Vor über zwölf Jahren schraubten zwei Väter in einer Garage im 14. Wiener Bezirk an kindgerechten Fahrrädern – heute rollen Hunderttausende davon durch über 40 Länder. In dieser Folge von „Founder’s Rollercoaster“ erzählen die woom-Gründer, wie aus einer einfachen Idee ein Unternehmen mit rasantem Wachstum entstand.
Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld sprechen offen darüber, was es heißt, Verantwortung abzugeben und Strukturen zu schaffen, die dennoch flexibel bleiben. Außerdem berichten sie, warum sie trotz ihres Erfolgs noch einmal bei Null gestartet sind – diesmal mit PopTop, einem Startup für Kindermöbel. Wie sie dabei zu einem Investment von der Fußballlegende Thomas Müller kamen und weshalb sie in den nächsten zehn Jahren gleich zehn weitere Startups gründen wollen, verraten sie im brutkasten-Talk.
Um diese Themen geht es im Video-Talk:
woom: Entstehung und Produktphilosophie
- Die Gründer starteten woom vor über zwölf Jahren in einer Garage, da sie keine guten, kindgerechten Fahrräder für ihre eigenen Kinder finden konnten.
- Der damalige Markt bot laut den Gründern meist nur „klein geschrumpfte Erwachsenenräder“, die den Bedürfnissen von Kindern nicht gerecht wurden.
woom: Wachstum und Herausforderungen
- Der Erfolg von woom verbreitete sich zunächst durch Mundpropaganda, beginnend mit Freunden und Nachbarn, gefolgt von begeisterten Kunden-E-Mails und Empfehlungen in Online-Foren als Geheimtipp.
- Das starke Wachstum führte zu „Wachstumsschmerzen“, da physische Produkte Lagerplatz erforderten. Der permanente finanzielle Druck, das Wachstum zu stemmen, war in den ersten sieben bis acht Jahren die größte Herausforderung und wurde anfangs oft durch Privatkredite gemeistert.
woom: Übergabe der Führung und Teamkultur
- Die Gründer zogen sich vor drei Jahren aus dem operativen Geschäft von woom zurück und wechselten ins Advisory Board, da sie erkannten, dass ihre Stärken eher im Startup- und Skalierungsbereich liegen und andere Persönlichkeiten für die Führung einer großen, etablierten Struktur besser geeignet sind.
- Sie sehen es als das Beste für ihr Unternehmen („Baby“), es „aus der Tür gehen zu lassen“ und dem aktuellen Team zu vertrauen, die Vision weiterzuführen.
PopTop: Das neue Unternehmen und die Vision
- Die Gründung von PopTop im Jahr 2023, einem Startup für Kindermöbel, entsprang dem Wunsch der Gründer, ihre bei woom gewonnenen Learnings zu testen.
- Die Idee für höhenverstellbare Kinderschreibtische entstand ursprünglich aus einem Projekt für höhenverstellbare Bürotische.
- Der Markt für Kindermöbel wird als „verstaubt“ beschrieben, was den Gründern viel Potenzial für innovative und langlebige Produkte bietet.
Gründer-Learnings und Unternehmertum
- Ein zentrales Learning ist, auf das eigene Gefühl zu hören und schnell Fehler zu machen, um schnelle Learnings zu generieren.
- Die Gründer betonen die Notwendigkeit einer Fehlerkultur, bei der man „in Sackgassen geht“ und daraus lernt, solange die Risiken überschaubar sind und nicht die Existenz des Unternehmens bedrohen.








