14.07.2020

VÖSI Software Day mit NASA-Keynote-Speaker

Das Motto des heurigen Software Day lautet "Autonomous Things, Drive & Disruption". Die Keynote beim Event wird Robert Karban von der NASA halten. Zusätzlich werden über 40 Sprecher aus der DACH-Regionvor Ort sein. Veranstalter des Software Day ist VÖSI (Verband Österreichischer Software Industrie).
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VÖSI, Software Day, NASA
(c) VÖSI - Wie 2019 hoffen die Veranstalter des VÖSI Software Day auch heuer auf ein reales Treffen.

Im Vorjahr nahmen am Software Day über 200 Besucher teil. Für heuer wird am 29. September erwartet, dass das Event wie gewohnt stattfinden kann – als reales Treffen. Autonome Dinge und Objekte, ihr Einsatz, Steuerung und Monitoring aber auch der Trend zur Automatisierung und Effizienzsteigerung sowie die IT-Security der Lösungen und Technologien stehen dabei im Vordergrund.

„Der Software Day dient zur Sichtbarmachung der Leistungen der heimischen IT-Branche, aber auch zum Austausch, zur Diskussion über Anwendungen in der Praxis, zum Ausloten von Optimierungspotenzial und zum besseren Vernetzen der Branche“, sagt Peter Lieber, Präsident des VÖSI und Eigentümer von SparxSystems Software, LieberLieber Software und 4biz consulting.

Software Day Leitthemen

Thematische Leitthemen des Software Day sind im Detail Hyperautomation als intelligente Übernahme von Routinetätigkeiten durch Software, Multiexperience, Data Science & Analytics sowie Cyber Security.

„Auch Gefahren diskutieren“

„Assistierende Technologien, selbstagierende Dinge und Wesen, wie virtuelle Kollegen (Bots), haben heute schon Einfluss und werden in Zukunft eine noch viel größere Rolle spielen. Im Mittelpunkt sollte aber immer der Mensch stehen. Es ist wichtig, neuen Technologien und Ideen immer offen gegenüber zu sein, aber auch kritisch über Gefahren, Risiken und Ängste zu diskutieren“, mahnt VÖSI -Vorstand Nahed Hatahet, CEO von „Hatahet productivitiy solutions“. Der Transformationsexperte wird als Moderator durch den Tag führen.

NASA Keynot-Speaker aus Österreich

Ein Highlight für den Software Day ist die Teilnahme von Robert Karban als Keynote-Speaker. Der Chief Engineer vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA wird über das Thema „Connecting the V for a Connected World“ sprechen. Das „V“ im Titel steht dabei für das V-Modell, einer Standardvorgangsweise in der System- und SW-Entwicklung.

In seiner Keynote wird Karban auf die Herausforderungen eingehen, die System-Ingenieure und SW-Entwickler heute bei der Konstruktion von Raumfahrzeugen begleiten. Darüber hinaus wird Karban demonstrieren, wie am JPL der NASA Software-Engineering-Umgebungen eingesetzt werden, um die Entwicklung von Raumflügen in der vernetzten Welt von heute zu ermöglichen. Karban ist übrigens Österreicher und hat an der TU Wien studiert.

Special Tracks mit Ben Ruschin

Als weitere Besonderheit wird auch die 2019 gestartete Initiative rund um das
Thema IT-Fachkräfte weiter verfolgt. Unter der Leitung von VÖSI-Vorstand Ben Ruschin, Gründer & Geschäftsführer von WeAreDevelopers, wird am Nachmittag der Special Track „Talents“ mit einer hochkarätig besetzten Panel-Diskussion zum Thema „IT-Recruiting & Employer Branding“ ablaufen.

Die Anmeldung zum Software Day ist geöffnet, Early Bird Tickets sind zum Preis von nur 99 Euro erhältlich. VÖSI-Mitglieder haben beim Software Day 2020 freien Eintritt.


Facts:

Wann: 29. September 2020, 9 bis 19 Uhr

Wo: Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

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vlnr.: Lisa Fassl, Natascha Fürst und Florian Haas | (c) Viktoria Waba/brutkasten / Martina Trepczyk / brutkasten

Es ist wieder soweit: Die halbjährliche Trilogie der EY-Reports zur Startup-Finanzierung in Österreich wird mit der gewohnten Hiobsbotschaft komplettiert. Während die allgemeine Investment-Statistik Zyklen unterliegt, die sich in der langfristigen Betrachtung durchaus aufwärts bewegen, zeigt sich beim Female Startup Funding Index, den EY gemeinsam mit Female Founders und Fund F herausbringt, immer das gleiche Bild: Verbesserungen und Verschlechterungen passieren im Prozentpunkt-Bereich auf konstantem Keller-Niveau.

94,9 Prozent des Kapitals an rein männliche Teams

Die konkreten aktuellen Zahlen: Von den statistisch erfassten 472 Millionen Euro Risikokapital für österreichische Startups im ersten Halbjahr 2026 flossen 94,9 Prozent an rein männliche Founding-Teams, gemischte Teams erhielten 4,8 Prozent des Kapitals und rein weibliche Teams lediglich 0,3 Prozent; der Frauenanteil unter den Gründer:innen von Startups mit Investment im ersten Halbjahr liegt bei nur 13 Prozent; nur drei der 95 für den Index analysierten Startups mit Finanzierung haben ein ausschließlich weibliches Founding-Team; und bei Finanzierungen über zehn Millionen Euro gibt es kein einziges Gründungsteam mit weiblicher Beteiligung.

Fassl: „Der Aufschwung hat ein Geschlecht“

„2026 ist das Kapital zurück: 472 Millionen Euro Risikokapital für Österreichs Startups, mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr, und so viele Finanzierungsrunden wie nie zuvor. Bei Frauen ist davon nichts angekommen. Während rein männliche Teams fast das gesamte Volumen einsammelten, gingen 0,3 Prozent des Geldes an rein weibliche Teams – rund 1,4 Millionen Euro im gesamten Halbjahr. Damit ist klar: Der Aufschwung hat ein Geschlecht“, kommentiert Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F und Co-Gründerin von Female Founders.

Dass die Schieflage auch in einem starken Marktumfeld bestehen bleibt, habe mehrere Gründe, analysieren die Studienautor:innen: Große Finanzierungsrunden würden häufig von etablierten Venture-Capital-Fonds getragen, die auf bestehende Netzwerke, frühere Investmenterfolge und bekannte Muster zurückgriffen. Gleichzeitig zeige sich seit Jahren, dass Gründerinnen insbesondere beim Zugang zu Investorennetzwerken und großen Wachstumsfinanzierungen häufiger auf Hürden stoßen. Genau diese späten Finanzierungsphasen hätten jedoch den größten Einfluss auf die Verteilung des investierten Kapitals. „Das Problem beginnt nicht erst bei der Finanzierung, wird dort aber besonders sichtbar“, kommentiert Florian Haas, Head of Startup bei EY Österreich.

Fürst: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ“

Wie oben erwähnt, liegt der Frauenanteil unter den Gründer:innen jener Startups, die erfolgreich eine Finanzierung erhalten haben, bei rund 13 Prozent (31 von insgesamt 248 Gründer:innen). Eine weitere Aufschlüsselung: Von den insgesamt 95 erfassten Startups mit Investment im ersten Halbjahr, deren Gründungsteam bekannt ist, haben 72 ein ausschließlich männliches Founding-Team (76 Prozent), weitere 20 ein gemischtes Team (21 Prozent) und lediglich drei ein rein weibliches Gründungsteam (3 Prozent). Dabei handelt es sich um Factorymaker, Faund Social Dating Club und Recruitiverse.

Natascha Fürst, CEO von Female Founders, leitet daraus ab: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ: Es gründen genug Frauen – das Problem ist, wer von ihnen ans Kapital kommt.“ Die Studie zeige kein Problem an der Gründungsbasis, sondern ein strukturelles Versagen des Kapitalmarkts. „Und das lässt sich nicht wegdiskutieren“, so Fürst.

Lisa-Marie Fassl legt nach: „Noch nie saßen so viele Frauen in finanzierten Gründungsteams wie jetzt: 13 Prozent. Und trotzdem floss fast das komplette Kapital an rein männliche Teams. Mehr Frauen am Tisch heißt offensichtlich nicht mehr Geld für Frauen. Wer glaubt, dass das der nächste Aufschwung von selbst reguliert, hat die letzten vier Jahre die Augen zugemacht. Es wird Zeit, dass wir aufhören, eine rationale, wirtschaftliche Diskussion emotional zu führen. Denn als Standort lassen wir Rendite auf dem Tisch liegen, nachweislich, Jahr für Jahr.“

Keine Frau in Gründungsteams mit Investments über 10 Mio. Euro

Konkret lag bei Startups mit Finanzierungen bis zu einer Million Euro der Gründerinnenanteil bei 17 Prozent. Bei Finanzierungen zwischen einer und zehn Millionen Euro waren acht der insgesamt 75 Gründer:innen Frauen (11 Prozent). Bei allen analysierten Finanzierungen über zehn Millionen Euro bestanden die bekannten Gründungsteams ausschließlich aus Männern.

„Dass Gründerinnen bei kleineren Runden sichtbar sind, bei größeren Tickets aber praktisch verschwinden, zeigt sehr deutlich, wo die größte Herausforderung liegt: beim Zugang zu Wachstumskapital. Dort entscheidet sich letztlich, welche Unternehmen zu internationalen Champions werden“, analysiert Florian Haas.

Health-Sektor sticht positiv heraus

Deutliche Unterschiede beim Gender Investment Gap zeigen sich übrigens auch im Branchenvergleich: Hier sticht vor allem der Health-Sektor heraus, in dem insgesamt 17 Startups eine Finanzierung erhielten. Dort lag der Frauenanteil bei knapp 23 Prozent. Unter den insgesamt 48 Gründer:innen dieser Unternehmen befanden sich elf Frauen. Demgegenüber weisen mehrere technologieintensive Bereiche keine einzige Gründerin unter den finanzierten Startups auf, darunter SpaceTech/NewSpace, FinTech/InsurTech, Education, DefenseTech sowie ClimateTech/GreenTech/CleanTech.

„Gerade der Bereich Health zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven in Gründungsteams zusammenkommen“, kommentiert Natascha Fürst. „Vielfalt ist kein Selbstzweck, sondern ein Innovationsfaktor. Unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel führen zu besseren Produkten, neuen Märkten und nachhaltigeren Unternehmen.“

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AI Summaries

VÖSI Software Day mit NASA-Keynote-Speaker

  • Im Vorjahr nahmen am Software Day über 200 Besucher teil.
  • Für heuer wird am 29. September erwartet, dass das Event wie gewohnt stattfinden kann – als reales Treffen.
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