Polestar-Österreich-Chef: „Startup mit 100-jähriger Erfahrung“

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„Die Elektromobilität ist im Verkehrssektor die einzige skalierbare Lösung, um in kurzer Zeit den Wandel zu einer nachhaltigeren Mobilität zu schaffen“, sagt Matthias Schabetsberger, Managing Director von Polestar Österreich, im brutkasten-Talk.

Er diskutiert die globale Wettbewerbssituation der Autobranche und die Frage, mit welchen Strategien Europa gegenüber der internationalen Konkurrenz aufholen kann. Zudem erläutert Schabetsberger die Aufstellung von Polestar als eigenständiges Unternehmen mit Volvo als Schwestermarke und skizziert die aktuellen Anpassungen der Vertriebsstrategie auf dem österreichischen Markt. Er geht auf die Rolle von Transparenz, Nachhaltigkeit und Design in der Fahrzeugentwicklung, die Auswirkungen aktueller politischer Rahmenbedingungen auf den Markt für Elektroautos sowie UX-Innovationstrends ein: “Ich sehe eine Renaissance der Knöpfe und Schalter”, so Schabetsberger.


Die Themen des Talks:

  • Die Wachstumsstory in Österreich: Seit 2021 auf dem heimischen Markt, feiert Polestar bald sein fünfjähriges Jubiläum. Mit einem zum “unechten Agenturmodell” erweiterten Vertrieb und mittlerweile 11 Standorten von Dornbirn bis Wien setzt die Marke auf Sichtbarkeit und Kontakt über regionale Händlerpartner.
  • Vom Rennteam zum eigenständigen Scaleup: Einst als Performance-Team von Volvo gestartet, agiert Polestar heute als eigenständiges, in den USA börsennotiertes Unternehmen. Als „Startup mit hundertjähriger Erfahrung“ nutzt die Elektromarke dabei die Produktionskapazitäten und das Servicenetz der Schwestermarke Volvo.
  • Drei Markenpfeiler und grenzenlose Transparenz: Polestar definiert sich durch Design, Performance und Nachhaltigkeit. Anstatt auf Greenwashing setzt das Unternehmen auf vollkommene Transparenz durch detaillierte Life-Cycle-Assessment-Reports für jedes Modell und peilt bis 2035 ein komplett klimaneutral produziertes Auto an.
  • Flotten als Basis, Private als Wachstumstreiber: In Österreich entfallen derzeit 80 Prozent des Absatzes auf das Flottensegment, das von firmeninternen CO2-Zielen und einer vorteilhaften Vollkostenrechnung profitiert. Das dynamischste Wachstum kommt neuerdings jedoch aus dem zunehmend massentauglichen Privatkundensegment.
  • Das Paradoxon der politischen Rahmenbedingungen: Während sich die Autoindustrie im globalen Wettbewerb extrem beschleunigen muss, sorgen in Europa und Österreich unstete Vorgaben – wie etwa das drohende Ende der Sachbezugsbefreiung – für Planungsunsicherheit bei den millionenschweren Investitionen der Flottenmanager.

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