15.06.2023

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde und damit auch die Diskussionen rund um Fachkräftemangel und den Austausch von Mensch durch Maschine. Das KI-Unternehmen Blumatix sieht für den Bereich Dokumentenerfassung keine Gefahr, sondern vielmehr eine Erleichterung. Es gebe aktuell einen Arbeitskräftemangel mit gleichzeitig steigendem Arbeitsvolumen, daher brauche es Tools, um die Menschen dabei zu unterstützen. Das Salzburger Startup bietet hier eine Intelligenz, die schnell und einfach genutzt werden kann.
/artikel/was-ki-kann-und-wie-sie-unsere-welt-veraendert-ein-salzburger-ki-unternehmen-automatisiert-von-tausenden-unternehmen-die-dokumentenverarbeitung
Teammitglieder von Blumatix in Salzburg © Blumatix
Teammitglieder von Blumatix in Salzburg © Blumatix
sponsored

Spätestens seit dem Launch des Chatbots ChatGPT wird Künstliche Intelligenz in einer Vielzahl von Geschäftsbereichen noch intensiver diskutiert. Von einem KI-Hype würde das Salzburger Unternehmen Blumatix dennoch nicht sprechen. “Das Thema brodelt schon seit Jahren unter der Oberfläche. ChatGPT hat jetzt lediglich sichtbar gemacht, was KI kann und wie sie die Welt, die wir heute kennen, verändern wird”, meint Christian Weiler, Chief Product Officer (CPO) bei der Blumatix Intelligence GmbH. Dieser Schritt ging allerdings schneller als gedacht und Blumatix erlebt aktuell einen starken Anstieg der Anfragen aus Industrie, Handel, Softwaredienstleistungen, Versicherungs- und Finanzwirtschaft. Daher ist nun Wachstum angesagt.

Dokumentenerkennung für automatisierten Infoaustausch

Das Startup ging mit seinem Produkt BLU DELTA 2017 auf den Markt. Seine KI-Dokumentenerkennung erzielt echte Mehrwerte, indem sie den Inhalt verschiedener Geschäftsdokumente sofort und ohne Antrainieren erkennt und sich nahtlos in bestehende Prozesse integriert. Unternehmensprozesse mit Dokumentenverarbeitung – von Rechnungen über Aufträge bis hin zu Lieferscheinen – können so komfortabel und wartungsfrei automatisiert werden. “Wir vereinfachen die Standardkommunikation zwischen Unternehmen, indem unsere Intelligenz Dokumentlayouts, -formate und -kontexte sofort versteht und die Informationen strukturiert an Folgeprozesse zur automatisierten Verarbeitung weiterleitet”, erklärt Weiler.

Blumatix: Vom Energydrink bis zum Sportwagen

Die ersten Schritte machte Blumatix im Rahmen einer Co-Creation mit Porsche Informatik. Damals hatten sie ihr Produkt vor Porsche Informatik “gepitcht”, um eine Lösung zu bieten, die Rechnungen sofort interpretieren kann. Während man damals in der Regel zwei bis drei Wochen benötigte, um ein solches System zu testen, konnte Blumatix mit seiner Schnelligkeit überzeugen. “Sie haben uns eine Rechnung gegeben. Wir haben noch im Meeting die Resultate geliefert”, erzählt Weiler von der Anfangszeit. 

Heute verarbeitet BLU DELTA bereits mehr als 20 Millionen Dokumente weltweit. Neben Dokumenten von Direktkunden wie Porsche Informatik, einem Energy Drink Hersteller oder der größten deutschen Steuerberater Gruppe, zählen vor allem auch Partner im B2B-Bereich zu den Kunden. Es sind also beispielsweise Softwareanbieter in der Prozessautomatisierung und aus dem Bereich kaufmännische Software, die BLU DELTA nutzen, um ihr Produkt zu veredeln. 

Blumatix verweist dabei auf ihren Ansatz der “Shared Intelligence”. Anhand der Beispieldaten, die Unternehmenskunden senden, trainiert Blumatix seine KI kontinuierlich, die sie dann all ihren Kunden wieder als verbesserte Intelligenz zur Verfügung stellt. Es gibt also kein individuelles Modell für jeden Kunden. “Es ist ein bisschen wie bei den drei Musketieren: Alle für einen und einer für alle”, so Weiler. Die Sorge, dass Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz abgebaut werden, teilt er allerdings nicht. Im Gegenteil, aktuell herrscht ein akuter Fachkräftemangel am Markt. Entspannung ist nicht in Sicht und daher sind Tools wie BLU DELTA dringend notwendig, damit Unternehmen mit den ständig steigenden Arbeitsvolumina zurechtkommen.

Wichtige Pfeiler für die KI: Agilität und Daten

Um als Unternehmen im KI-Bereich langfristig bestehen zu können, geht es laut dem CPO um zwei wesentliche Werte: Agilität und Daten. “Agilität, um jederzeit die neueste KI-Architektur in unser SaaS-Produkt integrieren zu können. Der Datenschatz hingegen ist das, was langfristig bleibt. Bin ich agil, kann ich mit einer fundierten Datenbasis immer und in relativ kurzer Zeit ein neues, besseres Modell erstellen”. Aus diesem Grund liegt der Fokus bei Blumatix auf der Erstellung einer vollautomatisierten Trainingsdaten-Produktlinie – also auf die automatisierte Aufbereitung der Trainingsdaten, dem Training, der Qualitätssicherung und der Bereitstellung der KI-Modelle.

Vom Bootstrapper zum strategischen Investor

Blumatix hat sich bisher vorwiegend durch Bootstrapping finanziert. Durch den rasanten Anstieg der Kundenanfragen halte man aber vermehrt Ausschau nach strategischen Investor:innen. “Wir sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt für uns gekommen, um unsere Entwicklung zu beschleunigen und den nächsten Schritt hin zum globalen Leader zu gehen”, betont Martin Loiperdinger (Blumatix CEO). Denn nicht nur die Kundenanfragen im DACH-Raum sollen abgedeckt werden. In den nächsten zwei Jahren zielt Blumatix auch auf eine internationale Skalierung ab. Dafür arbeite man bereits an der Erweiterung der Sprach- und Länderunterstützung, wie jüngst mit asiatischen Sprachen.

Deine ungelesenen Artikel:
10.09.2026

Howie: Wiener PropTech-Startup meldet Konkurs an

Vergangenes Jahr holte sich Howie zwei sechsstellige Investments. Nun musste das KI-gestützte Wiener PropTech-Startup Konkurs anmelden.
/artikel/howie-wiener-proptech-startup-meldet-konkurs-an
10.09.2026

Howie: Wiener PropTech-Startup meldet Konkurs an

Vergangenes Jahr holte sich Howie zwei sechsstellige Investments. Nun musste das KI-gestützte Wiener PropTech-Startup Konkurs anmelden.
/artikel/howie-wiener-proptech-startup-meldet-konkurs-an
Howie
© Suchart Wannaset - Ewa Lenart von Howie.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich (11.9.2026) nach Erhalt eines Statements von Gründerin Ewa Lenart ergänzt.

„Ein Unternehmen mit 300 Ingenieurinnen und Ingenieuren gibt im Durchschnitt zwischen 1,8 und 36 Millionen Euro pro Jahr für die manuelle Informationsbeschaffung aus“, erklärt Ewa Lenart, Gründerin des Wiener Startups Howie, vergangenes Jahr. Ihr Unternehmen könne helfen, die Kosten dafür zu halbieren.

„AI Copilot for the Built Environment“

Dazu positionierte Howie sich als „AI Copilot for the Built Environment“. Die KI-gestützte Plattform für die Bau- und Immobilienbranche bereitet unter anderem Texte, Bilder und Konstruktionszeichnungen mit großen Datenvolumina auf. Dabei nutzt sie LLMs, um Muster in den Daten, etwa auch aus Berichten, E-Mails, Bildern und Zeichnungen, zu erkennen.

Zwei Investmentrunden 2025

Mit dem Konzept konnte Howie vergangenes Jahr mehrere Investoren überzeugen. Im März und im November 2025 verkündete das Unternehmen jeweils eine sechsstellige Finanzierungsrunde. Dabei dürfte es sich um Wandeldarlehen gehandelt haben: In den öffentlich einsehbaren Firmenbuch-Daten sind die Finanzierungsrunden nämlich in den Beteiligungsverhältnissen nicht ablesbar. Zudem holte Gründerin Lenart vergangenes Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Startups beim brutkasten „Innovator of the Year“.

Konkursantrag – keine Details von Kreditschutzverbänden

Doch nun brachte das Startup einen Konkursantrag ein, wie die heimischen Kreditschutzverbände übereinstimmend berichten. Konkrete Informationen dazu liegen aktuell bei keinem der Verbände vor. Sollten die Investments tatsächlich in Form von Wandeldarlehen erfolgt sein, würde ihre Summe in die Passiva fallen.

Gründerin Lenart: Zwei Investments nicht rechtzeitig abgeschlossen

Auf brutkasten-Anfrage meldete sich Gründerin Ewa Lenart mit einem Statement zur Insolvenz. Man sei in einem „technisch sehr anspruchsvollen und noch relativ jungen Markt“ tätig, und habe in den vergangenen zwei Jahren ein starkes, wachsendes Interesse von weltweit führenden Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen verzeichnen können. „Gleichzeitig erwiesen sich die Entwicklungs- und Implementierungszyklen in der Bau- und Immobilienbranche als länger und kapitalintensiver, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir waren daher auf eine zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die nächsten kommerziellen Meilensteine zu erreichen“, so die Gründerin.

Während der jüngsten Finanzierungsrunde habe man zwei Term Sheets mit etablierten Investoren unterzeichnet. „Letztendlich wurde jedoch keine der beiden Transaktionen innerhalb des Zeitrahmens abgeschlossen, den das Unternehmen benötigte“, schreibt Lenart. „Wir haben zudem ein deutlich schlankeres und stärker kundenfinanziertes Betriebsmodell geprüft, konnten die daraus resultierende Liquiditätslücke aber nicht rechtzeitig schließen.“

Weiterführung steht noch im Raum

Doch Lenart fügt an: „Die zugrunde liegende Marktthese ist aus meiner Sicht nach wie vor sehr stark. Als wir Howie gründeten, befanden sich KI-native Workflows für die Baubranche noch in einer sehr frühen Phase. In den letzten zwei Jahren haben sich die Investitionen und die Adaption in diesem Bereich deutlich beschleunigt.“ Man sehe weiterhin Interesse von Kunden und Branchenakteuren an Howie und seiner Technologie. „Ob und in welcher Form Teile des Unternehmens oder des Produkts fortbestehen werden, hängt nun vom Insolvenzverfahren ab“, so die Gründerin.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Es werden in diesem Artikel keine direkten gesellschaftspolitischen Auswirkungen erwähnt. Allerdings kann die Automatisierung von Unternehmensprozessen durch KI-Technologie langfristig Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Arbeitsplatzsicherheit haben.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Das Salzburger KI-Unternehmen Blumatix bietet mit seinem Produkt BLU DELTA automatisierte Dokumentenerkennung für Unternehmen, die von tausenden Unternehmen genutzt wird. Die KI-Technologie ermöglicht einen verbesserten Informationsaustausch und automatisierte Verarbeitung von Geschäftsdokumenten ohne Antrainieren. Blumatix verweist auf ihren Ansatz der „Shared Intelligence“, der kontinuierliches Training und Kundenfeedback nutzt, um ihr KI-Modell zu verbessern. Das Unternehmen expandiert nun international und arbeitet an der Erweiterung ihrer Sprach- und Länderunterstützung.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist es wichtig, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Geschäftsbereich im Blick zu haben und zu verstehen, wie sie Prozesse optimieren und die Effizienz verbessern kann. Der Artikel beschreibt, wie das Salzburger Unternehmen Blumatix durch den Einsatz von KI die automatisierte Dokumentenverarbeitung anbietet und so Unternehmen hilft, Arbeitsprozesse zu standardisieren und zu automatisieren. Dabei betont das Unternehmen auch die Wichtigkeit von Agilität und Daten als Schlüsselfaktoren für die erfolgreiche Implementierung von KI.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Das Unternehmen Blumatix Intelligence aus Salzburg hat eine KI-Technologie namens BLU DELTA entwickelt, die die Dokumentenerkennung automatisiert und bereits weltweit erfolgreich eingesetzt wird. Die hohe Nachfrage nach dieser Technologie und die Pläne des Unternehmens, international zu expandieren, könnten langfristig ein attraktives Investitionsziel bieten.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Die Automatisierung von Geschäftsprozessen durch Künstliche Intelligenz wird immer relevanter und beeinflusst die Arbeitswelt von vielen Branchen. Unternehmen wie Blumatix bieten Lösungen an, die den Umgang mit Dokumenten erleichtern und Prozesse effizienter gestalten. Als Politiker:in sollten Sie sich mit dieser Technologie auseinandersetzen und überlegen, wie sich eine zunehmende Automatisierung auf die Arbeitswelt, Arbeitslosigkeit und Bildungssysteme auswirken kann. Außerdem sollten Sie sich auch mit den Vor- und Nachteilen von KI sowie möglichen ethischen Fragen, die bei ihrer Verwendung entstehen können, beschäftigen.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Salzburger Unternehmen Blumatix hat mit seinem Produkt BLU DELTA eine KI-Dokumentenerkennung entwickelt, die Geschäftsdokumente sofort und ohne Antrainieren erkennt und sich nahtlos in bestehende Prozesse integriert. Unternehmensprozesse mit Dokumentenverarbeitung können so komfortabel und wartungsfrei automatisiert werden, was angesichts des akuten Fachkräftemangels am Markt dringend notwendig ist. Um langfristig im KI-Bereich erfolgreich zu sein, legt Blumatix Wert auf Agilität und Daten. Das Unternehmen ist auf der Suche nach strategischen Investoren, um die Entwicklung zu beschleunigen und international zu skalieren. Dies zeigt, wie Künstliche Intelligenz die Geschäftswelt revolutioniert und wie Unternehmen ihre Prozesse optimieren können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Christian Weiler (Chief Product Officer bei Blumatix Intelligence GmbH)
  • Martin Loiperdinger (CEO von Blumatix)

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Blumatix Intelligence GmbH
  • Porsche Informatik
  • Energy Drink Hersteller
  • Größte deutsche Steuerberater Gruppe

„Was KI kann und wie sie unsere Welt verändert“ – Ein Salzburger KI-Unternehmen automatisiert von tausenden Unternehmen die Dokumentenverarbeitung