16.11.2020

Relaunch des RBI API Marketplace als Toolbox für Fintechs

Developer können den API Marketplace der RBI nützen, um deren Daten in ihre Fintech-Produkte einzubauen.
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Developer-Report 2019: Was wollen Developer von ihren Arbeitgebern wirklich?
(c) Adobe Stock - deagreez

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihren konzernweiten API Marketplace überarbeitet und neu veröffentlicht. Der API Marketplace dient als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmern, er soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen.

Bessere Beschreibungen der APIs

Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.

Ein Blick auf den Katalog der APIs zeigt auch, dass diese nun gut strukturiert sind und außerdem mit einem One-Liner verstehen wurden: So ist für Developer innerhalb kurzer Zeit ersichtlich, wozu die jeweilige API dient.

PSD2 als Basis für den API Marketplace

„Ich bin sehr gespannt darauf, wie Entwickler unsere APIs nutzen werden“, wird Christian Wolf, Head of Strategic Partnerships & Ecosystems bei der RBI, in einer Presseaussendung der Bank zitiert: „Alles begann mit dem Inkrafttreten der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 vor gut einem Jahr. Heute bietet unser API Marketplace in unseren zentral- und osteuropäischen Märkten jedoch nicht nur PSD2- bezogene APIs, sondern auch solche, die über regulatorische APIs hinausgehen. Ziel ist es, diese Angebote noch weiter auszubauen und eine solide Basis für das größte PartnerschaftsÖkosystem für Banking in dieser Region zu schaffen.“

Catalina Arateanu, Product Owner des RBI API Marketplace betont gegenüber dem brutkasten ebenfalls, dass die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 zwar die Basis für das Projekt gelegt hat. „Neben den PSD2-APIs bietet der Marktplatz jedoch auch nicht-regulatorische (Premium-)APIs in unseren CEE-Ländern“, sagt sie: „Ziel ist es, diese Angebote noch weiter auszubauen und eine solide Basis für das größte Bankpartnerschafts-Ökosystem in MOE zu schaffen.“

Neue Fintech-Produkte in der Pandemie

Aktuell zeigt die Pandemie, wie wichtig eine reibungs- und nahtlose digitale Kundeninteraktion ohne zeitliche Verzögerung über alle Branchen hinweg ist, heißt es weiter von der RBI – das gelte insbesondere in einem sicheren Finanz-Ökosystem mit mehreren vertrauenswürdigen Partnern.

Der API Marketplace soll daher „die Schaffung maßgeschneiderter Produkte, wie z. B. das Versenden von Geld per SMS, die Anzeige aller finanziellen Daten einer Familie auf einer frei wählbaren Oberfläche, die Aufnahme einer Hypothek, ohne das Wohnzimmer verlassen zu müssen, oder den Abschluss einer Versicherung mit einem Klick“ ermöglichen. Auch soll der optimierte RBI API Marketplace „eine erhebliche Verbesserung für die Experience einer neuen Partnergruppe – der externen Entwickler –“ darstellen.

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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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AI Summaries

Relaunch des RBI API Marketplace als Toolbox für Fintechs

  • Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihren konzernweiten API Marketplace überarbeitet und neu veröffentlicht.
  • Der API Marketplace dient als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmern, er soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen.
  • Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.
  • Ein Blick auf den Katalog der APIs zeigt auch, dass diese nun gut strukturiert sind und außerdem mit einem One-Liner verstehen wurden: So ist für Developer innerhalb kurzer Zeit ersichtlich, wozu die jeweilige API dient.
  • Catalina Arateanu, Product Owner des RBI API Marketplace betont, dass die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 zwar die Basis für das Projekt gelegt hat.
  • Aktuell zeigt die Pandemie, wie wichtig eine reibungs- und nahtlose digitale Kundeninteraktion ohne zeitliche Verzögerung über alle Branchen hinweg ist, heißt es weiter von der RBI – das gelte insbesondere in einem sicheren Finanz-Ökosystem mit mehreren vertrauenswürdigen Partnern.

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  • Der API Marketplace dient als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmern, er soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen.
  • Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.
  • Ein Blick auf den Katalog der APIs zeigt auch, dass diese nun gut strukturiert sind und außerdem mit einem One-Liner verstehen wurden: So ist für Developer innerhalb kurzer Zeit ersichtlich, wozu die jeweilige API dient.
  • Catalina Arateanu, Product Owner des RBI API Marketplace betont, dass die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 zwar die Basis für das Projekt gelegt hat.
  • Aktuell zeigt die Pandemie, wie wichtig eine reibungs- und nahtlose digitale Kundeninteraktion ohne zeitliche Verzögerung über alle Branchen hinweg ist, heißt es weiter von der RBI – das gelte insbesondere in einem sicheren Finanz-Ökosystem mit mehreren vertrauenswürdigen Partnern.

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  • Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihren konzernweiten API Marketplace überarbeitet und neu veröffentlicht.
  • Der API Marketplace dient als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmern, er soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen.
  • Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.
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  • Aktuell zeigt die Pandemie, wie wichtig eine reibungs- und nahtlose digitale Kundeninteraktion ohne zeitliche Verzögerung über alle Branchen hinweg ist, heißt es weiter von der RBI – das gelte insbesondere in einem sicheren Finanz-Ökosystem mit mehreren vertrauenswürdigen Partnern.

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  • Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.
  • Ein Blick auf den Katalog der APIs zeigt auch, dass diese nun gut strukturiert sind und außerdem mit einem One-Liner verstehen wurden: So ist für Developer innerhalb kurzer Zeit ersichtlich, wozu die jeweilige API dient.
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  • Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihren konzernweiten API Marketplace überarbeitet und neu veröffentlicht.
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  • Aufgrund der Überarbeitung bietet der RBI API Marketplace nun detaillierte Beschreibungen seiner API-Produkte und ermöglicht den schnellen Zugang zu Sandboxes, in denen Entwickler Lösungen in einer sicheren experimentellen Umgebung testen können, heißt es von der RBI.
  • Ein Blick auf den Katalog der APIs zeigt auch, dass diese nun gut strukturiert sind und außerdem mit einem One-Liner verstehen wurden: So ist für Developer innerhalb kurzer Zeit ersichtlich, wozu die jeweilige API dient.
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  • Aktuell zeigt die Pandemie, wie wichtig eine reibungs- und nahtlose digitale Kundeninteraktion ohne zeitliche Verzögerung über alle Branchen hinweg ist, heißt es weiter von der RBI – das gelte insbesondere in einem sicheren Finanz-Ökosystem mit mehreren vertrauenswürdigen Partnern.