25.11.2020

Bugbattle: FFG-Förderung für Vorarlberger Bug Reporting-Startup

Das Vorarlberger Startup Bugbattle bietet, nach eigenen Angaben, das erste In-App Bug Reporting-Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa.
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Das Bugbattle-Team (c) Belinda Zoppoth-Pölshofer
Das Bugbattle-Team (c) Belinda Zoppoth-Pölshofer

Im Schnitt etwa 70 Prozent ihrer Arbeitszeit, würden manche Entwickler in das Adressieren von Softwarefehlern stecken, sagt Lukas Böhler, Gründer des Vorarlberger Startups Bugbattle, „wir haben ein Tool geschaffen, welches den Prozess rund um das Melden eines Fehlers revolutioniert und somit jedem Entwickler viel Zeit und Nerven spart“. Es sei das erste In-App Bug Reporting Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa, heißt es vom Startup. Und mit dessen Hilfe könnten Programmierer Bugs bis zu 50 Mal schneller beheben als auf dem herkömmlichen Weg, so das Versprechen.

Bug Reporting durch Smartphone Schütteln

Konkret können Software-Fehler mit dem Tool durch das Schütteln des Smartphones oder einen simplen Klick gemeldet werden. Auf einem automatisch erstellten Screenshot kann der Fehler markiert, beschrieben und dann an den Entwickler geschickt werden. Bugbattle lässt sich dabei in Projektmanagement-Tools wie Jira oder Trello integrieren. Dort erstellt das Tool pro Fehler automatisch ein Ticket und liefert dazu Infos wie Session-Daten, Console Logs und Schritte zur Reproduktion des Fehlers mit.

Als einziges Tool seiner Art sei Bugbattle zudem DSGVO-konform, heißt es vom Startup. Sensible Daten werden vom Tool automatisch unleserlich gemacht. Auch benötige das Tool keine zusätzlichen Berechtigungen auf Smartphones.

FFG-Zuschuss für Bugbattle

Zur Weiterentwicklung holte sich das Startup nun auch eine Förderung durch die FFG, deren Höhe nicht bekanntgegeben wurde. Der Zuschuss habe die Arbeit „extrem beflügelt, meint Gründer Böhler: „Die Förderung hat es uns erlaubt, unter noch mehr Volldampf aus Bugbattle ein noch anspruchsvolleres Tool zu machen“. Nun sehe man sich – auch international – nach Investoren um.

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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Bugbattle: FFG-Förderung für Vorarlberger Bug Reporting-Startup

  • Im Schnitt etwa 70 Prozent ihrer Arbeitszeit, würden manche Entwickler in das Adressieren von Softwarefehlern stecken, sagt Lukas Böhler, Gründer des Vorarlberger Startups Bugbattle, „wir haben ein Tool geschaffen, welches den Prozess rund um das Melden eines Fehlers revolutioniert und somit jedem Entwickler viel Zeit und Nerven spart“.
  • Es sei das erste In-App Bug Reporting Tool für Apps, Websites und Industrieanwendungen aus Europa, heißt es vom Startup.
  • Konkret können Software-Fehler mit dem Tool durch das Schütteln des Smartphones oder einen simplen Klick gemeldet werden.
  • Bugbattle lässt sich dabei in Projektmanagement-Tools wie Jira oder Trello integrieren.
  • Dort erstellt das Tool pro Fehler automatisch ein Ticket und liefert dazu Infos wie Session-Daten, Console Logs und Schritte zur Reproduktion des Fehlers mit.
  • Als einziges Tool seiner Art sei Bugbattle zudem DSGVO-konform, heißt es vom Startup.

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