09.03.2026
ECONETIX

Wiener Startup will 300.000 Arbeitsplätze in der Dem. Rep. Kongo schaffen

In einem millionenschweren Deal mit der Demokratischen Republik Kongo sichert sich das Wiener Carbon-Asset-Management-Startup Econetix gemeinsam mit seinem Projektpartner Altech Group den Auftrag für ein Großprojekt.
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Econetix Gründer Jakob Zenz beim Unterzeichnungstermin in Kinshasa mit Umweltministerin Marie Nyange Ndambo | (c) Econetix
Econetix Gründer Jakob Zenz beim Unterzeichnungstermin in Kinshasa mit Umweltministerin Marie Nyange Ndambo | (c) Econetix

Für europäische Kunden ist das Produkt des Startups Econetix mit Sitzen in Wien und Abu Dhabi schnell erklärt: Es handelt mit CO2-Zertifikaten. Spannender wird es auf der „anderen Seite“ – dort, wo mit entsprechenden Klimaschutz-Projekten die Zertifikate generiert werden. Man betreibe bereits Projekte in 15 verschiedenen Ländern, erzählten die beiden Econetix-Gründer Jakob Zenz und Paul Nimmerfall im vergangenen Herbst im brutkasten-Talk. Einige Monate zuvor hatten sie ihre Seed-Finanzierungsrunde auf 4,5 Millionen Euro erweitert.

„Zugang zu grünem und bezahlbarem Strom für Millionen Menschen“

Nun kommt ein weiteres Großprojekt am afrikanischen Kontinent hinzu – bereits seit einiger Zeit betreibt das Wiener Startup unter anderem einen Standort in Uganda. In einem Millionendeal mit der Regierung der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika wurde gemeinsam mit Partner Altech Group ein groß angelegtes Programm für erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung vereinbart. „Das Ziel der kongolesischen Regierung ist es, gemeinsam mit unseren Partnern bis zu 300.000 Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig Millionen Menschen Zugang zu grünem und bezahlbarem Strom zu ermöglichen“, fasst Econetix-Co-Founder Zenz zusammen.

Letter of Authorization ermöglicht Emissionshandel in der EU

Das Projekt soll großen Teilen der Bevölkerung vor Ort erstmals Zugang zu zuverlässiger und sauberer Energie verschaffen. Dabei sollen bis 2030 750.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die wiederum kommen dann in Form von Zertifikaten auf den Markt. Econetix hat dazu nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen einen entsprechenden offiziellen Letter of Authorization (LoA) der kongolesischen Regierung erhalten.

Diese Genehmigung ermögliche es, die im Projekt entstehenden Carbon Credits auch an Käufer in der Europäischen Union zu verkaufen, insbesondere im Kontext der europäischen Klimaziele. Das Vorhaben werde dadurch als Kooperationsprojekt unter Artikel 6 des Paris Agreement anerkannt, der es Staaten und Unternehmen ermöglicht, durch internationale Zusammenarbeit Emissionsreduktionen transparent und regelkonform zu handeln.

„Für uns steht im Mittelpunkt, dass Klimaschutz Arbeitsplätze schafft und nachhaltige Entwicklung ermöglicht“

„Dieses Projekt zeigt, wie internationale Klimafinanzierung konkret wirken kann – durch Investitionen in Energie, Infrastruktur und Beschäftigung. Für uns steht im Mittelpunkt, dass Klimaschutz Arbeitsplätze schafft und nachhaltige Entwicklung ermöglicht“, kommentiert Econetix-Co-Founder Nimmerfall.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Bitpanda-Kryptoangebot direkt im Online-Banking der Hausbank – damit gewann die Bitpanda B2B-Schiene Bitpanda Enterprise bereits zahlreiche Banken in Europa, im arabischen Raum und auch in Südamerika als Kunden. Nun holte man sich mit der bulgarischen Fibank, die mehr als eine Million Kund:innen zählt, einen weiteren europäischen Player an Bord.

„Logischer nächster Schritt“

Das Service soll ab Anfang 2027 verfügbar sein, die Fibank sei dann die erste Bank in Bulgarien mit einem derartigen Angebot, heißt es von Bitpanda. „Die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Finanzen verwalten, verändert sich rasant. My Fibank muss sich mit ihren Bedürfnissen weiterentwickeln. Die Partnerschaft mit Bitpanda ist deshalb der logische nächste Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Plattform, über die unsere Kunden bequem auf ein immer breiteres Spektrum an Finanzlösungen zugreifen können“, kommentiert Fibank-CEO Nikola Bakalov.

Regulatorik als wichtigstes Verkaufsargument

Er spricht auch das zentrale Verkaufsargument des Wiener Krypto-Unicorns an, das sich seit Jahren als Musterschüler in Sachen Regulatorik positioniert. „Besonders wichtig ist uns, diese neue Möglichkeit gemeinsam mit einem etablierten europäischen Technologiepartner und im Einklang mit den geltenden europäischen Anforderungen umzusetzen“; so Bakalov.

CEE-Expansion für Bitpanda Enterprise auch über RBI-Kooperation

Die Kooperation mit Fibank ist nicht der einzige Expansionsschritt von Bitpanda Enterprise im CEE-Raum. Erst kürzlich präsentierte man gemeinsame Pläne mit der Raiffeisen Bank International (RBI), das bereits in mehreren österreichischen Raiffeisen-Landesbanken laufende Krypto-Angebot schrittweise auch auf die CEE-Töchter des Konzerns auszuweiten (brutkasten berichtete). In Bulgarien hat die RBI seit einem Verkauf 2022 keine Tochterbank mehr.

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