für Industrie-KI. Keba, Primetals, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine starten als Anchor-Partner. tech2b betreut die Initiative für das Land Oberösterreich.
/artikel/plug-and-play-errichtet-in-linz-sein-erstes-eu-zentrum-fuer-physical-and-industrial-ai
10.09.2026

Plug and Play errichtet in Linz sein erstes EU-Zentrum für „Physical and Industrial AI“

Plug and Play errichtet am JKU-Campus sein erstes EU-Exzellenzzentrum für Industrie-KI. Keba, Primetals, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine starten als Anchor-Partner. tech2b betreut die Initiative für das Land Oberösterreich.
/artikel/plug-and-play-errichtet-in-linz-sein-erstes-eu-zentrum-fuer-physical-and-industrial-ai
Foto: OTS Amt der Oö. Landesregierung

Das Land Oberösterreich holt einen prominenten Player aus dem Silicon Valley dauerhaft nach Linz: Am Campus der Johannes Kepler Universität (JKU) entsteht das erste „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ von Plug and Play innerhalb der Europäischen Union. Das gaben Landeshauptmann Thomas Stelzer und Vertreter der beteiligten Unternehmen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Landhaus Linz bekannt.

Plug and Play wurde 2006 im Silicon Valley gegründet und betreibt ein internationales Netzwerk für Innovation und Startup-Kooperationen. Nach eigenen Angaben zählt das Unternehmen zu den aktivsten Early-Stage-Venture-Capital-Investoren der Welt, mit mehr als 65 Standorten auf fünf Kontinenten, über 550 Unternehmenspartnern, rund 250 Startup-Investments pro Jahr und mehr als 2.500 Unternehmen im Portfolio, darunter über 35 Unicorns.

Neu ist Plug and Play in Österreich dabei nicht: Seit 2019 kooperiert das Netzwerk mit dem Flughafen Wien, 2021 eröffnete es dort sein österreichisches Headquarter (brutkasten berichtete). In den ersten fünf Jahren dieser Partnerschaft wurden mehr als 700 Startups gemeinsam gescreent, rund zwei Dutzend Projekte in Bereichen wie Robotics, Predictive Maintenance und KI entstanden daraus. Geleitet wird Plug and Play Austria von Managing Director Nik Munaretto. Mit dem Exzellenzzentrum in Linz kommt nun ein dauerhafter Standort mit industriellem Fokus hinzu.

Fünf Industrie-Schwergewichte als Anchor-Partner

Mit Keba, Primetals Technologies, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine beteiligen sich fünf oberösterreichische Industrieunternehmen als künftige Anchor-Partner an der Gründungsrunde. Als Gründungspartner erhalten sie besondere Mitgestaltungsmöglichkeiten und können industrielle Aufgabenstellungen und technologische Schwerpunkte in das Programm einbringen. Im Mittelpunkt stehen konkrete KI-Anwendungen in Produktion, Anlagenbau, Logistik, Engineering und Bauwirtschaft.

Das Prinzip dahinter ist der Open-Innovation-Ansatz von Plug and Play: Etablierte Unternehmen bringen konkrete technologische Herausforderungen ein, Plug and Play identifiziert über sein internationales Netzwerk passende Startups und Technologien und bringt beide Seiten für Pilotprojekte und Kooperationen zusammen.

„Oberösterreich wartet nicht darauf, was die Zukunft bringt: Wir gestalten sie. Mit Plug and Play holen wir eines der weltweit führenden Innovationsnetzwerke nach Linz und machen Oberösterreich zum europäischen Pionier bei ‚Physical and Industrial AI‘“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Neue Technologien sollten „nicht irgendwo Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen, sondern bei uns in Oberösterreich“.

Knogler: „Bei KI entscheidet nicht allein, wer die besten Ideen hat“

Keba-CEO Christoph Knogler, zugleich Vorsitzender der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung, sieht in dem Zentrum einen Hebel für die Umsetzungsgeschwindigkeit: „Bei Künstlicher Intelligenz entscheidet nicht allein, wer die besten Ideen hat, sondern wer sie rasch in die industrielle Anwendung bringt.“ Das Exzellenzzentrum schaffe einen direkten Zugang zu internationalen Startups und Technologien. „Damit haben wir die Chance, die weltbesten und innovativsten KI-Lösungen nach Oberösterreich zu holen und gemeinsam mit unseren Unternehmen in konkrete Wertschöpfung zu übersetzen.“

Im großen Cover-Interview der aktuellen brutkasten-Printausgabe hatte Knogler zuletzt dargelegt, warum er die Chance Europas nicht im LLM-Rennen sieht, sondern in industrieller KI: Produktionswissen und Maschinendaten als europäische Souveränitätschance.

Auch die übrigen Partner ordnen die Initiative in ihre Strategien ein: Primetals-CFO Michael Kienberger will „modernste KI-Ansätze noch schneller in unsere Systeme“ integrieren, Swietelsky-CFO Harald Gindl kündigt an, „Physical AI und Robotik im Baubetrieb in Oberösterreich gezielt erproben“ zu wollen. TGW-CTO Christoph Wolkerstorfer spricht mit Blick auf autonom agierende Systeme von einem „echten Game Changer“ für die Intralogistik. voestalpine-CFO Gerald Mayer verweist darauf, dass sich der Konzern über die Partnerschaft „den Austausch mit führenden Forschungseinrichtungen und den Zugang zu globalen Startups“ sichere.

tech2b als Schnittstelle, keine Parallelstruktur

Die Abwicklung für das Land Oberösterreich übernimmt der Inkubator tech2b. Damit soll keine neue Parallelstruktur entstehen, sondern das internationale Netzwerk von Plug and Play mit dem bestehenden oberösterreichischen Innovationsökosystem verbunden werden. Über die fünf Anchor-Partner hinaus sollen auch weitere tech2b-Mitgliedsunternehmen Zugang zum Netzwerk erhalten.

„Oberösterreich vereint genau das, wonach wir als globales Innovationsnetzwerk und Venture Capital Investor aus dem Silicon Valley suchen: eine unglaublich starke industrielle Basis, exzellente Forschung, ambitionierte Startup-Gründer und Unternehmen, die neue Technologien in die Anwendung bringen wollen“, sagt Nik Munaretto, Managing Director von Plug and Play Austria.

Umsetzungsschritt der KI-Exzellenzstrategie

Das Zentrum ist ein konkreter Umsetzungsschritt der von Landeshauptmann Stelzer initiierten KI-Exzellenzstrategie für den Industriestandort Oberösterreich. Deren Mitautor Teodoro Cocca sieht die „eigentliche Pionierleistung“ darin, „dass das Land nicht bei Strategiepapieren stehen bleibt, sondern eine Struktur schafft, die weltweit nach den besten Lösungen sucht und sie systematisch in die oberösterreichische Industrie bringt“. Mitautor Meinhard Lukas ergänzt: „Aus Wissen werden Anwendungen, aus Kontakten konkrete Kooperationen und aus technologischen Chancen neue Wertschöpfung.“

Dass der Standort Substanz mitbringt, untermauert die Aussendung mit Beispielen: Die JKU bietet ein englischsprachiges Bachelor- und Masterstudium Artificial Intelligence. Das 2024 gegründete JKU-Spin-off Emmi AI holte sich 2025 eine Seed-Finanzierung über 15 Millionen Euro und wurde im Mai 2026 vom französischen KI-Unternehmen Mistral AI übernommen (brutkasten berichtete). Und das oberösterreichische Technologieunternehmen Tractive hat sich mit GPS- und Gesundheitstrackern für Haustiere zu einem international tätigen Anbieter entwickelt, dessen Produkte laut Aussendung in mehr als 175 Ländern funktionieren.

Wie Oberösterreich als Industrie- und Innovationsstandort insgesamt aufgestellt ist, beleuchtet brutkasten im großen Standort-Check der aktuellen Printausgabe: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Interview FreightHub: „Warum hat Walmart nicht Amazon gemacht?“