12.05.2022

Kleingedrucktes: Coinbase-User können bei Konkurs ihr Krypto-Geld verlieren

Die US-Krypto-Plattform Coinbase präsentierte zuletzt tiefrote Quartalszahlen. Nun bereitet ein neuer Passus in den Geschäftsbedingungen User:innen sorgen.
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Die Coinbase-Aktie notiert seit 14. April an der Nasdaq.
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Ein Umsatzeinbruch von 1,80 Milliarden US-Dollar auf 1,17 Milliarden US-Dollar und ein Verlust von 430 Millionen US-Dollar nach 840 Millionen Gewinn im Vorquartal. Dazu ein Rückgang der monatlichen User um rund zwei Millionen sowie ein Schrumpfen des Transaktionsvolumens um satte 238 Milliarden US-Dollar. Das sind die Zahlen, die von Coinbase im Quartalsbericht vor zwei Tagen präsentiert wurden. Analysten hatten zuvor zwar einen deutlichen Rückgang zum Vorquartal, aber doch bei weitem bessere Zahlen erwartet. Die Aktie der US-Krypto-Plattform ging daraufhin erst einmal in den Keller und schloss mit minus 26 Prozent.

Coinbase: Staat könnte bei Konkurs User-Vermögen als Konkursmasse betrachten

Und damit nicht genug. User:innen machten auf eine gestern erfolgte Neuerung in den Vertragsdetails der Plattform aufmerksam, die einen pikanten Passus enthält. In diesem wird vor einer möglichen Rechtsauslegung im Konkurs-Fall gewarnt: „Da verwahrte Krypto-Vermögenswerte als Eigentum einer Konkursmasse betrachtet werden können, könnten die von uns im Namen unserer Kunden verwahrten Krypto-Vermögenswerte im Falle eines Konkurses Gegenstand eines Konkursverfahrens sein und diese Kunden könnten als unsere allgemeinen ungesicherten Gläubiger behandelt werden“. Das bedeutet im Klartext: Wenn das Unternehmen bankrott geht, könnte das Krypto-Geld der User:innen eingezogen werden.

CEO Brian Armstrong um Beschwichtigung bemüht: „möglich, wenn auch unwahrscheinlich“

Das sorgte im Lichte der tiefroten Zahlen bei vielen Nutzer:innen für Empörung. Coinbase-Gründer und CEO Brian Armstrong war daraufhin natürlich um Beschwichtigung bemüht. Auf Twitter beteuerte er, es gebe aktuell kein Konkurs-Risiko und die User-Vermögen seien „so sicher wie immer“. Man habe mit dem Passus eine Anforderung der US-Börsenaufsicht SEC erfüllt. „Die Offenlegung macht insofern Sinn, als dieses rechtliche Instrument nicht speziell für Krypto-Vermögenswerte gerichtlich geprüft wurde und es möglich, wenn auch unwahrscheinlich ist, dass ein Gericht beschließen würde, Kundenvermögen in einem Insolvenzverfahren als Teil des Unternehmensvermögens zu betrachten“, erklärt Armstrong.

„Wir sind davon überzeugt, dass Prime- und Custody-Kunden über einen starken rechtlichen Schutz verfügen, der ihr Vermögen selbst bei einem ‚Black Swan‘-Ereignis wie diesem schützt“, stellt er klar. Im Thread räumt der Coinbase-CEO aber auch ein, dass man die entsprechenden Hinweise im Kleingedruckten aus seiner Sicht zu spät eingefügt habe und diese auch für Retail-Kund:innen noch ausstehen würden. Zuletzt gibt Armstrong einen Hinweis: Die Plattform biete auch eine Wallet-Lösung an, mit der Nutzer:innen ihr Krypto-Geld selbst verwahren können. Dann ist auch die hypothetische Gefahr hinfällig.

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This Place: Kosmetik aus Silberweide und Hanf

"CBD ist ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze, dem einige positive Eigenschaften nachgesagt werden, wie eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung", sagen die This Place-Gründer.
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This Place, Naturkosmetik, CBD, Cannabidol, Creme aus Cannabis,
(c) This Place - Laura Simonow (l.) setzt mit This Place auf t funktionale Körper- und Gesichtskosmetik.

Laura Simonow, Gründerin von This Place, bietet mit ihrem Startup Naturkosmetik an, bestehend aus Silberweide, blauen Rainfarn, Zink, Zimtrinde, Arnika und Cannabidiol (CBD).

Cannabidiol in Periodencreme

Die Cremes und Öle beinhalten natürliche Inhaltsstoffe und jedes der Produkte, wie etwa „The Glow“ oder die Periodencreme „The Hug“, ist für einen bestimmten Anwendungsbereich entwickelt worden. Das CBD stammt von einem Schweizer Bio-Bauern.

Zu den Anfängen zu This Place kam es, als Simonow im Mai 2019 über einen gemeinsamen Bekannten Finn Hänsel kennenlernte, Gründer des Berliner Cannabis-Startups Sanity Group, das er 2018 zusammen mit Fabian Friede gegründet hat.

Die Vereinigung eines Kosmetik- und Cannabis-Startups

Das Trio teilten fortan die Vision, innovative Produkte zu formulieren und Synergien zwischen einzelnen Rohstoffen zu schaffen, sowie CBD als natürlichen Wirkstoff zu erforschen und weiter zu etablieren. Hänsel bot Simonow an, ihre Idee einer funktionalen Naturkosmetikmarke in der Sanity Group umzusetzen.

Entwickelt hat die Marke und die Produkte die Gründerin in einem langen Forschungsprozess. „Meine Haut war früher blass und stark entzündet. Ich habe mich dann als Wissenschaftlerin intensiv mit innovativen Wirkstoffen beschäftigt“, sagt sie. Am Ende entstand ein klares Konzept.

Holistische Konzeption

This Place steht heute, laut Founder:innen, für eine neue Art von natürlichen Wellness- und Beauty-Produkten, bei denen das ganzheitliche Wohlbefinden im Zentrum steht. Ihr Startup sei dabei mehr als Naturkosmetik, denn die natürlichen Inhaltsstoffe werden mit aktuellen Erkenntnissen aus der Medizin verbunden, erklärt Simonow.

Auf Studien basierend

„Wissenschaftlich arbeiten zu können und den Zugriff auf Ressourcen zu haben, hat mich sehr begeistert“, erinnert sich die Gründerin. „Denn ich wusste, mit This Place müssen wir auch begleitende Studien aufsetzen, um unsere besondere Wirksamkeit zu beweisen.“


Oft hatten Kosmetik-Startups mit ihren Behauptungen von dieser und jener Wirksamkeit Probleme in der „Höhle der Löwen“ zu bestehen. Es mangelte an relevanten Studien. Ob dies bei This Place anders ist, kann man am Montagabend beobachten. Weiters dabei: Keego aus Wien, Imagine Playhouse, Konkrua und Grillaxed.

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