18.10.2021

Wizetackle: Mit mobiler Heizung auf Fischfang

Bei Wizetackle sollen Anglerherzen höher schlagen. Ihre neueste Idee: Eine sichere Zeltheizung für Camping-Trips außerhalb des Sommers.
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Wizetackle
(c): Wizetackle: Die beiden Gründer sind selbst oft beim Campen anzutreffen.

Die Gründe, warum Menschen Angeln zu ihrem Hobby machen, sind vielfältig. Die Ruhe, der Adrenalinkick, wenn ein Fisch anbeißt oder die Natur … Auch Jürgen Kiszilak ist begeisterter Karpfenangler. Besuch am See bekommt er von Karlheinz Ganster, der dann oft zum Campen bleibt. Die Ausflüge bringen die beiden immer wieder auf neue Ideen. Eine Folge: die Gründung des Startups Wizetackle.

Sichere Heizung für kalte Tage

Wenn die Temperaturen sinken, wird es beim Campen schnell ungemütlich. Zeltheizungen sind jedoch oft nicht ungefährlich, da sich dabei Abgase im Zelt bilden können. Aus diesem Grund entwickeln die beiden eine mobile Gasheizung, die zwar innerhalb des Raumes Wärme erzeugt, während die Verbrennungsluft ins Freie geleitet wird. So soll die Heizung viel sicherer sein, als die bisher am Markt angebotenen Lösungen.

Die Technologie ist bereits zum Patent angemeldet, allerdings sei die Heizung noch nicht bereit für die Serienproduktion. Auf ihrer Homepage bieten Kiszilak und Ganster eigene Köder und eine innovative Ködernadel an. Diese sorge für sichere und saubere Finger beim Angeln.

Starke Community an der Seite

Der Anspruch der Gründer sind Produkte, die Sinn ergeben und sich durch hohe Innovation und Qualität auszeichnen. Außerdem sollen sie die Umwelt positiv beeinflussen, so der Wunsch. Um das Gründerteam herum hat sich eine Community gebildet, die sich mit Tipps und Tricks zur Seite steht. Auf der Wizetackle-Homepage finden sich zudem Videos mit Anleitungen und Erfahrungsberichten.

Gleichzeitig möchte Wizetackle nicht nur die Angel-Community ansprechen, sondern auch andere Camping- und Outdoor-Begeisterte.

Am 19. Oktober ist Wizetackle bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu Gast und hofft auch dort einen Deal an Land zu ziehen. Außerdem in dieser Sendung: Book your room, EasyVegan, Grab a Nap und Skin Hygiene.

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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