Das Wiener Sport-Tech-Startup Zone14 setzt nach einer erfolgreichen Investmentrunde und Forschungsförderungen durch die FFG auf eine konsequente Internationalisierung. Im Talk erklärt Co-Founder Simon Schmiderer, wie das Unternehmen durch eine gezielte Strategie und lokale Partnerschaften den kroatischen Markt erschlossen hat und nun in Bayern expandiert. Durch Automatisierung und Computer Vision will das Startup professionelle Video- und Datenanalyse, die früher dem Spitzensport vorbehalten war, in die Breite des Fußballs sowie in weitere Teamsportarten wie Hockey bringen.
Technologisch arbeitet Zone14 intensiv an der Hardware-Unabhängigkeit, um die eigene Analysesoftware künftig auch auf bestehenden Kamerasystemen von Drittanbietern einsetzbar zu machen. Neben dem Wachstum bei Einzelvereinen rücken zunehmend Kooperationen mit Verbänden und gesamten Ligen in den Fokus der Skalierungsstrategie. Für das laufende Jahr evaluiert das Gründerteam zudem eine weitere Finanzierungsrunde im Sommer, um die technologische Entwicklung und den Markteintritt in weitere europäische Regionen zu beschleunigen.
Um diese Themen geht es im Videotalk:
Aktueller Status und technologischer Kern
- Simon Schmiderer beschreibt das Unternehmen heute als All-in-One-Lösung für Video- und Datenanalyse im Teamsport.
- Der Co-Founder verweist auf eine konstante Verdoppelung der Kundenzahlen und des Produktangebots in den letzten Jahren.
- Er betont die Kernforschung im Bereich Computer Vision, mit der Zone14 die Grenzen der automatisierten Datenerhebung verschiebt.
Expansion und Markteintritt in Kroatien
- Simon Schmiderer schildert den strategischen Schritt nach Kroatien, den eine Fördermaßnahme der Wirtschaftsagentur Wien begleitete.
- Das Startup nutzte eine neue Verordnung des kroatischen Verbands zur verpflichtenden Videoaufzeichnung als Markteinstieg.
- Der Co-Founder hebt die Bedeutung eines lokalen Mitarbeiters hervor, der durch seine Sprachkenntnisse und kroatische Wurzeln Barrieren abbaute.
Strategie für den Vertrauensaufbau im Sport
- Simon Schmiderer erklärt die Notwendigkeit von „Leuchtturm-Momenten“, wie etwa einem Treffen mit der kroatischen Torwart-Legende Stipe Pletikos.
- Er beschreibt das daraus resultierende „Playbook“, mit dem das Team nun auch den Markt in Bayern bearbeitet.
- Der Gast verdeutlicht, dass persönliche Kontakte und mediale Präsenz in der Fußballwelt die entscheidende Basis für Verkaufsabschlüsse bilden.
Skalierung durch Partnerschaften und Innovation
- Simon Schmiderer berichtet von einer Partnerschaft mit dem Bayerischen Fußballverband, auf die sich 650 Vereine bewarben.
- Er erläutert das Ziel der Hardware-Unabhängigkeit, um die Software künftig auf bereits installierten Kamerasystemen von Drittanbietern einzusetzen.
- Der Co-Founder sieht in dieser rein softwarebasierten Lösung den Schlüssel für eine deutlich schnellere internationale Skalierung.
Finanzierung und Zukunftsausblick
- Simon Schmiderer bestätigt die positive Hebelwirkung von FFG-Förderungen auf vergangene und zukünftige Investments.
- Er stellt für den Sommer 2024 eine mögliche neue Finanzierungsrunde in Aussicht, um das Wachstumstempo weiter zu erhöhen.
- Der Gast betont dabei die Wichtigkeit einer gemeinsamen Weltanschauung zwischen dem Gründerteam und potenziellen Investoren.
Vernetzung in der Startup-Szene
- Simon Schmiderer lädt die Community zum „Founders Running Club“ ein, der jeden Sonntag im Wiener Prater stattfindet.
- Er beschreibt das Format als entspannte Networking-Runde für Gründer, Kreative und Entwickler aller Phasen.
- Der Co-Founder sieht den Wert dieser Treffen vor allem im ungezwungenen Austausch abseits klassischer Afterwork-Events.








