26.02.2019

XING New Work Award: 2 heimische Startups unter Nominierten

Am 7. März wird in der Elbphilharmonie Hamburg der New Work Award im Rahmen des Events „XING New Work Experience" vergeben. Unter den Nominierten sind zwei österreichische Startups: Wohnwagon und Mesnerhof-C Tirol. Der brutkasten hat mit Gero Hesse, Jury-Mitglied des XING New Work Award 2019 und Geschäftsführer bei Territory Embrace bzw. saatkorn, Theresa Steininger, Gründerin Wohnwagon und Georg Gasteiger, CEO Mesnerhof-C gesprochen.
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Xing New Work Award, Mesnerhof, Wohnwagon, Hamburg, Steininger, Gasteiger
(c) XING: Gero Hesse, Geschäftsführer bei Territory Embrace und Jury-Mitglied des XING New Work Award 2019, verät warum es Wohnwagon und Mesnerhof auf die Liste schafften.

Der  XING New Work Award ist eine Auszeichnung für innovative Ideen, die die Arbeitswelt von morgen gestalten sollen. Für den heuer zum sechsten Mal stattfindenden Wettbewerb haben sich mehr als 200 Startups beworben. 2017 konnten bereits österreichische Teilnehmer den Preis mit heim nehmen: Ali Mahlodji und Tele Haase. Dieses Jahr machen sich die Startups Wohnwagon (Kategorie „Unternehmen/Institutionen“) und Mesnerhof-C Tirol (Kategorie „New Worker“) Hoffnungen, ausgezeichnet zu werden.

+++ XING New Work Sessions: Innovation durch Freiraum +++

Hochkarätige Speaker beim XING New Work Award

Die Verleihung findet am 7. März in den Räumlichkeiten des Hamburger Wahrzeichens, der Elbphilharmonie, statt. Erwartet werden rund 1800 Besucher. Zu den Speakern zählen unter anderem Ricardo Semler, Geschäftsführer und Mehrheitseigner von Semco S/A, Wirtschaftsphilosoph Frédéric Laloux, Neurobiologe Gerald Hüther und Kathrin Menges, Personalchefin von Henkel.

Flexibles Heim auf Rädern

Wohnwagon, das seit 2013 existiert und bis heute europaweit 53 Wohnwagons verkauft hat, wurde mit dem Ziel geschaffen, privates Wohnen nachhaltiger, ressourcenschonender und vor allem autark zu gestalten. „Als Flaggschiffprodukt wurde ein Wohnwagon entwickelt. Ein kleines, flexibles Haus auf Rädern, das sich selbst mit Strom, Wasser und Wärme versorgen kann“, erklärt Theresa Steininger, Gründerin und Geschäftsführerin.

XING New Work Award, Wohnwagon, Theresa Steininger
(c) wohnwagon – Wohwagon-Gründerin Theresa Steininger: „Vom autarken Einzel- zu einem Dorfprojekt entwickelt“.

Wandel zum Dorfprojekt

Die Gründerin sieht die Nominierung zum XING New Work Award als Teil einer erfolgreichen Entwicklung der Firmenphilosophie, wie sie dem brutkasten erzählt. Es handle sich um den Wandel vom kleinen autarken Einzel- zu einem durchdachten Dorfprojekt. „Das Ziel vom neuen Projekt ‚die Dorfschmiede‘ ist es, die Prinzipien von geschlossenen Kreisläufen, von Energie- und Wärmeautarkie von der geschlossenen Wasserversorgung nicht nur im Privathaushalt auszuleben, sondern es direkt in einem großen Maßstab, in einem Dorfprojekt, umzusetzen“, so Steininger.

XING New Work Award, Wohnwagon, Theresa Steininger
(c) Wohnwagon – Der Anfang: ein komplett autarker Wohnwagen.

„Walk the talk“

Gero Hesse, XING-Award-Jury-Mitglied fand besonders die Hingabe des Wohnwagon-Teams spannend, wie er erzählt: „Es wurde ein autarkes Dorf als Genossenschaft gebaut. Die Gemeinschaft der 28 dort lebenden Menschen lebt ihr eigenes Modell eines lokalen Wirtschaftskreislaufes. Inklusive Verjüngung der Demografie und Implementierung erneuerbarer Technologien zur Eigenversorgung des Dorfes. Diese Form von Unternehmensentwicklung finden wir herausragend, da es auch eine Vorbild- und Multiplikationsfunktion hat. ‚Walk the Talk‘ – das sieht man selten so konsequent wie bei der WW Wohnwagon GmbH“, sagt er.

Neue Niederlassung

Eines der nächsten Ziele von Wohnwagon ist der Ausbau in der neuen Niederlassung der Firma in Gutenstein im Piestingtal, Niederösterreich. „Danach wird sich das Dorfprojekt in den folgenden Jahren langsam entwickeln und wachsen“, so Steininger.

Hort für Coworking

Der zweite nominierte Österreicher, Georg Gasteiger, konnte bei der XING New Work Award-Jury mit seiner Idee, die alpine Baukultur zu retten, punkten. Der 400 Jahre alte Mesnerhof wurde vom Unternehmer 2017 renoviert, wieder eröffnet und als Hort für Coliving und Coworking in den Tiroler Bergen etabliert. Er soll künftig für „leisure communities“, etwa Familienfeste oder Outdoor- Aktivitäten, als auch für „working communities“ (Co-Working, Seminare, Hackathons, etc.) zur Verfügung stehen.

Von Startups bis zu Giganten

Ursprünglich war der Hof als Community-Retreat für Startups  und Social Entrepreneure gedacht. „Nun stellen sich auch zunehmend die Big Corps ein, etwa Airbnb, Airbus, Adidas, BMW und Bosch“, sagt Gasteiger.

XING New Work Award, Mesnerhof C, Georg Gasteiger
(c) Harald Eisenberger/Werner Neururer – Der Mesnerhof C als Retreat für Startups und Big Player.

„Die Emergenz des Neuen“

„Wenn man ein 400 Jahre altes Bauernhof-Ensemble in einem Tiroler Bergdorf zu revitalisieren versucht – noch dazu mit dem Thema ‚Neue Arbeitswelt‘, dann freut einen natürlich, dass man in der urbanen New Work Szene wahrgenommen wird“, sagt Gasteiger zur Nominierung. „Ich beschäftige mich seit gut 20 Jahren mit dem Zusammenwirken von Raum und Innovation, sowie der Frage, wie sich das ‚Land‘ für die ‚Emergenz des Neuen‘ nutzen lässt“.

XING New Work Award, Mesnerhof C, Georg Gasteiger
(c) Harald Eisenberger/Werner Neururer – Mesnerhof-Chef Georg Gasteiger fällt auf: „vom Bergdorf zur urbanen Arbeitswelt“.

Vorbildfunktion

„Die Jury fand das Engagement des Gründers für den Mesnerhof sehr anregend, weil das Thema ‚Innovation auf dem Land‘ spannend ist. Und da insbesondere das Erarbeiten und Umsetzen von Arbeitsmodellen der Selbstbestimmung im Tourismus Vorbildfunktion und durch New Work Seminare auch noch einen Multiplikationseffekt hat“, erklärt Hesse die zweite heimische Nominierung.

Alpine Baukultur & Konjunktur

„Dass darüber hinaus die alpine Baukultur gerettet und die Konjunktur in einem durch Abwanderung bedrohten Bergdorf gestützt wird, sind aus New Work Sicht angenehme Nebeneffekte. Ergo: Gutes Tun und innovative, selbstbestimmte Arbeitsmodelle einsetzen finden wir nachahmenswert“, so der Juror weiter. Das nächste Ziel für das Mesnerhof-Ensemble ist die Einbindung der zwei leerstehenden „Zuhäuser“ – bisher wurde das Haupthaus auf rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche saniert.

Live von den XING New Work Sessions mit Jutta Irina Perfahl-Strilka, Leiterin des XING Standortes in Wien, und Sarah Müller, Managing Director von kununu.com.

 

⇒ Zu den Nominierten

⇒ Wohnwagon

⇒ Mesnerhof

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ParityQC, der Quantenarchitekt aus Innsbruck, vermeldet eine Partnerschaft mit dem Quantensoftware-Unternehmen Classiq, um die Parity-Twine-Technologie der Tiroler in die Quantensoftware-Engineering-Plattform des Partners aus Israel zu integrieren. Dies soll Entwicklern und Unternehmen einen effizienteren Weg vom Entwurf von Quantenalgorithmen bis zur Ausführung auf Quantenhardware bieten.

ParityQC: Komplexität reduzieren

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine zentrale Chance im Quantencomputing: die Übersetzung von High-Level-Quantencomputing-Anwendungen in Schaltkreise, die effizient auf Quantenhardware mit begrenzter Qubit-Konnektivität ausgeführt werden sollen. Das universelle Optimierungsprotokoll von Classiq und die algorithmusbewussten Techniken von ParityQC ergänzen sich dabei zu einer integrierten Methodik. Ziel ist es, die Komplexität der Schaltkreise und kostspielige SWAP-Operationen zu reduzieren – ein häufiger Engpass auf heutigen Quantencomputern. In anderen Worten: Es geht darum, ein zentrales Problem zu lösen und Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient zu verbinden.

Die von ParityQC entwickelte Parity-Twine-Technologie soll, in anderen Worten, ein zentrales Problem beim Quantencomputing lösen: Wie Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient verbunden und verarbeitet werden können.

„Hürde senken“

„Die Integration der Parity Tools in die Plattform von Classiq bringt hardwarebewusste Kompilierung direkt in die High-Level-Entwicklungsworkflows und senkt so die Hürde für die Erstellung nützlicher Quantenanwendungen“, sagt Wolfgang Lechner, Co-CEO von ParityQC.

Magdalena Hauser, Co-CEO von ParityQC, ergänzt: „Bedeutende Fortschritte im Quantencomputing basieren auf Zusammenarbeit, und die Zusammenführung unserer sich ergänzenden Stärken ist das, was das gesamte Feld voranbringt.“

Interoperabilität möglich machen

Darüber hinaus konzentriert sich die Initiative auf eine skalierbare Quantensoftware-Infrastruktur für aktuelle verrauschte Quantengeräte sowie für zukünftige fehlertolerante Quantensysteme. Die Zusammenarbeit soll hardwareunabhängige Ansätze stärken und die Interoperabilität über mehrere Quantenplattformen hinweg ermöglichen.

Ökosystem unterstützen

„Quantencomputing wird in großem Maßstab nur dann praxistauglich, wenn die Softwareschicht die Lücke zwischen der algorithmischen Absicht und den Einschränkungen realer Maschinen automatisch schließen kann“, sagt Nir Minerbi, Mitgründer und CEO von Classiq.

Da Unternehmen und Regierungen ihre Investitionen in das Quantencomputing erhöhen, wird erwartet, dass eine skalierbare Architektur und entsprechende Softwaretools als fehlendes Bindeglied zwischen den theoretischen Versprechungen der Technologie und ihrer einsatzfähigen Realität dienen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt dieses Projekt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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