14.02.2019

Uber Eats sagt Wien Servus und versucht es in Zürich

Der Essenslieferdienst Uber Eats beendet am 7. März sein Geschäft in Österreich am einzigen Standort Wien. In Zürich will man dagegen in den kommenden Monaten starten.
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Uber: Uber Eats-Fahrer in Wien
(c) Uber: Uber Eats-Fahrer in Wien

Am 7. März diesen Jahres wird Uber Eats das letzte Mal in Wien Essen ausliefern. Das geht aus einem Blog-Eintrag mit dem Titel „Servus Wien“ hervor. „Trotz des großen Engagements von unserem lokalen Team und unseren treuen Partnern und Kunden ist Uber Eats in Wien leider nicht so stark gewachsen, wie wir gehofft und erwartet hatten“, heißt es dort.

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„Individuelle Kompensation“ für Liefer-Partner

Man werde allen Liefer-Partnern, die im letzten Monat mehr als eine Lieferung gemacht haben, eine individuelle Kompensation anbieten, heißt es weiter. Die rund 200 Essenszusteller des Unternehmens in Wien arbeiten als Selbstständige. Dafür wird Uber – auch im Hauptgeschäftsmodell Fahrtendienst – regelmäßig kritisiert. Die wenigen fix angestellten MitarbeiterInnen wolle man nach Möglichkeit anderweitig bei Uber unterbringen, gab das Unternehmen gegenüber der APA zu Protokoll.

Zuletzt 500 registrierte Uber Eats-Restaurants

Rund 500 Restaurants in Wien sind derzeit noch bei Uber Eats registriert. Man wolle intensiv mit den Restaurant-Partnern zusammenarbeiten, damit sie ihr Geschäft ohne Unterbrechungen weiterführen können, heißt es im Blog. Für sie stehen nun in Wien wohl die Konkurrenten Foodora und Mjam (beide gehören der deutschen Delivery Hero) und lieferservice.at (Teil der niederländischen takeaway.com) bereit.

Servus Wien, Grüezi Zürich

Interessantes Detail am Rande: Erst gestern berichtete die Schweizer „Handelszeitung“, das Uber Eats in den kommenden Monaten in Zürich starten will. Seit November ist das Service in Genf verfügbar. Zürich biete ein sehr großes Potenzial für Uber Eats. Man habe bereits eine enorme Nachfrage für die App beobachten können, sagt die Schweizer Uber-Sprecherin gegenüber der Zeitung. Weltweit ist das Service derzeit in rund 350 Städten in 35 Ländern verfügbar.

⇒ Zur Page des Essenslieferdiensts

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Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
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Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

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