“Der Klimawandel ist nach wie vor existent. Es braucht aber auch industrielle Produktion“, sagt Andreas Matthä, CEO der ÖBB im brutkasten-Talk beim Europäischen Forum Alpbach. Es müsse gelingen, Klimaschutz mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu verbinden, argumentiert der Bahn-Chef.
Einerseits müsse daher am Kontinent CO2-neutrale Produktion installiert werden, um Abhängigkeiten zu verringern. Andererseits brauche es CO2-Zölle, um die Wettbewerbsfähigkeit mit dem Rest der Welt aufrechtzuerhalten. Zur Umsetzung brauche es auch ein vereintes Europa. “Wir müssen vielleicht unsere nationalen Egoismen ein Stück zurücknehmen und mehr als Gesamteuropa denken, wo in verteilten Rollen jeder seinen Schwerpunkt machen kann”, so Matthä.
Um diese Themen geht es beim Video-Talk:
Re-Industrialisierung und Unabhängigkeit Europas
- Europa soll seine Abhängigkeit reduzieren.
- Die Industrie soll nach Europa zurückgeholt werden, um unabhängiger zu werden, Logistikketten zu verkürzen und die “Grundfähigkeiten” selbst in der Hand zu haben.
Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit
- Im Kampf gegen den Klimawandel muss viel Geld investiert werden. Dieses Geld sollte nicht nur für Strafzahlungen oder Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden, sondern auch dafür, eine CO2-neutralere Produktion in Europa aufzubauen, um darüber neue Exportschlager zu entwickeln.
- Die Abwanderung von Industriebetrieben in Länder mit geringeren Klimaschutzvorschriften soll unter anderem durch CO2-Zölle bekämpft werden.
Innovation und Digitalisierung bei den ÖBB
- Die ÖBB bleiben ihrer Innovationsagenda verpflichtet und wollen Innovation, Forschung und Künstliche Intelligenz (KI) vorantreiben.
- Das gesamte Bahnwesen befindet sich in der dritten technischen Revolution, die durch Digitalisierung und KI geprägt ist.








