28.05.2025
CORPORATE CREATION

AVL: Creator’s Co-Lab präsentiert erste Projekte – A1 und Infineon an Bord

Das Grazer Creator's Co-Lab von AVL präsentiert die ersten Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit mir führenden Großunternehmen. Unter den Teilnehmern sind A1, Infineon, KEBA, Siemens Energy, Pierer Innovation und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Im Innovationslab sind bereits vier Projekte entstanden.
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Über 12.000 Mitarbeiter (an mehr als 90 Standorten) beschäftigt die AVL, das Headquarter ist in Graz. (c) AVL
Über 12.000 Mitarbeiter (an mehr als 90 Standorten) beschäftigt die AVL, das Headquarter ist in Graz. (c) AVL

Ein zentrales Projekt, das im zweiten Durchgang des AVL-Innovationslab entstand, ist die „Crowd Energy“. Mit diesem System können Haushalte überschüssigen Strom speichern – und das nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern auch mit dem Ziel, ihn ins Netz einspeisen zu können. Das wird mit einem 10-Kilowattstunden-Heimspeicher ermöglicht, der sich flexibel ins bestehende Energiesystem integriert.

Bis dahin ist das eigentlich nichts Neues – bei Crowd Energy liegt der Vorteil in der Menge. Denn sobald sich 400 Haushalte vernetzen, wird das System zu einer aktiven Einheit am Energiemarkt. „Die verknüpften Speicher arbeiten dann wie ein intelligenter Schwarm. Sie liefern den Strom genau dann ins Netz, wenn der Bedarf hoch ist, und speichern günstigen Strom, wenn zu viel davon vorhanden ist“, sagt AVL-Projektleiter Alexander Ulz. So könnten die Teilnehmer nicht nur die Energiekosten optimieren, es werde auch die Netzstabilität erhöht sowie zusätzliche Einnahmen generiert.

Mit einem weiteren Projekt „Gemeinsam Watt bewegen“ geht es um die Senkung der Energiekosten. So wird der Stromverbrauch durch einen virtuellen Zusammenschluss von Standorten, Unternehmen, Mitarbeiter:innen und Gemeinden optimiert. Das System erfasst, wer wann wieviel Strom zur Verfügung hat und wer ihn benötigt. Durch dieses System lässt sich überschüssige Energie ganz gezielt weitergeben.

Geplante Zusammenarbeit mit dem EU-Produktpass

Durch den digitalen Produktpass „An Asset’s Life“ speichert ein NFC-fähiger Chip mit Sicherheitsfunktionen alle Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus. Dadurch wird Manipulation verhindert und die Rückverfolgbarkeit sichergestellt. In weiterer Folge soll der Pass an den EU-weiten digitalen Produktpass angebunden werden. Die Ausarbeitung der gesetzlichen Rahmenbedingungen hierfür ist noch in Arbeit.

Ein besonders relevantes Projekt für Startups ist „IoT in a box“. Jungunternehmen sammeln oft riesige Mengen an Daten – statt individuelle Datensilos aufzubauen und komplexe IT-Strukturen zu entwickeln, erhalten Unternehmen dafür eine Plattform, die den Datenfluss von der Erfassung bis zur Auswertung abdeckt.

Die teilnehmenden Unternehmen prüfen jetzt, wie die Projekte strategisch am besten umgesetzt werden können. Gleichzeitig geht das Innovationslab auch in die nächste Phase – weitere Formate seien bereits in Planung, heißt es in der Presseaussendung.

Die Projekte, die im Creator’s Co-Lab entstehen, sind prinzipiell branchenunabhängig, so Projektleiter Alexander Ulz im brutkasten-Gespräch über das neue Projekt. „Man hat im Zuge dieser Kollaboration aber gemerkt, dass in diesen Bereichen akut der größte Handlungsbedarf besteht“, so Ulz.

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Containex-Project-Geschäftsführer Markus Pöcksteiner / Hintergrund: Eine von Containex Project umgesetzte Mitarbeiter:innen-Unterkunft | (c) Containex Project (Collage: brutkasten)
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Wenn schnell bzw. temporär ein Gebäude benötigt wird, fällt die Wahl meist auf Container-Bauten. Während diese etwa auf Baustellen das immer gleiche spartanische Design haben, sind sie in aufwändigeren Ausführungen erst auf den zweiten Blick bzw. für das geschulte Auge als Container zu erkennen. Europäischer Marktführer in dem Bereich ist mit Containex eine bereits vor 45 Jahren gegründete Tochter der Wiener Neudorfer Walter Group.

Lücken im Prozess geschlossen

Vergangenes Jahr bekam das Unternehmen mit Containex Project eine neue Schwester, die nun mit ersten Projekten in den Markt startete. Das Ziel: als One-Stop-Shop alle Schritte zwischen der ersten Kundenanfrage und der Übergabe des fertigen Gebäudes innerhalb der Gruppe abdecken. Die neue Gesellschaft schließt damit die verbleibenden Lücken im Prozess, die bei Containex bislang noch bestanden. „Modulares Bauen entfaltet sein volles Potenzial dann, wenn Planung und Ausführung nahtlos ineinandergreifen. Mit Containex Project bündeln wir diese Kompetenzen in einer eigenständigen Projektgesellschaft“, sagt Geschäftsführer Markus Pöcksteiner.

Containex Project als Generalunternehmer

Als Generalunternehmer übernimmt Containex Project den kompletten Bauprozess, also Beratung, Planung, Erstellung von Einreichunterlagen, Fundamentlösungen und Baugrundvorbereitung, Herstellung von technischer Infrastruktur wie Kanal, Wasser, Strom und Daten, Lieferung, Montage und Ausbau der Containermodule, Dach- und Fassadengestaltung, Innenausbau und Koordination aller beteiligten Gewerke. „Unsere Kunden erwarten funktionale, technisch einwandfreie Lösungen mit klar definierten Verantwortlichkeiten. Genau das leisten wir – vom ersten Entwurf bis zur schlüsselfertigen Übergabe“, meint Pöcksteiner.

Unter den ersten Referenzprojekten sind etwa eine Landarztpraxis, ein Kindergarten, ein Seminarzentrum, ein Ausweichquartier eines Gymnasiums, eine Mitarbeiter:innen-Unterkunft eines Logistik-Betriebs oder Ladehubs für E-Autos bzw. E-Bikes inklusive „Lounge“ von Burgenland Energie. Dabei sind nicht alle umgesetzten Projekte temporär.

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