Über 1.000 Startups, mehr als 10.000 geschaffene Jobs, über 220 Millionen Euro Investment: Was der Impact Hub Vienna in 16 Jahren aufgebaut hat, ist längst kein Nischenthema mehr. Trotzdem stehen viele Sozialunternehmen gerade unter Druck wie selten – Anrufe kämen „im Wochenrhythmus“, sagt Geschäftsführer Jakob Detering: „Ich muss pivotieren, ich muss abbauen“, teils auch Insolvenzen.
Wie sich dieses Paradoxon aus wachsender Anerkennung und schwieriger Lage erklärt – und wie aus dem Coworking-Space im siebten Bezirk ein Ökosystem mit vier Standorten und drei thematischen Labs wurde – erklärt Detering im brutkasten-Talk. Aus dem klassischen Hub-Modell ist eine sektorübergreifende Innovationsmaschine für Klima, Gesundheit und Bildung geworden.
Die Themen des Talks:
- Die Wachstumsstory in Zahlen: 16 Jahre, über 1.000 Startups, mehr als 10.000 Jobs in Wien, über 220 Mio. Euro Investment (30 Mio. davon selbst investiert) – die Hälfte mit weiblichen Gründer:innen, zwei Drittel noch am Markt.
- Vom Coworking zum Ökosystem: Start 2010 im 7. Bezirk auf 350 m², heute über 70 Angestellte und 4.000 m² an vier Standorten – plus über 80 Acceleration-Programme, die Hälfte international.
- Drei Labs für Klima, Gesundheit und Bildung: Anders als der themenbreite Hub setzen Climate, Future Health und Education Lab nicht auf Acceleration, sondern auf sektorübergreifende Kollaboration zwischen Startups, Corporates, Verwaltung und Wissenschaft – mit eigener räumlicher Verortung in Spittelau, am Hauptbahnhof und am Karlsplatz.
- Sozialunternehmen als Vorbild für Corporates: Über Scouting und Matchmaking bringt der Hub Startups mit Konzernen wie Wien Energie zusammen. Ein neuer Report positioniert Sozialunternehmen als Lehrstück im Umgang mit Dauer-Wandel: „Change is the new normal.“
- Das Paradoxon der Branche: Politisch und gesellschaftlich wächst die Anerkennung – während vier Jahre Stagnation, gestrichene öffentliche Budgets und ein schwacher philanthropischer Sektor die Modelle hart treffen.








