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27.05.2021

Blümel will steuerliche Absetzbarkeit von fiktiven Eigenkapitalzinsen

Ziel der geplanten Maßnahme sei die steuerrechtliche Gleichstellung von Eigen- und Fremdkapital, um Eigenkapital zu stärken, sagt der Finanzminister.
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Finanzminister Gernot Blümel zur steuerlichen Absetzbarkeit fiktiver Eigenkapitalzinsen
Finanzminister Gernot Blümel | (c) BKA / Christopher Dunker
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Die Krise habe zu deutlichen Rückgängen des Eigenkapitals österreichischer Unternehmen geführt. Die Eigenkapitaldecke sei relativ dünn. Dort müsse man ansetzen, meint Finanzminister Gernot Blümel. Heute stellte er eine neue geplante Maßnahme vor, die man „zeitnahe“ umsetzen wolle: Die sogenannte „fiktive Eigenkapitalverzinsung“. So, wie man auch Zinsen auf Fremdkapital steuerlich absetzen kann, könnte man mit dieser auch fiktive Eigenkapitalzinsen bei den Unternehmenssteuern zum Abzug bringen. Erreichen will der Minister mit dem Kunstgriff eine „steuerrechtliche Gleichstellung von Eigen- und Fremdkapital“.

„Wir müssen Unternehmer dazu motivieren, mehr Eigenkapital aufzubauen, um unabhängiger und krisenfester zu werden. Das Steuerrecht ist dabei ein wichtiger Hebel und gibt uns die notwendigen Mittel in die Hand“, meint Blümel. In seiner Argumentation für die neue Maßnahme stützt er sich auf eine vom Finanzministerium bei Eco Austria in Auftrag gegebene Studie. In dieser wurde die Eigenkapitalsituation in Österreich näher analysiert und volkswirtschaftliche Lösungsvorschläge dazu bewertet. „Im internationalen Vergleich ist der Fremdkapitalanteil österreichischer Unternehmen hoch und liegt im oberen Drittel. Das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital ist in Österreich rund doppelt so hoch wie etwa in Schweden oder der Schweiz“, erklärt Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco Austria.

Eco Austria-Studie: Großes Potenzial in Absetzbarkeit fiktiver Eigenkapitalzinsen

In der Absetzbarkeit fiktiver Eigenkapitalzinsen sieht sie großes Potenzial: „Das Eigenkapital aller österreichischen Unternehmen würde um bis zu 25 Milliarden Euro steigen“. Kosten würde diese Maßnahme je nach Modell zwischen einer halben und einer Milliarde Euro. Allerdings würde durch diesen positiven Anreiz auch das BIP um bis zu 0,4 Prozent steigen, schätzt Eco Austria. So entstünden langfristig bis zu 50.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Außerdem finanziere sich die Maßnahme durch das zusätzliche Wachstum und höhere Steuereinnahmen zur Hälfte selbst. Das hieße, die tatsächlichen budgetären Kosten wären dadurch stark gedämpft.

Eine erste Reaktion auf den Vorstoß kam von der Wirtschaftskammer, die diesen als „langjährige Forderung“ begrüßt. In ihrer Aussendung dazu fordert die Kammer unter anderem auch die Einführung eines Beteiligungsfreibetrages von mindestens 100.000 Euro, die Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) auf 21 Prozent, Verbesserungen beim Gewinnfreibetrag und die „Etablierung von Wagniskapitalfonds nach internationalem Vorbild“. Zudem wünscht sich die WKÖ eine KESt-Freistellung – abhängig von der Behaltefrist – bei langfristigen Investitionen in Unternehmen.

die Redaktion

HalfPrice: Neuer Einzelhändler will mit attraktivem Pricing punkten

Am 19. August startet eine neue Einzelhandelskette in Österreich, die Kunden und Kundinnen mit einer großen Auswahl international bekannter Marken im Off-Price-Segment überzeugen will.
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HalfPrice
HOME-Accessoires aus dem Sortiment einer HalfPrice-Filiale.
© HalfPrice

HalfPrice ist Teil der CCC Group, die in Österreich mit CCC Schuhe 2013 den Markteintritt gefeiert hat und deren Filialnetz innerhalb kürzester Zeit auf 50 Standorte angewachsen ist. 100 hatte man innerhalb der ersten zehn Jahre angepeilt, Ende April ist aber bekannt geworden, dass der Schuhhändler in der Alpenrepublik die Reißleine zieht (die Tageszeitung der Standard hat berichtet). Schon damals ist durchgesickert, dass einige wenige Standorte zu Off-Price-Stores nach dem Vorbild von Vorreiter TK Maxx umgestaltet werden sollen.

Nun hat die in 29 Ländern tätige CCC Group den Markteintritt von HalfPrice angekündigt – dort sollen Kleidung, Schuhe Accessoires, Kosmetika, Spielwaren sowie Dekoartikel bekannter Brands zu attraktiven Preisen erhältlich sein. Der erste Filiale wird in Wien auf der Mariahilfer Straße 77 eröffnet, zwei weitere Standorte – in der PlusCity in Linz und dem Donauzentrum in Wien – sollen hierzulande noch im Oktober folgen. Seit Mai ist das junge Unternehmen in Polen präsent, wo es bereits 15 Geschäfte gibt, die laut Unternehmensangaben schon von mehr als 500.000 Menschen besucht worden sind. Neben Österreich bereitet die Einzelhandelskette für dieses Jahr auch den Start in Tschechien und Ungarn vor. Bis Ende Dezember soll es in Europa 65 Geschäfte unter der Marke HalfPrice geben. „Das Off-Price-Konzept wird auf der ganzen Welt immer beliebter. Wir hoffen, dass es auch die österreichischen KundInnen begeistern wird, die bald eine große Auswahl an bekannten Marken zu attraktiven Preisen einkaufen können. Wir sind überzeugt, dass die Bewohner Wiens die neue Kette herzlich willkommen heißen werden“, sagt Dariusz Miłek, Vorsitzender des Aufsichtsrats der CCC Gruppe. „Wir sind davon überzeugt, dass das Portfolio von HalfPrice den Geschmack selbst der anspruchsvollsten Schnäppchenjäger treffen wird und die klare und übersichtliche Gestaltung des Geschäfts zu einem tollen Einkaufserlebnis führen wird“, ergänzt Gerald Zimmermann, General Manager von HalfPrice in Österreich.

Hierzulande will das Unternehmen ca. 150 Arbeitsplätze schaffen und ist derzeit auf der Suche nach Mitarbeitern.

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