22.06.2020

Google-Berufung gegen 50 Millionen Euro DSGVO-Strafe abgewiesen

Eine Berufung gegen eine in Frankreich von der Datenschutzbehörde CNIL verhängte 50 Millionen Euro-Strafe gegen Google wurde vom obersten französischen Verwaltungsgericht abgewiesen.
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Digitalsteuer - DSGVO-Strafe gegen Google
(c) Aleksei/ stock.adobe.com

Die Panik vor Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO am 25. Mai 2018 war groß. Inzwischen ist klar: Es wird kaum gestraft. Die Große Ausnahme ist eine Anfang 2019 durch die französische Datenschutzbehörde CNIL verhängte 50 Millionen Euro Strafe gegen Google. Diese macht allein mehr als ein Drittel des gesamten bislang in der gesamten EU zustande gekommenen DSGVO-Strafbetrags aus und ist die bei weitem höchste Einzelstrafe. Und in Frankreich sind insgesamt überhaupt nur 51 Millionen Euro Strafe verhängt worden – außer dem Exempel, das an Google statuiert wurde, ist also nicht viel passiert.

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Google: Ist irische Datenschutzbehörde zuständig?

Es ist also bis zu einem gewissen Grad verständlich, dass man sich beim Suchmaschinen-Riesen unfair behandelt fühlt. Doch das war freilich nicht die Begründung, mit der man gegen die Entscheidung der CNIL vor dem obersten französischen Verwaltungsgericht Conseil d’Etat in Berufung ging. Vielmehr argumentierte Google, dass die CNIL aufgrund des „One-Stop-Shop-Prinzips“ in der DSGVO nicht zuständig gewesen sei, sondern die irische Datenschutzbehörde, nachdem Google seine europäische Hauptniederlassung dort hat. Diese gilt als sehr „wohlwollend“ gegenüber den vielen in Irland niedergelassenen Tech-Riesen. Zudem meinte man seitens Google, das unter anderem beanstandete Zustimmungsverfahren für personalisierte Werbung sei ohnehin sehr transparent gestaltet.

Conseil d’Etat: DSGVO-Strafe richtete sich gegen US-Konzernmutter

Das Conseil d’Etat sah die beiden Punkte anders und wies die Berufung ab. Weil die Strafe gegen den Mutterkonzern in den USA und nicht gegen die irische Niederlassung verhängt wurde, sei auch nicht die irische Datenschutzbehörde zuständig. In Sachen Transparenz des Zustimmungsverfahrens bemängelte man unter anderem, dass in diesem die Vielfalt der beteiligten Google-Dienste, neben der Suchmaschine etwa auch YouTube und Google Maps, nicht ersichtlich sei. Die Entscheidung könnte auch für weitere Strafen gegen Tech-Konzerne mit Europa-Sitz in Irland den Weg ebnen. Für Google bedeutet sie jedenfalls, dass das Zustimmungsverfahren für Werbung in Europa abgeändert und einzeln für verschiedene Dienste durchgeführt werden muss.

⇒ Publikation des Conseil d’Etat zur Entscheidung (französisch)

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Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt
Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt

2024 war es noch eine Pionier-Leistung: Damals integrierte die Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien das Krypto-Angebot von Bitpanda direkt in ihr Online-Banking (brutkasten berichtete) und war damit nach Unternehmensangaben die erste traditionelle Bank in der EU mit so einem Angebot.

Bitpanda gewann seitdem bekanntlich mit seiner B2B-Schiene Bitpanda Enterprise (früher Bitpanda Technology Solutions) zahlreiche bekannte Banken auf mehreren Kontinenten als Kunden für solche Integrationen. In Österreich erfolgte indessen die noch nicht abgeschlossene Erweiterung auf andere Raiffeisen-Landesbanken, zuletzt diesen August jene in Salzburg.

Mehr als 18 Millionen Kund:innen in elf Märkten

Nun gelang Bitpanda Enterprise wieder ein größerer Coup: Die Raiffeisen Bank International will das Service in ihren Tochterbanken im CEE-Raum anbieten, wo sie in elf Märkten aktiv ist. Die Banken der Gruppe haben gemeinsam mehr als 18 Millionen Kund:innen. Die Umsetzung erfolge schrittweise und werde an die jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen der lokalen Märkte angepasst, heißt es in einer Aussendung.

Höllerer: „Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich“

„Die Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich. Mit einem starken und etablierten Partner schaffen wir die Voraussetzungen, um diesem Bedarf zu entsprechen“, kommentiert der neue RBI-CEO Michael Höllerer. Er war bis vor Kurzem Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und 2024 als solcher auch für die damals erste Bitpanda-Integration verantwortlich.

Neu in seiner Rolle als Co-CEO ist auch Bitpanda-Co-Founder Christian Trummer. Er meint, man schaffe eine Infrastruktur, „die über Institutionen, Märkte und Ländergrenzen hinweg“ funktioniere. „Ich bin stolz darauf, dass wir den in Österreich gemeinsam entwickelten Ansatz nun zu einer Partnerschaft ausbauen, die Millionen von Menschen in Zentral- und Osteuropa Zugang zu digitalen Assets ermöglichen kann“, so Trummer.

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Google-Berufung gegen 50 Millionen Euro DSGVO-Strafe abgewiesen

  • Google ging gegen eine von der französischen Datenschutzbehörde CNIL verhängte 50 Millionen Euro DSGVO-Strafe vor dem obersten französischen Verwaltungsgericht Conseil d’Etat in Berufung
  • Unter anderem sah man beim Internetriesen die Zuständigkeit nicht in Frankreich.
  • Weil die Strafe gegen den Mutterkonzern in den USA und nicht gegen die irische Niederlassung verhängt wurde, sei auch nicht die irische Datenschutzbehörde zuständig, entschied das Conseil d’Etat.
  • Die Entscheidung könnte auch für weitere Strafen gegen Tech-Konzerne mit Europa-Sitz in Irland den Weg ebnen.

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  • Die Entscheidung könnte auch für weitere Strafen gegen Tech-Konzerne mit Europa-Sitz in Irland den Weg ebnen.

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  • Unter anderem sah man beim Internetriesen die Zuständigkeit nicht in Frankreich.
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Google-Berufung gegen 50 Millionen Euro DSGVO-Strafe abgewiesen

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