09.10.2020

Ask me Anything: ArtNight-Gründerin Aimie-Sarah Carstensen bei Female Founders

Female Founders geht mit dem Ask Me Anything-Format in die zweite Runde. Diesmal stellt sich ArtNight-Gründerin Aimie-Sarah Carstensen den Fragen der Interessierten.
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Farina Deutschmann / ArtNight: Aimie-Sarah Carstensen
(c) Farina Deutschmann / ArtNight: Aimie-Sarah Carstensen

Nachdem sie bei Bertelsmann schon im Alter von 25 Jahren ein Team von 25 Personen geleitet hatte, gründete Aimie-Sarah Carstensen im Jahr 2016 gemeinsam mit David Neisinger ihr Startup ArtNight.

Bei einem ArtNight Event lernt man unter Anleitung eines Künstlers in einer kleinen Gruppe sein eigenes Kunstwerk Schritt für Schritt zu malen – ohne vorherige Kenntnisse. Neben dem Aufbau von ArtNight wurden in den letzten Jahren auch Formate wie BakeNight, ShakeNight und PlantNight entwickelt, um Menschen in Back-, Cocktail- und Pflanzworkshops zusammenzubringen. In Betracht der aktuellen Situation, gibt es jetzt auch die Möglichkeit virtuell an einem der Workshops teilzunehmen, und sich das notwendige Material nach Hause zu bestellen.

Aimie-Sarah Carstensen: ArtNight-Gründerin holte Millioneninvestment

Mit einem erfolgreichen Auftritt in der TV-Show Die Höhle der Löwen, wo Juror Georg Kofler 150.000 Euro in das Startup steckte, konnte die Bekanntheit deutlich gesteigert werden. In Folge investierten auch der internationale VC Fonds Acton Capital und die Jägermeister-Beteiligungsgesellschaft M-Venture vier Millionen Euro in das Berliner Unternehmen.

Mit der zweiten Ausgabe des Formats Ask Me Anything (AMA) bietet Female Founders am Dienstag, 3. November, Interessierten die Möglichkeit, sich Insights zur europäischen Gründerszene und Tipps von Aimie-Sarah Carstensen zu holen. Ihr liege es sehr am Herzen, ihr Wissen und ihre Insights weiterzugeben, und somit andere Frauen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen, sagt die erfolgreiche Unternehmerin. Über ihren gesamten bisherigen Werdegang hinweg hat sie sich aktiv für die Themen Female Empowerment & Leadership und Gender Diversity stark gemacht.

Offene und entspannte Atmosphäre bei Female Founders Ask Me Anything

Und was erwartet Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Ask Me Anything? „Nach der letzten AMA Ausgabe mit Anna Alex, Gründerin von Planetly, betonten die Teilnehmer*innen die offene und entspannte Atmosphäre, die zu einem vertrauten und intimen Gespräch mit der Gründerin führte. Es wurden eine Bandbreite an Fragen zu den Themen Fundraising, Networking, das Eingehen von Risiken aber auch zur Mentale Gesundheit und über das tägliche Leben als Gründerin diskutiert“, heißt es dazu von Female Founders.

Die Teilnahme am durch die aws unterstützten AMA-Online-Event mit Aimie-Sarah Carstensen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Fragen können bereits vorab gestellt werden.

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Nemja Klincov und seine Frau stehen in einem Frühstücksraum, beide halten ein Kind auf dem Arm.
Familienvater Nemanja Klincov entwickelt Plappi aus familiären Gründen. (c) Nemanja Klincov

Die Idee für Plappi, die KI-gestützte Sprachhilfe für Kinder, kommt dem Wiener Nemanja Klincov im Alltag. „Ich habe zwei Kinder und möchte ihnen meine Muttersprache Serbisch beibringen, meine Frau spricht Deutsch mit ihnen. Als Vater, Ehemann und Unternehmer kommt die Zeit allerdings oft zu kurz und ich merke, wie die Sprachbildung bei den Kindern leidet. Plappi entstand aus genau dieser Frustration. Nicht um mich zu ersetzen, sondern um die Zeit dazwischen zu nutzen. Damit mein Kind auch dann meine Sprache hört und übt, wenn ich gerade nicht kann.“

Klincov ist in der Gründerszene nicht neu. Durch sein erstes Startup BReact (brutkasten berichtete) erhält der Founder die KI-Expertise, die er für Plappi benötigt: „Wir haben diese ganze Expertise, zur KI und auch zur Datensicherheit, in den letzten fünf Jahren aufgebaut. Alles, was wir über BReact lernen, ist ein Grundbaustein für Plappi.  Für uns ist es extrem wichtig, dass keine Daten abfließen können und kein KI-Training betrieben wird.“

Eltern legen die Themen selbst fest

Wenn man ein Plappi-Gerät bekommt, kann man als Elternteil über eine App Lehrpläne und Themen festlegen. „Man kann beispielsweise den Namen des Lieblingstiers angeben, den Namen der besten Freunde, was im Alltag passiert, und man kann Plappi auch auf Themen sensibilisieren oder Wörter eingeben, die gelernt werden sollen. Das Gerät orientiert sich dann an dem, was die Eltern vorgegeben haben, und fordert die Kinder auch aktiv auf, zu antworten. Wir haben kein anderes Spielzeug gefunden, das Kinder proaktiv auffordert zu kommunizieren“, so Klincov.

„100 Prozent Made in Europe“

Für den Vater steht vor allem eines im Vordergrund: Der Datenschutz der Kinder. „Unser oberstes Gebot ist, ausschließlich Offline-KI-Modelle zu benutzen. Was die Kinder sagen, wird nicht für Werbung oder KI-Training genutzt. Wir haben uns auch angesehen, welches Rechenzentrum in Europa keinen amerikanischen oder chinesischen Gesellschafter dabeihat, damit alles 100 Prozent Made in Europe ist. Ich will als Vater auch nicht, dass die Daten meiner Kinder an amerikanische Konzerne abfließen“, erklärt der Founder.

Welches KI-Modell am geeignetsten ist, will Klincov gemeinsam mit 100 Eltern noch testen. Warum der Founder sich sicher ist, dass Kinder überhaupt mit KI-Spielzeugen interagieren sollten, erzählt er im Interview: „An Silvester waren wir bei Freunden. Als ich gesehen habe, wie sechs kleine Kinder von zwei bis fünf Jahren mit einer Alexa gesprochen und interagiert haben, war für mich klar: Das wird funktionieren, auch ohne Display oder Screen.“

Plappi soll es in dieser Ausführung für Kinder und ein anderes Modell für Jugendliche geben. (c) Plappi

Bereits 120 Menschen auf der Warteliste

Wenn Plappi auf den Markt kommt, soll es 90 Euro kosten und auf einem Abomodell für 9,90 Euro pro Monat basieren. Die Lernenden bekommen dann jeden Monat neue Lehrpläne erstellt, „denn Plappi versteht ja, welche Vokabeln die Kinder schon können und welche Wörter gut gelernt worden sind. Und deshalb ist es notwendig, dass es ein Abomodell ist, weil diese Lehrpläne angepasst werden. Und je nach Alter und Kind wird es dann mitwachsen“.

Klincov wartet zurzeit auf Förderungsgenehmigungen, für 2027 sei der Markteintritt geplant. Auf der Warteliste stehen derzeit 120 Menschen. Eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter wird am 24. Juni gelauncht.

Zukunftspläne

„Mein Wunsch ist wirklich, dass meine Kinder fließend meine Sprache sprechen können. Ich hoffe, dass Plappi eines Tages ein Must-have in jedem Haushalt mit Kindern ist. Wir sehen einfach ein Riesenmarktpotenzial, wenn allein schon wegen des Unterrichtsfachs Englisch 95 Prozent der Kinder zur Zielgruppe werden“, blickt der Founder in die Zukunft. Das Ziel sei, dass auf lange Sicht nicht nur Kinder mit Migrationsbiografie Plappi nutzen. 

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Ask me Anything: ArtNight-Gründerin Aimie-Sarah Carstensen bei Female Founders

  • Nachdem sie bei Bertelsmann schon im Alter von 25 Jahren ein Team von 25 Personen geleitet hatte, gründete Aimie-Sarah Carstensen im Jahr 2016 gemeinsam mit David Neisinger ihr Startup ArtNight.
  • Bei einem ArtNight Event lernt man unter Anleitung eines Künstlers in einer kleinen Gruppe sein eigenes Kunstwerk Schritt für Schritt zu malen – ohne vorherige Kenntnisse.
  • Neben dem Aufbau von ArtNight wurden in den letzten Jahren auch Formate wie BakeNight, ShakeNight und PlantNight entwickelt, um Menschen in Back-, Cocktail- und Pflanzworkshops zusammenzubringen.
  • Über ihren gesamten bisherigen Werdegang hinweg hat sie sich aktiv für die Themen Female Empowerment & Leadership und Gender Diversity stark gemacht.
  • Mit der zweiten Ausgabe des Formats Ask Me Anything (AMA) bietet Female Founders am Dienstag, 3. November, Interessierten die Möglichkeit, sich Insights zur europäischen Gründerszene und Tipps von Aimie-Sarah Carstensen zu holen.
  • Die Teilnahme am durch die aws unterstützten AMA-Online-Event mit Aimie-Sarah Carstensen ist kostenlos.

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  • Nachdem sie bei Bertelsmann schon im Alter von 25 Jahren ein Team von 25 Personen geleitet hatte, gründete Aimie-Sarah Carstensen im Jahr 2016 gemeinsam mit David Neisinger ihr Startup ArtNight.
  • Bei einem ArtNight Event lernt man unter Anleitung eines Künstlers in einer kleinen Gruppe sein eigenes Kunstwerk Schritt für Schritt zu malen – ohne vorherige Kenntnisse.
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