„Mistral war nicht das höchste Angebot“ – Emmi-AI-Gründer über den Mega-KI-Deal

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17 Monate nach Gründung lagen für Emmi AI mehrere Übernahmeangebote auf dem Tisch. Verkauft wurde das Linzer KI-Startup am Ende nicht an den finanzstärksten Interessenten, sondern an das französische KI-Vorzeigeunternehmen Mistral aus Paris. „Mistral war nicht das höchste Angebot“, beschreibt Mitgründer Dennis Just die Entscheidung selbst.

Warum, das erklärt Just im brutkasten-Talk. Anthropic ist heute rund 900 Milliarden wert, OpenAI bei 1,3 Billionen. Mistral steht bei 12. Just selbst lässt einen relevanten Teil seiner Bezahlung in Mistral-Anteile fließen und macht damit klar, wo er das Wachstumspotenzial sieht.

Im Gespräch außerdem: Was Emmis Physics AI an Industriekunden wie Siemens Energy verkauft, warum in Linz aktuell ein neues Büro für rund 100 Mitarbeitende gebaut wird, und welche Rolle das Linzer Forschungsumfeld der JKU und NXAI bei der Gründung gespielt hat.


Die Themen des Talks:

  • Der Deal in Rekordzeit: Nur 17 Monate nach Gründung übernimmt Mistral das Linzer KI-Startup Emmi AI – einer der schnellsten Mega-Exits der österreichischen Startup-Geschichte.
  • Nicht das höchste Angebot gewonnen: Emmi AI hatte mehrere Übernahmeangebote, darunter auch höhere. Mistral hat den Zuschlag bekommen, weil es „inhaltlich am besten geklickt hat“ – nicht wegen des Preises.
  • Mistral als unterbewertete Wette: Dennis Just hält die aktuelle Bewertung von Mistral (12 Mrd. Euro) für deutlich zu niedrig im Vergleich zu Anthropic (rund 900 Mrd.) oder OpenAI (rund 1,3 Bio.). Sein Geld würde er auf Mistral wetten. Ziel ist klar der Börsengang.
  • Linz bleibt Hauptquartier: Standort und Headquarter bleiben bestehen und werden ausgebaut. Aktuell 35 Mitarbeitende, ein neues Büro für rund 100 Personen ist bereits in Bau. Der „Talent ROI“ in Österreich war ein zentrales Argument – in San Francisco wären die Personalkosten dreimal so hoch.
  • Neue Rollen bei Mistral: Emmi AI wird als „Mistral Manufacturing“ integriert. Johannes Brandstetter wird VP AI for Science, Dennis Just übernimmt als VP Manufacturing die Go-to-Market-Seite, Miks Mikelsons führt das Operative.

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