08.05.2024
EXPANSION

Bitpanda eröffnet Standort in Dubai

Das Wiener Unicorn Bitpanda expandiert in die MENA-Region - allerdings nur mit der B2B-Sparte Bitpanda Technology Solutions.
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Das Bitpanda-Founderteam mit Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth (c) Bitpanda
Das Bitpanda-Founderteam mit Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth | (c) Bitpanda

Im Gegensatz zu anderen großen FinTechs war Bitpanda bei seiner internationalen Expansion bislang eher behutsam – US-Experimente und dergleichen gab es nicht. Doch jetzt lässt das Wiener Unicorn mit einer Meldung aufhorchen: Es eröffnet ein Büro in Dubai, mit dem der Schritt in die MENA-Region erfolgen soll.

Expansion in die MENA-Region nur für B2B-Schiene Bitpanda Technology Solutions

Auf brutkasten-Anfrage heißt es allerdings eingrenzend vom Unternehmen: „Es geht hier jedoch ausschließlich um eine Präsenz unserer B2B-Sparte Bitpanda Technology Solutions. Wir wollen unsere Infrastruktur Banken und anderen Akteuren der Finanzwirtschaft aus der Region anbieten, da wir in der jüngeren Vergangenheit vermehrt Nachfrage und Interesse aus der Region erfahren haben. Der Fokus von Bitpanda als Gruppe bleibt jedoch weiterhin auf Europa gerichtet.“

Demuth: „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für uns der ideale Ort, um in den Markt des Nahen Ostens einzusteigen“

Noch gelte es für Bitpanda, eine lokale Lizenz zu bekommen. In drei Monaten könne man dann mit dem Angebot in der MENA-Region starten, heißt es im Blog des Abu Dhabi SME Hub. Dort wird auch Bitpanda -Co-Founder und Co-CEO Eric Demuth zitiert: „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für uns der ideale Ort, um in den Markt des Nahen Ostens einzusteigen. Sie bieten die perfekte Mischung aus Anlegernachfrage und innovativem regulatorischem Umfeld, die es uns ermöglichen wird, die beste auf dem Markt verfügbare Trading-Lösung anzubieten.“ Als Managing Director Bitpanda MENA fungiert Walid BenOthman.

Raiffeisen-Partnerschaft auf ganz Niederösterreich und Burgenland ausgeweitet

Außerdem verkündete Bitpanda Technology Solutions noch einen weiteren Schritt innerhalb Österreichs: Die Zusammenarbeit mit Raiffeisen wird ausgebaut. Neben Kund:innen der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien können nun auch jene der Raiffeisen Bankengruppe Burgenland und der Raiffeisenbanken in Niederösterreich in der Banking-App „Mein ELBA“ über Bitpanda in Kryptowährungen und andere digitale Assets investieren.

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Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

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