24.03.2026
PERSONALIE

WeAreDevelopers holt Strategin Antonella Mei-Pochtler ins Advisory Board

WeAreDevelopers, die globale Entwickler-Plattform mit Hauptsitz in Wien, holt Antonella Mei-Pochtler ins Advisory Board. Sie soll die Vernetzung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Politik vorantreiben.
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Antonella Mei-Pochtler und Benjamin Ruschin | Foto bereitgestellt / (c) K. Schiffl
Antonella Mei-Pochtler und Benjamin Ruschin | Foto bereitgestellt / (c) K. Schiffl

Über drei Jahrzehnte war Antonella Mei-Pochtler für die Boston Consulting Group (BCG) tätig, wo sie unter anderem das Wiener Büro gründete und Teil des globalen Executive Committee war. In Österreich erlangte sie zudem mediale Bekanntheit als Leiterin der Strategieeinheit „ThinkAustria“ im Bundeskanzleramt (brutkasten berichtete damals). Nun zieht sie auch in das Advisory Board von WeAreDevelopers ein.

Fokus auf globale Skalierung und Vernetzung

Weiterhin hält Mei-Pochtler zudem zahlreiche internationale Aufsichtsratsmandate, darunter bei Generali und Publicis, und ist als Executive Vice Chairwoman der Pochtler Industrieholding tätig. Ihre Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem WeAreDevelopers seine Präsenz nicht nur in Europa sondern mittlerweile auch in Nordamerika und Indien ausweitet (brutkasten berichtete).

Mei-Pochtler selbst sieht in der neuen Aufgabe eine Chance, die technologische Transformation aktiv mitzugestalten. Sie betont die Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklungen: „Neue technologische Entwicklungen beeinflussen Unternehmen und Wirtschaft in immer schnellerem Tempo. Zusammenhänge zu erkennen und Netzwerke zu knüpfen wird eine entscheidende Voraussetzung sein, um Schritt zu halten.“ Sie wolle WeAreDevelopers dabei unterstützen, „noch stärkere Verbindungen zu Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Politik sowie zu Unternehmen und Institutionen weltweit zu schaffen“.

„Perspektive wird für uns von unschätzbarem Wert sein“

Für WeAreDevelopers-Mitgründer Ben Ruschin stellt die Personalie eine wesentliche Vertiefung der fachlichen Expertise dar. „Antonella vereint in außergewöhnlicher Weise strategisches Denken, internationale Geschäftserfahrung und ein tiefes Verständnis dafür, wie Technologie Branchen und Wirtschaft verändert“, so Ruschin. „Ihre Perspektive wird für uns von unschätzbarem Wert sein, während wir unsere Plattform weiter ausbauen und den Dialog zwischen Developern, Unternehmen und Tech-Leadern weltweit stärken.“

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Quantencomputing nach wie vor eine Zukunftstechnologie. In der Breite ist diese definitiv noch nicht angekommen. Entsprechend sind auch viele Startups in dem Feld noch die klassische Wette auf die Zukunft, wie sie im Hightech-Bereich üblich ist: massive Forschungsausgaben und noch keine Umsätze. Dass es aber nicht so sein muss, beweist das Innsbrucker Quanten-Scaleup ParityQC.

Dieses legte nun seinen Jahresabschluss für 2025 vor. Als GmbH und „kleine Kapitalgesellschaft“ gelten dabei eingeschränkte Berichtspflichten – so muss etwa die Gewinn- und Verlustrechnung nicht veröffentlicht werden. Aus dem Bericht lässt sich der Gewinn aber (im Gegensatz zum Umsatz) genau ableiten.

1,46 Millionen Euro Gewinn mit nur 27 Mitarbeiter:innen

ParityQC stand demnach 2025 bei einem Bilanzgewinn von knapp über drei Millionen Euro. Abzüglich des Gewinnvortrags ergibt sich ein Jahresüberschuss von etwa 1,46 Millionen Euro – und das mit 27 Mitarbeiter:innen. Bereits im Jahr 2024 hatte das Scaleup einen Gewinn von rund 1,36 Millionen Euro zu Buche stehen.

Die Umsätze lassen sich dagegen – wie erwähnt – nicht aus dem Bericht ableiten. Bekannt ist, dass ParityQC an mehreren Großaufträgen im Quantenbereich beteiligt ist. Brutkasten berichtete zuletzt Ende Juni über einen 35-Millionen-Euro-Deal mit der deutschen Cyberagentur, der Innovationsabteilung des deutschen Verteidigungsministeriums.

Fast 14 Millionen Euro liquide Mittel

Neben den Gewinnen sind auch die liquiden Mittel, die aus dem Bericht hervorgehen, beachtlich. Diese betrugen mit Abschluss 2025 fast 14 Millionen Euro und damit fast 93 Prozent der Bilanzsumme von rund 15 Millionen Euro. Mit rund 12,6 Millionen Euro Eigenkapital kommt ParityQC zudem auf eine Eigenkapitalquote von 83,7 Prozent. Und schließlich: Kapitalrücklagen von 9,49 Millionen Euro, die schon 2024 zu Buche standen, blieben unangetastet.

Eine logische Ableitung aus all den Zahlen: Das Kapital aus der großen (nicht konkret bezifferten) Finanzierungsrunde 2024 – brutkasten berichtete – wurde kaum bis gar nicht gebraucht. Auch das ist für Scaleups im Hightech-Bereich alles andere als üblich.

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