05.07.2022

Born Global Award 2022: Das sind die Gewinner

Auch heuer würdigte die Wirtschaftskammer Österreich exportorientierte Startups im Rahmen des Exporttages 2022.
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Die Born Global Champions 2022 stehen fest - (c) Zur Verfügung gestellt.

Das Land hat 15 neue globale Champions. Im Rahmen des Jubiläums-Exporttages zeichneten Wirtschaftskammer Präsident Harald Mahrer und die stellvertretende Generalsekretärin Mariana Kühnel junge österreichische Unternehmen mit dem „Born Global Champion“-Award aus. Die Auszeichnung geht seit acht Jahren an junge Unternehmen, die von Anfang an weltweit tätig waren und schnelles internationales Wachstum zeigen.

Born Global Award: Auszeichnung für Mut

„Es braucht nicht nur ein gutes Produkt, sondern auch vor allem viel Mut, sehr frühphasig mit einem Produkt oder mit einer Dienstleistung über Österreichs Grenzen hinauszugehen. Und von Anfang an davon überzeugt zu sein, dass die eigene Produktidee auch im internationalen Wettbewerb Erfolg haben kann“, beschreibt Harald Mahrer seine Interpretation des Mindsets eines Born Global Champions. „Der Award, den wir heute an 15 herausragende Unternehmen verleihen, soll auch andere motivieren, in diese Fußstapfen zu treten und internationale Märkte zu erschließen.“

Mariana Kühnel indes betonte die hohe Bedeutung von Innovation für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Die Born Global Champions stehen für Qualität ‚Made in Austria‘. Die Basis dafür ist der starke Fokus auf Innovation und Internationalität, quasi das Trampolin für den Erfolg unseres Wirtschaftsstandortes. Gleichzeitig braucht es Innovation, um die aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel oder Energiekrise zu meistern. Die Born Global Champions, die wir heute auszeichnen, beweisen dies auf besonders eindrückliche Art und Weise.“

Die Gewinner 2022

Xund

Xund entwickelt einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten, der helfen soll, Symptome besser zu verstehen und evidenzbasiertes Feedback zu möglichen Ursachen zu erhalten.


SteadySense

Das Grazer MedTech-Startup SteadySense entwickelt temperaturbasierte Fruchtbarkeits-Mess-Patches.


Single Use Support

Das 2016 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Hightech-Anlagen und innovative Lösungen für alle Global Player der biopharmazeutischen Industrie.


Ribbon Biolabs

Ribbon Biolabs ist ein Unternehmen für synthetische Biologie, das neue Technologien für die automatisierte Synthese langer DNA-Moleküle entwickelt, um Innovationen in den Biowissenschaften zu ermöglichen.


Pixofarm

Das Wiener Startup Pixofarm hat eine AI-gestützte Smartphone-Lösung entwickelt, die Obstbauern bei ihrer Ernte-Progonose unterstützt.


Pixelrunner

Pixelrunner hat einen Drucker entwickelt, der ähnlich einem Tintenstrahldrucker großflächig Böden bedruckt – Asphalt, Gras oder Schnee.


Music Traveler

Music Traveler ist eine Vermittlungs-Plattform für Proberäume sowie für Veranstaltungsorte und wird u.a. von John Malkovich und Billy Joel unterstützt.


Blue Planet Ecosystems

Das oberösterreichische Startup kombiniert Biologie, (Solar-)Energietechnik und KI-gestützte IT-Systeme, um Shrimps zu züchten.


Baubot

Der Baubot des Wiener Startups Printstones vermag eine ganze Reihe von Tätigkeiten auf Baustellen und in Fertigungsanlagen auszuführen.


Audvice

Das Startup rund um Gründerin Sophie Bolzer entwickelte eine audio-basierte Learning & Collaboration Software für Wissensmanagement in Unternehmen.


Leadbacker

Leadbacker ist eine KI-gestützten Plattformen für Mitarbeiter:innen-Entwicklung, die Feedback und individuelles Wachstum abbildet.


Klaxon

Klaxon hat mit „Klick“ ein Zuggerät mit E-Motor entwickelt, das durch ein spezielles, patentiertes Kopplungssystem mit dem Rollstuhl verbunden wird und die Mobilität von Menschen mit Beeinträchtigungen steigern soll.


Four Panels

Four Panels ist eine Plattform, die Ärzte miteinander vernetzt. Zudem setzt sie Künstliche Intelligenz ein, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die richtige Diagnose und Therapie zu finden.


Checklens

Die KI von Checklens möchte weltweit dem Einzelhandel dabei helfen, Verluste zu reduzieren und Mitarbeiter:innen bei der Arbeit zu unterstützen.


BHS Technologies

BHS Technologies hat mit RoboticScope ein Medizinprodukt entwickelt, das im Gegensatz zu konventionellen digitalen Operationsmikroskopen Chirurg:innen ermöglicht, ihre Hände und Augen durchgehend auf dem Operationsfeld zu behalten.


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Diego Szekely programmierte seine Diabetes-App im Alleingang © Hannah Fasching

„Ich war der, der die Waage rausgeholt hat, um meinen Insulinbedarf zu berechnen“, erinnert sich Carbetic-Gründer Diego Szekely an die Zeit nach seiner eigenen Typ-1-Diabetes-Diagnose vor vier Jahren. Bei der Autoimmunerkrankung produziert der Körper überhaupt kein eigenes Insulin mehr, weshalb jede Aufnahme von Kohlenhydraten exakt berechnet und durch externe Insulingaben ausgeglichen werden muss.

Im Austausch mit anderen Betroffenen stellte er jedoch schnell fest, dass die meisten Diabetiker:innen im Alltag ihren Bedarf lediglich abschätzen. Da ungenaue Werte langfristige gesundheitliche Risiken bergen, entwickelte der heute 18-Jährige Carbetic, um eine verlässlichere, unkomplizierte Lösung im Alltag anzubieten. „Ich hab einfach das gebaut, was uns Diabetikern wirklich gefehlt hat“, so der Gründer.

© Carbetic

Räumliche Tiefe als technischer USP

Mittlerweile ist die Anwendung bereits in 41 Sprachen verfügbar, wobei aktuell die USA, dicht gefolgt von Deutschland, den größten Markt darstellen. Das technische Fundament unterscheidet sich laut dem Gründer aus Perchtoldsdorf vor allem in einem Punkt von klassischen Lifestyle-Trackern.

Statt einer simplen 2D-Bildanalyse setzt Carbetic laut eigenen Angaben auf räumliche Tiefe durch drei schnell geschossene Fotos aus unterschiedlichen Winkeln sowie LiDAR-Sensoren moderner Smartphones. „Die drei Fotos sind wahnsinnig wichtig, um die Dimensionen gescheit abzuschätzen“, betont Szekely.

Aus der Kombination dieser Bild- und Raumdaten berechnet ein feinjustiertes KI-Modell schließlich den Kohlenhydratgehalt der einzelnen Komponenten auf dem Teller, der wiederum für die Bestimmung des Insulinbedarfs benötigt wird. Neben der Foto-Analyse wird das Produkt in der Praxis durch eine integrierte Sprachsteuerung sowie die Option ergänzt, Koch-URLs oder abfotografierte, handschriftliche Rezepte automatisch von der KI auslesen zu lassen.

Conversion im SaaS-Modell

Nach nur drei Monaten verzeichnet die App rund 20.000 Downloads. Interessant ist vor allem die Conversion-Rate: „5.000 Nutzer sind aktuell in einem Probeabo oder bezahlten Abo“, erklärt der Gründer. Von den 5.000 „zahlen bereits 4.000“, so Szekely weiter. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Software-as-a-Service-Struktur. Das Einstiegs-Abo für bis zu zehn Analysen am Tag kostet 4,49 Euro im Monat, während die unlimitierte Version für 9,99 Euro angeboten wird.

Auf die Frage, wie man ein solches Wachstum erziele, meint der Gründer: „Gute Frage. Und da ich keine gute Antwort habe, ist die Antwort, das Produkt funktioniert.“ Hauptsächlich über Mundpropaganda und Empfehlungen von Ärzt:innen, die Szekely unter anderem auf Ärztekongressen kennenlernte, wachse das Produkt aktuell organisch. „Wenn mir Patient:innen schreiben, dass die App ihnen hilft, den Alltag ein Stück mehr wie ein gesunder Mensch zu leben, macht mich das einfach so stolz“, so der Gründer.

„Mit allen großen Medizintechnik-Firmen in Kontakt“

Einen langfristigen Wettbewerbsvorsprung will sich der Gründer, der für sein Startup Studienplätze am UCL und King’s College in London sausen lässt, künftig über zwei strategische Säulen verschaffen, die über die reine Nutzer:innenbasis hinausgehen. Neben einer umfassenden Datensammlung zur Optimierung der Algorithmen steht ein digitaler Ärztezugang im Fokus. Über diesen können Mediziner:innen nach expliziter Freigabe die Mahlzeiten ihrer Patient:innen analysieren und die Therapie gezielter begleiten.

Während der aktuelle Fokus auf Typ-1-Diabetes-Patient:innen liegt, zeigt sich Szekely zuversichtlich, dass auch Typ-2-Patient:innen über kurz oder lang auf seine Anwendung zugreifen werden: „Alle Apps, die Typ 1 machen, übernehmen irgendwann auch den Typ-2-Markt. Das ist immer so.“ Zudem startet in Kürze eine Genauigkeitsstudie mit der Universität Wien. Auch gegenüber strategischen Partnerschaften und Investments zeigt sich der Solo-Founder offen: „Ich bin mit allen großen Medizintechnik-Firmen im Diabetes-Bereich in Kontakt. Und die sind alle begeistert.“

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