Gipfel der Innovation: Außenwirtschaft Austria organisiert Networking auf der Bergspitze
Wenige Tage vor dem 4gamechangers-Event trafen sich auf Initiative der Außenwirtschaft Austria Innovatoren und Unternehmer aus Österreich und Asien, um Kooperationen zu schmieden. Das Modell soll auch für andere Regionen genutzt werden.
Wie kann das Potenzial des Rising Stars Südostasien für Österreich und Asien genützt werden? Dieser Frage widmeten sich Innovatoren aus Südostasien und Österreich, die sich auf 1200 Meter Höhe im Rahmen des ersten „Asia-Austria Innovation Retreat“ zum Brainstormen und Netzwerken trafen.
Die Brücken, die zwischen den Teilnehmern aus Vietnam, Singapur, Indonesien und Österreich gebaut werden, sollen dabei über das Event hinausgehen und zu einem nachhaltigen gemeinsamen Erfolg führen. Während des zweitägigen Innovations-Retreats, entwickeln sich mit den 13 österreichischen Unternehmern und zwölf asiatischen Innovationsplayern konkrete Geschäftsmöglichkeiten und Kooperationsprojekte.
So zum Beispiel bei Bukalapak, das als das „Alibaba Indonesiens“ gilt und das erste Unicorn des Landes ist. Achmad Zaky, Founder und CEO von Bukalapak, trifft das österreichische Unternehmen Skidata zu weiteren Kooperationsgesprächen. Tong Hsien-Hui von Innovate Singapor brachte zudem den Vorschlag von „connected transnational Sandboxes“ zwischen Österreich und Singapur – denn eine Erkenntnis des Events war auch, dass beide Regionen ähnliche Herausforderungen im Innovationssystem haben und eine Zusammenarbeit aufgrund der Ähnlichkeiten viel Potenzial hat.
Modell der Außenwirtschaft Austria wird skaliert
Michael Otter, Leiter Außenwirtschaft Austria der WKÖ freut sich, dass durch die Kombination aus alpiner Inspiration und Arbeit an den essenziellen Innovationsthemen tragfähige Beziehungen zwischen Innovatoren aus beiden Regionen werden, die laut Otter über andere Wege nicht in der Form entstehen würden. „Daher wird ausgehend von diesem erfolgreichen Piloten, das Format des „Innovation Retreat“ zwischen Zukunftsregionen und Österreich skaliert“, sagt Otter abschließend.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit der Gründung der Airgapnet GmbH entstand in Oberösterreich ein neues Cybersecurity-Startup mit dem Ziel, Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen, die selbst modernste Sicherheitslösungen umgehen können.
Airgapnet: Mit Gründung gleich Kapital
Gegründet wurde es von Markus Roth, Sergey Shelenkov, Florian Mihalits und Peter Ziehesberger, die langjährige Erfahrung aus den Bereichen IT-Sicherheit, Netzwerktechnik, Elektronikentwicklung, Softwareentwicklung und Unternehmensführung mit sich bringen.
Zeitgleich mit der Unternehmensgründung konnte Airgapnet sich ein siebenstelliges Investment sichern. Das Kapital wird in die Skalierung der Produktion, den Ausbau der Produktentwicklung, den Aufbau internationaler Vertriebspartnerschaften sowie die Weiterentwicklung der patentierten Technologie investiert. Angaben zum Investor wurden auf Wunsch der beteiligten Parteien nicht veröffentlicht.
Physische Trennung von Netzwerkverbindungen
Das Neuhofener Unternehmen baut auf einer patentierten Technologie auf, die einen anderen Ansatz verfolgt als klassische Cybersecurity-Lösungen, heißt es. Während Firewalls, Endpoint-Protection und andere Sicherheitsprodukte versuchen, Angriffe zu erkennen und zu filtern, setzt Airgapnet auf die physische Trennung von Netzwerkverbindungen.
Künstliche Intelligenz ermöglicht es heutzutage Angreifern, Schwachstellen automatisiert zu analysieren, Angriffe zu personalisieren und Sicherheitsmechanismen effizienter zu umgehen. Besonders kritisch seien sogenannte Zero-Day-Exploits. Dabei handelt es sich um bislang unbekannte Sicherheitslücken, z. B. in Firewalls, für die noch keine Sicherheitsupdates oder Schutzmaßnahmen existieren. Wenn eine solche Schwachstelle entdeckt wird, hätten Unternehmen oft keine Möglichkeit, sich unmittelbar zu schützen: „Die Anzahl neuer Schwachstellen steigt rasant. Gleichzeitig verkürzt KI die Zeit zwischen dem Finden einer Schwachstelle und ihrer aktiven Ausnutzung drastisch. Unternehmen stehen dadurch vor einer völlig neuen Herausforderung“, erklärt Mitgründer und Geschäftsführer Markus Roth. Auch der zukünftige Einsatz von Quantencomputern verlangt bereits im Vorfeld die Erstellung neuer Sicherheitskonzepte.
Das Firewall-Problem
Eine Firewall sei letztlich ein intelligenter Filter, so die Founder weiter. Sie entscheidet anhand von Regeln, welche Datenpakete passieren dürfen und welche nicht. Doch jede Firewall basiert auf Software und Regeln. Fehlerhafte Konfigurationen, unbekannte Schwachstellen, kompromittierte Zugangsdaten oder Zero-Day-Exploits können dazu führen, dass Angreifer diese Schutzschicht überwinden.
„Selbst die besten Firewalls bieten daher niemals einen 100-prozentigen Schutz über einen beliebigen Zeitraum hinweg. Genau deshalb verfolgen viele Sicherheitsexperten sowie militärische Einrichtungen seit Jahren das Prinzip des sogenannten Air-Gappings, also der physischen Trennung kritischer Systeme“, liest man in der Aussendung.
In diesem Sinne trennen die von Airgapnet entwickelten Systeme Netzwerkverbindungen physisch voneinander und verbinden sie nur dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Das Unternehmen bezeichnet diesen Ansatz als „Online when needed“ statt „Always online“. Dadurch würde vor allem die Angriffsfläche reduziert.
Airgapnet mit neuer Ebene
Die Technologie wurde insbesondere für Unternehmen entwickelt, für die IT-Sicherheit wesentlich ist, um damit unter anderem Backup-Systeme, industrielle Steuerungen, Fernwartungszugänge und Internetzugänge zu schützen. Die Gründer sehen sich dabei als Teil einer neuen Generation europäischer Cybersecurity-Unternehmen, die auf technologische Unabhängigkeit, physische Sicherheit und praktikable Lösungen setzen.
„Die Cybersecurity-Branche konzentriert sich seit Jahrzehnten darauf, Angriffe zu erkennen. Wir ergänzen diesen Ansatz um eine weitere Ebene: Wenn eine Verbindung nicht existiert, ist ein Angriff auf sie chancenlos“, erklärt Sergey Shelenkov, Mitgründer und Geschäftsführer. „Genau diese Einfachheit macht unsere Technologie so wirkungsvoll.“
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