01.03.2019

Standortkonferenz #InvestInAustria: Bisher 380 Mio. Euro aus dem Ausland

Zur zweiten Auflage der Standortkonferenz #InvestInAustria lud die Bundesregierung vergangenen Mittwoch rund 100 internationale Top-Manager ins Schloss Schönbrunn, um den heimischen Wirtschaftsstandort zu promoten. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten bereits erste Investitionen fixiert werden.
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#InvestInAustria
(c) der brutkasten / Martin Pacher

„Unternehmer entscheiden sich für Investitionen in Österreich nicht nur aufgrund der schönen Berge und Seen, sondern es müssen auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen passen“, sagt Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck bei der zweiten Auflage der Standortkonferenz #InvestInAustria.

Video-Beitrag zur zweiten Auflage der Standortkonferenz:

Mit der Konferenz hat die österreichische Bundesregierung vergangenes Jahr eine Initiative ins Leben gerufen, um vor internationalen Investoren und Unternehmern für den heimischen Wirtschaftsstandort zu werben. Damit sollen verstärkt Investitionen aus dem Ausland nach Österreich fließen.

+++ Archiv: Bundesregierung pitcht Wirtschaftsstandort Österreich +++

100 Top-Manger aus 16 Ländern

Die erste #InvestInAustria Konferenz fand Ende Juni 2018 statt (der brutkasten berichtete). Am vergangenen Mittwoch ging die Standortkonferenz im Schloss Schönbrunn nun in die zweite Runde. Auf Einladung der Bundesregierung reisten rund 100 Top-Manager aus insgesamt 16 Ländern an. Unter ihnen waren beispielsweise der TUI-Group-Chef Friedrich Joussen, Lukoil-CEO Alexander Matytsyn oder Novartis-Westeuropa-Chef Mark Never.

Zudem nutzten auch zahlreiche heimische Unternehmen bei #InvestInAustria die Möglichkeit ihre Produkte vor internationalen Entscheidungsträgern zu präsentieren Unter ihnen waren unter anderem die Weltmarktführer Palfinger und Miba sowie Kreisel.

Bilanz der ersten Konferenz: 380 Millionen Euro an Investitionen

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz Christian Strache, Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck und Infrastrukturminister Norbert Hofer die Bilanz der ersten #InvestInAustria-Standortkonferenz. So seien laut Bundesregierung aufgrund der Initiative Investitionen in der Höhe von rund 380 Millionen Euro getätigt und mehr als 450 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen worden.

InvestInAustria
(c) der brutkasten: Bei der Investitionskonferenz waren auch zahlreiche heimische Weltmarktführer vertreten – unter anderem Palfinger

Unter den investierenden Unternehmen finden sich zahlreiche internationale Big Player wie Novartis oder Octapharma. So investierte beispielsweise Novartis rund 200 Millionen Euro in die Arzneimittelproduktion am Standort Schaffenau in Tirol. Laut Digitalisierungsministerin Schramböck hätten so rund 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Drei neue Investitionen durch zweite Auflage von #InvestInAustria

Im Zuge der Konferenz verkündete Schramböck vor Journalisten, dass die zweite Auflage von #InvestInAustria erste Erfolge verbuchen konnte – demnach hätte man im Vorfeld bereits drei neue Investitionen in heimische Unternehmen fixieren können.

So plane laut Schramböck das deutsche Unternehmen Port Energy Logistic, das saubere Entsorgungslösungen für die See- und Binnenschifffahrt anbietet, 60 neue Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen. Zu den Projekten zähle beispielsweise der Bau von Plastikmüllsammelschiffen für Ozeane.

Zudem soll die deutsche Hetec AG, Automatisierungs- und Elektroniklösungsanbieter, in Ardagger in Niederösterreich ein Technologiezentrum für mehr als fünf Millionen Euro errichten. Dadurch sollen laut der Ministerin rund 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Als dritte Firma nannte Schramböck das polnische Unternehmen LaserTec, das rund 2,5 Millionen Euro in den Wirtschaftsstandort Österreich investieren soll. LaserTec produziert Lasertechnologien speziell für die Industrie.

„Nicht nur Rahmenbedingungen schaffen, sondern auch werben“

Damit Investitionen aus dem Ausland künftig weiter ins Land fließen, sei es laut Kurz wichtig den heimischen Wirtschaftsstandort gegenüber der internationalen Konkurrenz wettbewerbsfähig zu machen. Dahingehend setze die Bundesregierung gezielt auf Maßnahmen, wie die Arbeitszeitflexibilisierung oder das bereits beschlossene Standortentwicklungsgesetz.

Die geschaffenen Rahmenbedingungen müssten laut Kurz nun verstärkt international kommuniziert werden. „Die Maßnahmen sind wichtig, jedoch muss man den Standort auch aktiv bewerben und den internationalen Entscheidungsträgern klar machen, warum sich Investitionen in Österreich auch auszahlen“. Mit der Standortkonferenz #InvestInAustria, die ursprünglich auf Initiative von Digitalisierungsministerin Schramböck ins Leben gerufen wurde, würde man dahingehend einen wichtigen Schritt setzen, so Kurz.


=> zur Page der Standortkonferenz

Interview mit Margarete Schramböck bei der ersten Standortkonferenz

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VBR
© VBR WRC - Philipp Lietz und Thomas Steinber von VBR

Das Gefühl des echten Rennfahrens hat das Gründungs-Trio Philipp Lietz, Thomas Steinber und Paul Aigner gemeinsam mit dem sechsfachen Le-Mans-Sieger Richard Lietz dazu motiviert, mit VBR Innovations ein Racing-Startup zu gründen, das reale Rennsport-Events mit teleoperierter Fahrzeugsteuerung und interaktiven Racing-Systemen kombiniert.

VBR: Die Anfänge

Die Idee für das Projekt entstand schon Jahre vor der Gründung 2021 mit einer zentralen Frage als Ausgangspunkt: Warum steuert man echte kleine Fahrzeuge nicht aus einem Simulator heraus, da dies deutlich günstiger und potenziell auch sicherer wäre als klassischer Rennbetrieb? Aus dieser Überlegung entwickelte sich über mehrere Jahre hinweg ein Technologie- und Produktkonzept.

Besonders die frühe Entwicklungsphase des Projekts ist Teil der Gründungsgeschichte und beinhaltet sogar einen „Wohnungsbrand“: „Das war ganz am Anfang beim Tüfteln, so etwa um 2018 herum. Klassisch, wie es beim Entwickeln so ist, hat es kurz mal gebrannt, es war aber nichts Schlimmes und es bestand keine Gefahr für die Wohnung – nur eine lustige ‚Tüftler-Anekdote'“, erklärt Philipp Lietz.

Kräfte, Vibrationen und Bewegungsimpulse

Heute steht im Zentrum von VBR eine Kombination aus Simulator-Technologie, Fahrzeugen und sogenannter taktiler Interaktionstechnologie. Dabei werden physische Rückmeldungen wie Kräfte, Vibrationen und Bewegungsimpulse in die Steuerung integriert, um ein möglichst realistisches Fahrerlebnis zu erzeugen. Die Cockpits reagieren dabei auf Fahrmanöver mit haptischem Feedback, das Beschleunigung, Bremsverhalten und Streckenbedingungen simulieren soll.

Die Datenübertragung erfolgt über WLAN-Infrastruktur, wobei perspektivisch auch der Einsatz von 5G möglich ist, um geringere Latenzzeiten und stabilere Verbindungen zu ermöglichen.

© VBR

Ein Teil des Systems wird bereits mit Simulatoren und Fahrzeugen in München getestet bzw. betrieben. Dabei werden im Rahmen eines Event-Use-Cases reale Fahrdaten vor Ort über ein eigenes WLAN-Netzwerk zwischen Fahrzeugen und Simulatoren übertragen. Ziel ist es, echte Fahrzeugkräfte und Fahrdynamiken möglichst unmittelbar in die Simulation zu überführen.

Le Mans und WRC Rallye

Das Startup aus Ybbsitz (Niederösterreich) war zuletzt bei zwei der größten Motorsportevents der Welt im Einsatz: dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie der WRC Rallye Griechenland. Insgesamt konnten dabei mehr als 6.500 Besucher das System in speziell aufgebauten „Race Zones“ erleben.

Bei den 24 Stunden von Le Mans realisierte das Team gemeinsam mit Goodyear eine interaktive Fan-Zone, in der über 4.500 Besucher Rennfahrzeuge über ein teleoperiertes System steuerten. Die Fahrzeuge wurden dabei in einem physischen Setup mit Force-Feedback-Technologie und Echtzeitdaten bewegt, um ein möglichst direktes Fahrgefühl zu erzeugen.

Nach dem Event wurde die gesamte Infrastruktur abgebaut, nach Athen transportiert und bei der WRC Rallye Griechenland erneut eingesetzt. Dort nutzten weitere rund 2.000 Besucher das Format in Kooperation mit EKO.

VBR mit Franchise

Parallel zu solchen Events baut das Unternehmen ein wachsendes Standort- und Franchise-Modell auf. Erste Installationen befinden sich bereits in Betrieb, darunter in Amstetten in Österreich und in Bielefeld in Deutschland. Ein weiterer Standort in Bratislava ist in Vorbereitung.

Somit basiert das Geschäftsmodell auf zwei Säulen: temporären Installationen bei internationalen Motorsportevents sowie dauerhaft betriebenen „Race Experience“-Standorten. Nutzer können dabei entweder zeitbasiert oder über Ticketmodelle teilnehmen. Im Rahmen der Event-Use-Cases soll das System künftig auch bei internationalen Motorsportveranstaltungen wie dem Goodwood Festival of Speed eingesetzt werden, um reale Fahrdaten direkt in interaktive Simulator- und Racing-Erlebnisse zu übertragen.

Bislang wurden rund 300.000 Euro an Investitionen aus dem österreichischen Umfeld eingesammelt, die vor allem in die Entwicklung der Technologie und den Aufbau der ersten Standorte geflossen sind. Eine weitere Finanzierungsrunde ist in Vorbereitung.

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