07.09.2021

Drogeriemarktbetreiber Rossmann regelt Unternehmensnachfolge

Dirk Roßmann, Gründer und Gesellschafter der Rossmann-Drogeriemärkte, übergibt die Geschäftsführungs-Agenden an seinen Sohn Raoul Roßmann und vollzieht damit eine fließende Übergabe der Unternehmensverantwortung.
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Rossmann: Dirk Roßmann und Raoul Roßmann
Dirk Roßmann (l.) übergibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Raoul Roßmann. © Rossmann

Dirk Roßmann scheidet nach Vollendung seines 75. Lebensjahres mit 30. September 2021 als Geschäftsführer der Dirk Roßmann GmbH mit Firmensitz in Burgwedl bei Hannover aus. Als Sprecher der Geschäftsführung des Drogeriemarktbetreibers, der mit seinen europaweit 56.300 Mitarbeitern im Jahr 2020 10,35 Milliarden Euro erwirtschaftet hat, fungiert zukünftig sein jüngerer Sohn Raoul, der bereits in der Vergangenheit als Nachfolger angekündigt wurde.

Raoul Roßmann ist seit 2015 Geschäftsführungsmitglied

Der 36-Jährige verantwortet und prägt bereits seit einigen Jahren das operative Geschäft der über 4.200 Drogeriemärkte, von denen sich mehr als 2.200 in Deutschland befinden. Seit 2015 ist Raoul Roßmann Geschäftsführer für Einkauf und Marketing. Ebenfalls Teil der Geschäftsführung sind weiterhin Alice Schardt-Roßmann, Michael Rybak und Peter Dreher.

Dirk Roßmann, der sich künftig verstärkt der Schriftstellerei widmen wird, bleibt im Beirat der Rossmann-Drogeriemärkte sowie Geschäftsführer und Sprecher der Rossmann Beteiligungs GmbH. Diese befindet sich zu 100 Prozent im Familienbesitz der Gesellschafter Dirk Roßmann, Daniel Roßmann und Raoul Roßmann und hält einen Anteil von 60 Prozent an den Drogeriemärkten. Darüber hinaus gibt es 60 weitere, nennenswerte Beteiligungen.

Rossmann erster Standort
Am 17. März 1972 eröffnete in der Jakobistraße 6 in Hannover der erste „Rossmann-Markt für Drogeriewaren“ in Deutschland. © Rossmann
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signteq-Gründer Simon Schnabl | © Daniel Willinger | dwphoto.at
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Digitale Identifikation, regulatorische Prüfungen (u.a. KYC und KYB) und rechtsgültige digitale Verträge – damit überzeugte das 2019 gegründete Wiener RegTech-Unternehmen schon bislang Banken wie die Raiffeisen Bankengruppe und die Bawag, Versicherungen wie Wüstenrot, Fintechs wie froots und Conda, Krypto-Unternehmen wie Cryptonow und WhiteBIT und öffentliche Institutionen wie Wiener Wohnen. Neben Österreich ist man etwa auch in Deutschland, der Schweiz und mehreren Ländern in Südost- und Osteuropa aktiv.

„Know Your Agent“ als zusätzliches Geschäftsfeld

Eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Angebots soll nicht nur die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) spielen, die bis Ende dieses Jahrs von allen EU-Staaten bereitgestellt werden muss. Mit „Know Your Agent“ (KYA) will signteq auch ein zusätzliches Geschäftsfeld aufbauen, das den Boom-Bereich Agentic AI aus RegTech-Perspektive adressiert. „Heute müssen Unternehmen wissen, wer ihr Kunde ist. Morgen müssen sie zusätzlich wissen, welcher KI-Agent für wen handelt, wozu er berechtigt ist und wer dafür verantwortlich ist“, erläutert Simon Schnabl, Gründer und Geschäftsführer von signteq.

Steinberger, Giretzlehner, Compass-Verlag u.a. investieren

Für diese Pläne und die weitere internationale Expansion holte sich signteq nun eine nicht genau bezifferte siebenstellige Kapitalspritze. Mit OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger gewann das Unternehmen dabei nicht nur einen denkbar prominenten Investor, sondern auch eine der international zentralen Figuren im neuen Zielmarkt Agentic AI. Hinzu kommen in der aktuellen Runde der bereits seit 2024 beteiligte Compass-Verlag, Runtastic-Mitgründer René Giretzlehner, die Franz-MayrMelnhof-Saurau Beteiligungs GmbH und weitere nicht genannte Investor:innen.

Steinberger kommentiert in einem Statement: „KI-Agenten werden schon bald eigenständig für Menschen und Unternehmen handeln. Damit wird Vertrauen zur Schlüsselfrage: Wer steckt hinter einem Agenten – und was darf er? signteq baut dafür heute schon die Infrastruktur und denkt digitale Identität konsequent weiter: von Know Your Customer zu Know Your Agent. Diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und klarer Zukunftsvision hat mich überzeugt.“

„Was wir in Österreich aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international“

„Digitale Identität ist längst zu einer zentralen Infrastruktur für digitale Geschäftsmodelle geworden. Was wir in Österreich gemeinsam mit Banken, Versicherungen, Technologieunternehmen und der öffentlichen Hand aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international – mit Europa als starkem Ausgangspunkt“, kommentiert Gründer Simon Schnabl. Zugute kommen sollen dem Unternehmen neben der erwähnten EUDI-Wallet, die Teil der eIDAS 2.0-Verordnung ist, noch weitere Regulierungen aus diesem Gesetzespaket sowie die kommendes Jahr anwendbare europäische Geldwäscheverordnung AMLR.

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