30.04.2020

Bitcoin nimmt Kurs auf die 10.000-Dollar-Marke

Am Vortag knackte der Bitcoin-Kurs die Marke von 8000 Dollar, am Donnerstag übertraf der Preis 9000 Dollar. Dabei steht das Halving im Fokus.
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bitpanda-stablecoin - ist gold das neue bitcoin?
(c) fotolia.com - rcfotostock

Bitcoin-Investoren dürften heute mit einem wohligen Gefühl aufgewacht sein. Denn der Blick in diverse Krypto-Börsen offenbarte, dass der Kurs während der Nacht (mitteleuropäischer Zeit) auch die Marke von 9000 US-Dollar geknackt hat und sich nun auf die psychologisch symbolisch wichtige Marke von 10.000 USD zubewegt. Der Kurs BTC/USD ist somit wieder im Aufwind. Der Grund dafür dürfte das Halving sein, welches im Mai 2020 ansteht. Dieses hatte auch in der Vergangenheit zu starken Steigerungen beim Bitcoin-Preis geführt.

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Der folgende Chart zeigt die Entwicklung des BTC/USD-Kurses während der vergangenen Monate. Hier ist die Steigerung des Bitcoin-Preises im Lauf der vergangenen Tage klar zu sehen. Am Vortag hatte Bitcoin bereits die Marke von 8000 Dollar durchbrochen.

Bitcoin Kurs im April 2020
Die Entwicklung des BTC/USD-Kurses während der vergangenen Tage. (c) Teletrader

Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses seit Anfang 2020

Am Donnerstag in der früh lag der Preis für ein Bitcoin an der Kryptobörse Bitstamp bei rund 9300 Dollar. Das entspricht gegenüber dem Jahresanfang (YTD) einem Plus von rund 30 Prozent, im Lauf eines Monats ist der Bitcoin-Kurs um rund 45 Prozent gestiegen. Gegenüber vor genau einem Jahr ist der Preis für ein Bitcoin in USD um rund 77 Prozent gestiegen.

Vom 52-Woche-Hoch – 12.863 USD im Juli 2019 – ist der aktuelle Bitcoin-Kurs dennoch weit entfernt.

Bitcoin Kurs 2020
Die Entwicklung des BTC/USD-Kurses seit Jahresbeginn. (c) Teletrader

Bitcoin-Anleger haben Halving im Fokus

Bitcoin hatte – ebenso wie die Assets der Old Economy – im Rahmen der Coronakrise ordentlich Federn lassen müssen. Nun erholt sich die weltweit bekannteste Kryprowährung. Der Grund dafür dürfte das Halving sein, das im Mai 2020 auf dem Programm steht. Die Bezeichnung „Halving“ bezieht sich auf eine Halbierung der Prämie, die Bitcoin-Miner für die Erstellung neuer Blocks der Kryptowährung bekommen. Das Ereignis erfolgt nahezu automatisch alle 210.000 Bitcoin-Blocks.

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Im nachfolgenden Video erklärt Daniel Lenikus, Organisator des ANON Summit, was beim Bitcoin-Halving passiert und wie es sich auf die Crypto-Community auswirkt. Übrigens: Das ANON Summit findet aufgrund des Coronavirus dieses Jahr zwar nicht offline, dafür aber am 19. und 20. Mai als Onlinekonferenz statt.

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European Innovation Act
© European Commission

Europa verfügt über eine starke Forschungslandschaft sowie über qualifizierte Fachkräfte und innovative Unternehmen. Gleichzeitig bestehen innerhalb der EU unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, und der Zugang zu Finanzierungen kann für innovative Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Dadurch werden in Europa entwickelte Innovationen nicht immer in Europa weiterentwickelt und wirtschaftlich genutzt. Der nun von der EU-Kommission vorgeschlagene European Innovation Act soll dazu beitragen, diese Rahmenbedingungen zu verbessern und Unternehmen dabei zu unterstützen, grenzüberschreitend zu wachsen und international wettbewerbsfähig zu werden.

Zugang zu Finanzierung und Vergabeverfahren

Der Vorschlag setzt im Prinzip an zwei zentralen Herausforderungen für Innovationen in Europa an: dem Zugang zu Finanzierung und der stärkeren Nutzung öffentlicher Beschaffung.

Erstens soll der Zugang zu Finanzierungen für innovative Unternehmen erleichtert werden. Viele Startups und Scaleups verfügen über Patente, geistiges Eigentum und andere immaterielle Vermögenswerte. Deren Bewertung kann jedoch komplex sein und den Zugang zu Investitionen erschweren.

Der Vorschlag sieht daher einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Bewertung von geistigem Eigentum vor. Zudem soll ein digitaler Marktplatz geschaffen werden, der Anbieter und Interessenten für geistiges Eigentum zusammenbringen und Unternehmen durch fachliche Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Innovationen unterstützen soll.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen die Verwaltungskosten um rund 35 Mio. Euro senken und zusätzliche Finanzierungen von bis zu 10,2 Mrd. Euro pro Jahr über IP-gestütztes Risiko- und Fremdkapital ermöglichen.

F&E-Aufträge

Zweitens soll ein gemeinsames Verfahren für die Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen (F&E) eingeführt werden. Dieses soll für mehr Rechtssicherheit sorgen und dazu beitragen, neue Technologien schneller zur Marktreife zu bringen. Dazu zählen auch Technologien, die zur Bewältigung gemeinsamer gesellschaftlicher Herausforderungen etwa in den Bereichen Gesundheit, Bildung und saubere Mobilität beitragen können. Zudem soll die gemeinsame Durchführung von F&E-Aufträgen durch öffentliche Auftraggeber aus verschiedenen Mitgliedstaaten erleichtert werden.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen zu Einsparungen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr bei öffentlichen Auftraggebern führen und zusätzliche jährliche Gewinne von 25,92 Mrd. Euro für Unternehmen ermöglichen. Nach Einschätzung der Kommission könnte zudem das EU-BIP im zehnten Jahr um 0,24 bis 0,42 Prozent über dem Niveau (Anm.: ohne die Maßnahmen) liegen. Im selben Zeitraum könnten – so die Erwartung – bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

„Mit dem Europäischen Innovationsgesetz gehen wir der Fragmentierung direkt entgegen: einen Rahmen für die Bewertung von Rechten des geistigen Eigentums, einen digitalen Marktplatz, der Käufer und Verkäufer verbindet, und einen einfacheren Weg für die Vergabe öffentlicher Aufträge für Spitzenforschung und -entwicklung. Und das ist erst der Anfang. Bis 2028 werden wir einen echten Binnenmarkt schaffen, in dem Ideen schneller skalieren, Finanzen freier zirkulieren und die strategische Autonomie Europas gestärkt wird. Das ist das Europa, das wir aufbauen“, sagt Ekaterina Sacharieva, EU-Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation.

EU-Referenzrahmen für Reallabore

Parallel – und separat zum European Innovation Act zu sehen – möchte die Kommission Innovator:innen zudem dabei unterstützen, neue Ideen schneller in marktfähige Lösungen zu überführen. Dazu ist ein Vorschlag für einen gemeinsamen Rahmen für regulatorische Reallabore vorgesehen.

Reallabore ermöglichen es Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden, neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien zeitlich begrenzt in einem kontrollierten Umfeld und unter Aufsicht der zuständigen Behörden zu erproben. Dadurch sollen Erfahrungen mit den geltenden regulatorischen Anforderungen gesammelt werden. Gleichzeitig erhalten Behörden Erkenntnisse darüber, wie bestehende Vorschriften auf neue Technologien angewendet werden können und ob gegebenenfalls Anpassungsbedarf besteht.

In einzelnen Bereichen des EU-Rechts gibt es bereits regulatorische Reallabore. Ein einheitlicher europäischer Ansatz besteht bislang jedoch nicht, sodass sich unterschiedliche Verfahren und regulatorische Rahmenbedingungen ergeben. Eine geplante Empfehlung des Rates soll daher einen gemeinsamen EU-Referenzrahmen für Reallabore in Bereichen schaffen, die bislang nicht durch entsprechende EU-Rechtsvorschriften abgedeckt sind. Dabei sollen Erfahrungen aus den Mitgliedstaaten und bestehenden EU-Initiativen einbezogen werden – mit dem Ziel, die Erprobung innovativer Lösungen zu erleichtern und gleichzeitig öffentliche Interessen zu berücksichtigen.


Zusammenfassung

Worum geht es?
Der European Innovation Act soll Hindernisse für Innovation abbauen, den Weg von der Forschung zum Markt beschleunigen und die Nutzung von geistigem Eigentum erleichtern.

Drei zentrale Maßnahmen

  • Bewertung von geistigem Eigentum: Ein EU-weiter Rahmen soll die Bewertung von Patenten und anderem geistigem Eigentum vereinheitlichen und dadurch den Zugang zu Finanzierung für innovative Startups erleichtern.
  • Digitaler Marktplatz: Eine digitale Plattform soll Käufer und Verkäufer von geistigem Eigentum zusammenbringen.
  • F&E-Beschaffung: Ein gemeinsames Verfahren für die öffentliche Beschaffung von Forschung und Entwicklung soll die Beschaffung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit vereinfachen und die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen fördern.

Erwartete Auswirkungen

  • 10,2 Mrd. EUR zusätzliche Finanzierung für Unternehmen pro Jahr durch die bessere Nutzung von geistigem Eigentum
  • 35 Mio. EUR jährliche Einsparungen bei Verwaltungskosten für Unternehmen durch eine harmonisierte Bewertung von geistigem Eigentum
  • 1 Mrd. EUR jährliche Einsparungen bei öffentlichen Auftraggebern durch effizientere FuE-Beschaffung und vereinfachte grenzüberschreitende Verfahren
  • 25,9 Mrd. EUR zusätzliche jährliche Gewinne für Unternehmen, die an FuE-Beschaffung beteiligt sind
  • 0,24–0,42 % erwarteter Anstieg des EU-BIP über die nächsten zehn Jahre
  • bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der EU innerhalb der nächsten zehn Jahre

Quelle: Europäische Kommission, „European Innovation Act“, September 2026. Bei den genannten wirtschaftlichen Effekten handelt es sich um erwartete Auswirkungen.

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AI Summaries

Bitcoin nimmt Kurs auf die 10.000-Dollar-Marke

  • Bitcoin-Investoren dürften heute mit einem wohligen Gefühl aufgewacht sein.
  • Denn der Blick in diverse Krypto-Börsen offenbarte, dass der Kurs während der Nacht auch die Marke von 9000 US-Dollar geknackt hat und sich nun auf die psychologisch symbolisch wichtige Marke von 10.000 USD zubewegt.
  • Am Vortag hatte Bitcoin bereits die Marke von 8000 Dollar durchbrochen.
  • Der Grund dafür dürfte das Halving sein, das im Mai 2020 auf dem Programm steht.

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