Wie Verhaltensökonomie Unternehmen innovationsfähiger macht

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Im brutkasten-Talk spricht Alexis Johann, Geschäftsführer des Schweizer Beratungsunternehmens Fehr Advice, über die Rolle der Verhaltensökonomie in Zeiten des Umbruchs. Anhand praxisnaher Beispiele zeigt er, wie sich menschliches Verhalten im Unternehmenskontext gezielt gestalten lässt – von hybriden Arbeitsmodellen über Produktivitätssteigerung in der Industrie bis hin zur Einführung von KI im Arbeitsalltag.

Außerdem spricht Johann im Studio-Talk darüber, warum New Work mehr ist als ein Schlagwort: Nur wer die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter:innen ernst nimmt, kann hybride Modelle erfolgreich gestalten. Beim Thema KI am Arbeitsplatz erklärt er, wie Unternehmen zwischen Euphorie und Skepsis navigieren und durch klare Kommunikation Akzeptanz schaffen können. 


Um diese Themen geht es beim Video-Talk:

Grundlagen der Verhaltensökonomie und ihre Anwendung im Unternehmen

  • Die Verhaltensökonomie befasst sich damit, menschliches Verhalten zu verstehen, um es anschließend zu verändern.
  • Sie hilft Unternehmen, Verhaltensmechanismen zu identifizieren und Barrieren wie Bequemlichkeit zu überwinden, um beispielsweise Kundenbindung oder Produktivitätssteigerung zu erreichen.

Verhaltensökonomie im Kontext hybrider Arbeitsmodelle

  • Es gibt klare Präferenzen der Mitarbeiter:innen bezüglich des Arbeitsortes: die große Mehrheit wünscht sich ein hybrides Modell.
  • Unternehmen können die Akzeptanz hybrider Modelle durch Erhöhung von Nutzenfaktoren und die Anpassung kontextabhängiger Faktoren fördern.

Herausforderungen und Fallstricke im Management

  • Ein Problem für Führungskräfte ist die „Over-Confidence“, die dazu führt, dass Hindernisse ausgeblendet werden und die Notwendigkeit der internen Kommunikation unterschätzt wird.
  • Manager:innen unterschätzen oft die Wichtigkeit, den „Warum“-Kontext von Verhaltensänderungen klar zu kommunizieren.

Rolle der Verhaltensökonomie bei KI-Integration und Innovationskultur

  • Verhaltensökonomische Prinzipien helfen, die Akzeptanz und systematische Nutzung von KI in Unternehmen zu fördern, indem eine überzeugende „Geschichte“ erzählt, Verhaltenserwartungen definiert und Führungskräfte geschult werden.
  • Sie tragen dazu bei, eine Fehlerkultur zu etablieren und indem sie helfen, gemischte oder negative Signale im Unternehmen zu erkennen.

Skalierbarkeit und Zukunft der Verhaltensökonomie-Beratung

  • Fehr Advice entwickelt eine KI-basierte „Behavioral Intelligence Suite“ namens Beatrix, um Unternehmen direkten, skalierbaren Zugriff auf Verhaltensmodelle und Daten zur Analyse und Steuerung von Verhalten zu ermöglichen.
  • Das Unternehmen sieht KI nicht als Bedrohung, sondern als Chance, neue Produkte und Features anzubieten und betont das Mindset, dass alle im Bereich KI „Anfänger“ sind und gemeinsam lernen.

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